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New Jersey
New Jersey [] ist nach Rhode Island, Delaware und Connecticut der viertkleinste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, zugleich aber derjenige mit der größten Bevölkerungsdichte. Er grenzt im Norden und Nordosten an New York, wo teilweise der Hudson eine natürliche Grenze bildet. Im Westen wird New Jersey vollständig durch den Grenzfluss Delaware von den Staaten Pennsylvania und Delaware getrennt. Im Süden, in der Delaware-Bucht, und Osten hat New Jersey schließlich Anteile am Atlantik.
Der Staat New Jersey gehört zu den Mittelatlantikstaaten.
Geografie
Der Staat New Jersey hat in etwa die Form von Kopf und Bauch eines Menschen, dessen Haupt leicht nach vorne gebeugt ist. Von diesem Bild ausgehend ist der Kopf, also der Norden des Landes, die Region mit den noch größeren Erhebungen in einem ansonsten flachen Land. Hier im Großen Appalachen-Tal (auch Kittatinny-Tal), das sich vom US-Staat Alabama bis zum Hudson erstreckt, befindet sich an der Grenze zum Staat New York der High Point, New Jerseys höchster Berg, der mit 550 Metern die durchschnittliche Landeshöhe um mehr als das 7fache übersteigt.
Der Osten des Landes, das Einzugsgebiet des Hudson und der größten US-amerikanischen Millionenstadt New York, ist dichtbesiedelt. Jener Ballungsraum westlich des Hudson umfasst mit Newark, Jersey City, Paterson und Elizabeth bereits alle vier Großstädte des Landes.
Südlich davon beginnt die Atlantische Küstenebene, die auf einer Länge von mehr als 200 km mit ihren zahlreichen Seebädern ein beliebtes Urlaubsziel darstellt. Der Küstenstreifen ist insbesondere im nördlichen und dann wieder im südlichen Teil mit ihren zahlreichen sich aneinanderreihenden Mittelstädten recht stark bevölkert. Größte Städte entlang der Küste sind Long Branch im Norden sowie das für den Fremdenverkehr bedeutsame Atlantic City im Süden.
Im Landesinneren vom zentralen New Jersey bis in den südlichen Teil prägen dichte Wälder das Bild des Staates. Bekanntes und populäres Reiseziel für abenteuerlustige Naturfreunde aus aller Welt sind in dieser Region die so genannten Pine Barrens, die unter Naturschutz stehen und denen der Mythos des Jersey-Teufels anhaftet.
Bevölkerung
Mit 8,4 Mio. Einwohnern ist New Jersey der neuntgrößte Staat der USA. 66 % der Bevölkerung sind Weiße, 13,6 % Afroamerikaner, 13,3 % Latinos und 6 % Asiaten (Stand: 2000).
Größte Städte
Verwaltungsgliederung
Der US-Bundesstaat New Jersey gliedert sich in 21 Verwaltungseinheiten.
Siehe auch: Liste der Städte in New Jersey
Geschichte
New Jersey gehörte zu den 13 Kolonien, die gegen die britische Herrschaft in Nordamerika revoltierten (s. Unabhängigkeitskrieg). Es trat den USA am 18. Dezember 1787 als dritter Bundesstaat bei.
Persönlichkeiten
- Count Basie (1904–1984), Jazzmusiker, Bigband-Leader
- Jon Bon Jovi ( - 1962), Rockmusiker
- Zach Braff ( - 1975), Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor
- David Bryan ( - 1962), Rockmusiker
- Danny DeVito ( - 1944), Schauspieler, Produzent
- Kirsten Dunst ( - 1982), Schauspielerin
- Thomas Alva Edison (1847–1931), Erfinder
- Donald Fagen ( - 1948), Sänger
- Andrew McCarthy ( - 1962), Schauspieler
- Jack Nicholson ( - 1937), Schauspieler
- Philip Roth ( - 1933), Schriftsteller
- Eva Marie Saint ( - 1924), Schauspielerin
- Richie Sambora ( - 1960), Rockmusiker
- Cindy Sherman ( - 1954), Fotografin
- Frank Sinatra (1915–1998), Sänger und Schauspieler
- Kevin Smith ( - 1970), Regisseur und Schauspieler
- Bruce Springsteen ( - 1949), Rockmusiker
- Meryl Streep ( - 1949), Schauspielerin
- Tico Torres ( - 1957), Rockmusiker, Maler und Designer
- John Travolta ( - 1954), Schauspieler
- William Carlos Williams (1883–1963), Schriftsteller
Siehe auch: Liste der Gouverneure von New Jersey
Sonstiges
New Jersey war auch der Titel des vierten Albums von Bon Jovi, siehe New Jersey (Album).
Weblinks
- http://www.state.nj.us Offizielle Seite der Bundesstaates (Engl.)
- http://www.visitnj.org Offizielle Tourismusseite (Engl.)
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:ニュージャージー州
ko:뉴저지 주
simple:New Jersey
Rhode Island
Rhode Island [] ist der flächenmäßig kleinste Bundesstaat der USA. Der offizielle Name von Rhode Island ist State of Rhode Island and Providence Plantations. Man ist sich nicht ganz sicher, ob die Bezeichnung Rhode Island vom holländischen Roode Eyland (wegen der rötlichen Färbung des Bodens) abgeleitet ist, oder ob sie daher kommt, dass sich der Seefahrer Giovanni da Verrazano 1524 an die Insel Rhodos erinnert fühlte, als er dort vorbeisegelte. Der Spitzname lautet "The Ocean State". Die Hauptstadt ist Providence.
Geographie
Er liegt in Neuengland und grenzt im Norden und Osten an Massachusetts, im Süden an den Atlantischen Ozean und im Westen an Connecticut.
Geschichte
1511 nahm erstmals ein europäischer Entdecker die Küsten des späteren Rhode Islands zur Kenntnis. Der portugiesische Seefahrer Miguel de Cortereal segelte an der Küste vorbei, ohne jedoch anzulanden.
Die Kolonie, die später Rhode Island and Providence Plantations benannt wurde, wurde 1636 von Roger Williams, einem Baptisten, der aus der puritanischen Massachusetts Bay Colony verbannt wurde, gegründet.
Bevölkerung
Massachusetts Bay Colony
Rhode Island ist nur von der Fläche her der kleinste US-Bundesstaat; die niedrigste Bevölkerungszahl hat Wyoming.
Gut die Hälfte der Einwohner von Rhode Island sind katholisch. Damit ist Rhode Island einer von nur zwei US-Staaten, in denen eine einzelne Religionsgruppe die absolute Mehrheit stellt. (Der andere ist das mehrheitlich mormonische Utah).
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Providence - 178.126
- Warwick - 87.683
- Cranston - 81.986
- Pawtucket - 74.254
- East Providence - 49.765
- Woonsocket - 44.534
- Newport - 25.879
- Central Falls - 19.292
Gliederung
Der Bundesstaat ist in die Counties Providence, Kent, Bristol, Newport und Washington gegliedert.
Politik
Washington
Die heute gültige Verfassung von Rhode Island stammt aus dem Jahr 1842 und wurde schon oft geändert. An der Spitze der Exekutive ist der Gouverneur, der für vier Jahre gewählt wird. Die Legislative Rhode Islands besteht aus einem Senat mit 50 und einem Parlament mit 100 Mitgliedern. Beide werden für zwei Jahre gewählt. Rhode Island schickt zwei Abgeordnete in das US-Repräsentantenhaus und hat vier Wahlmänner in der Präsidentenwahl.
Wirtschaft
Elektrotechnische Produkte, Metallverarbeitende Industrie, Kunststoffe, Edelsteinbearbeitung, Schiffsbau, Tourismus, medizinische Forschung, ozeanische Forschungseinrichtungen, Fischfang.
Verkehr
Einzige Eisenbahngesellschaft in Rhode Island ist die Providence and Worchester Railroad. Sie betreibt die ehemalige New Haven-Strecke von New York nach Boston sowie die Strecke nach Worchester (Massachusetts).
Amtrak hat auf dieser Strecke ihren Hochgeschwindigkeitsverkehr im Nordostkorridor mit dem Acela-Express eingerichtet. Einziger Haltepunkt ist Providence.
Persönlichkeiten
- Robert Aldrich, Regisseur, Cranston
- William Arnold Anthony, Physiker, Coventry
- Aaron T. Beck, Psychopathologe, Providence
Providence
- Maximilian Delphinius Berlitz, Begründer der gleichnamigen Sprachschule
- Ambrose Everett Burnside, General der Union im Sezessionskrieg
- Wendy Carlos, Komponistin, Pawtucket
- Leon Neil Cooper, Physiker
- Henry Giroux, Pädagoge und Autor, Providence
- Spalding Gray, Schauspieler, Barrington
- Ruth Hussey, Schauspielerin, Providence
- David Macaulay, Architekt, Kunsthistoriker, Graphiker und Autor
- David Munyon, Singer-Songwriter, Gitarrist, Newport
- H. P. Lovecraft, Schriftsteller, Providence
- Cormac McCarthy, Romanautor
- Matthew Calbraith Perry, Commodore, Newport
- Annie Smith Peck, Bergsteigerin, Providence
- Robert Pigot, britischer General und Kommandeur Rhode Islands während des Unabhängigkeitskrieges
- Mena Suvari, Schauspielerin, Newport
- Roger Williams, Baptistentheologe und Begründer Rhode Islands
Bildungseinrichtungen
- Brown University, Providence
- Bryant University, Smithfield
- Community College of Rhode Island, Providence
- Gibbs College, Cranston
- Johnson & Wales University, Providence
- Naval War College, Newport
- New England Institute of Technology, Warwick
- Providence College, Providence
- Rhode Island College, Providence
- Rhode Island School of Design, Providence
- Roger Williams University, Bristol
- Salve Regina University, Newport
- University of Rhode Island, Kingston
Kultur
Seit 1959 wird in Newport das so genannte Newport Folk Festival veranstaltet. Gegründet hat das Festival George Wein, der schon fünf Jahre zuvor das Newport Jazz Festival ins Leben gerufen hatte, und Albert Grossman, dem späteren Manager von Bob Dylan. Im Laufe der Jahre hatte viele später bekannte Musiker hier ihren ersten Auftritt, so z.B. Joan Baez, Bob Dylan, Arlo Guthrie und James Taylor.
Siehe auch
- Liste der Städte in Rhode Island
- Liste der Gouverneure von Rhode Island
- Rhode Island (Insel)
Weblinks
- [http://www.visitrhodeisland.com/ Visit Rhode Island (Touristik-Auskunft)]
Kategorie:US-Bundesstaat
!
Kategorie:Neuengland
ja:ロードアイランド州
ko:로드아일랜드 주
Delaware
Delaware ist ein Bundesstaat an der Ostküste der USA. Delaware wird der "Erste Staat" genannt, denn hier ratifizierte die erste der 13 Kolonien die Amerikanische Verfassung. Das Datum der Ratifizierung ist der 7. Dezember 1787.
Geschichte
1787
Holländischer Handelsposten / Neuschweden (1609-1664)
Bereits die Spanier und Portugiesen gelangten im sechzehnten Jahrhundert an die Küsten des heutigen Delaware. Aber auch spätere Entdecker erreichten - wie zum Beispiel 1609 Henry Hudson, der bis zum Delaware River fuhr - die Küsten ohne dort nachweislich anzulanden.
Die ersten europäischen Siedler kamen in Form einer Handelsgesellschaft unter Führung des Kapitäns David Pietersen de Vries jedoch erst 1631 und errichteten einen niederländischen Handelsposten als "Zwaanendael" (oder "Swaanendael", das heutige Lewes). 1632 kehrte Kapitän de Vries zurück und musste feststellen, dass in der Zwischenzeit alle Siedler von Indianern getötet und die Siedlung niedergebrannt worden war.
Im März 1638 erreichte eine schwedische Expedition, bestehend aus den Schiffen Kalmar Nyckel (Schlüssel von Kalmar) und Vogel Grip (Vogel Greif), unter Führung des Kapitäns Peter Minuit die Küste des heutigen Delaware. Die Siedler, die um den 29. März landeten, errichteten das Fort Christiana (benannt nach der damaligen schwedischen Königin). Fort Christiana, das heutige Wilmington, wurde nicht nur die erste dauerhafte Siedlung Delawares sondern ganz Nordamerikas.
Der wichtigste schwedische Gouverneur war vermutlich Oberst Johan Printz, der die Kolonie von 1643 bis 1653 regierte. Sein Nachfolger eroberte kurz nach seiner Ankunft im Jahre 1654 den niederländischen Handelsstützpunkt Fort Casimir, der 1651 an der Stelle der heutigen Stadt New Castle errichtet worden war.
Als die schwedische Kolonie für die Holländer zum Handelskonkurrenten wurde, entschied Petrus Stuyvesant (damaliger Gouverneur der Kolonie Nieuw Nederland) die Schweden zu vertreiben und die Kolonie Neu-Amstel zu errichten. 1655 erreichte er mit seiner Flotte die Küste. Er bezwang die schwedischen Kräfte und unterstellte das ganze Gebiet seiner Befehlsgewalt.
Die Schweden bauten das zerstörte Fort Casimir wieder auf. Das Fort wurde schnell zu einer zentralen Siedlung und konnte schon bald nicht mehr alle Menschen aufnehmen. Daraufhin wurde die Stadt Neu-Amstel, das heutige New Castle, errichtet.
Englische Kolonie (1664-1776)
1664 eroberten die Engländer die Kolonie und fügten sie ihrer eigenen Kolonie New York hinzu.
Der Name "Delaware" entstammt dem Titel des zweiten Gouverneurs der Kolonie von Virginia, Sir Thomas West, Lord De La Warr und dem nach ihm benannten Fluss Delaware River.
1681 vergab König Charles II. die Provinz Pennsylvania an William Penn. Die dort bald darauf eintreffenden Agenten Penns berichteten diesem, dass die Provinz keinen Zugang zur Küste mehr hätte, würde es zu Feindlichkeiten mit den Kolonien kommen, die an beiden Seiten des Delaware River und der Bay lagen. Penn reichte daraufhin beim Königshaus ein Gesuch ein, ihm auch jenes Land auf der Westseite des Delaware River und der Bay zu übereignen, das unterhalb seiner Provinz lag. Dieser Bitte wurde im März 1682 durch James, den Herzog von York (und späteren James II.) entsprochen. Penn erhielt das Land der heutigen Counties New Castle, St. Jones und Deale.
Nach seiner Ankunft in Amerika, am 27. Oktober 1682 in New Castle, erfolgte die Übergabe des zugesprochenen Landes an Penn durch Agenten des Herzogs von York. Bei dieser Gelegenheit leisteten die Kolonisten dieser Ländereien auch einen Treueschwur auf Penn.
1683 wurden die drei "unteren Bezirke" entsprechend Penns berühmten "Frame of Covernment" an Pennsylvania angeschlossen. Gleichzeitig wurde St. Jones in Kent und Deale in Sussex umbenannt.
1704 bekamen die "drei kleineren Bezirke" ein eigenes Parlament, und 1710 einen eigenen Verwaltungsrat.
US-Bundesstaat (seit 1776)
Die Mason-Dixon-Linie, erschaffen durch die Engländer Charles Mason und Jeremiah Dixon zwischen 1763 und 1767, um die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland festzulegen, stellt heute die Grenze zwischen Delaware und Maryland dar. Viele der ehemals 80 Grenzsteine aus Kalkstein sind noch erhalten.
1776, zwei Monate nach Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung, schlossen sich die drei Counties, zum Staat Delaware zusammen und trennten sich vollständig von Pennsylvania. Delaware sagte sich als eine von 13 Kolonien von den britischen Machthabern los und schloss sich der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung an.
Die militärischen Konflikte während der Kolonialzeit hatten gut organisierte und geführte Milizen hervorgebracht und die bereits zu Anfang des Unabhängigkeitskrieges 3.000 Freiwillige zählenden Truppen Delawares beteiligten sich an einer großen Zahl der bekannten Schlachten, wobei nur die Schlacht von Cooch's Bridge, die am 3. September 1777 in der Nähe von Newark stattfand, auf dem Boden von Delaware ausgetragen wurde.
1777 wurde Dover an Stelle von New Castle Hauptstadt von Delaware.
Am 7. Dezember 1792 ratifizierte Delaware, während einer Zeremonie in Dover, als erster der ursprünglich 13 Bundesstaaten die neue Amerikanische Verfassung. Aus diesem Grund nennt sich Delaware heute noch "The First State".
Die älteste schwarze Kirche der USA wurde in Delaware durch den früheren Sklaven Peter Spencer 1813 als "Union Church of Africans" gegründet.
Während des Sezessionskrieges verblieb Delaware als Sklavenhalterstaat in den Vereinigten Staaten (Die Abstimmung Delawares am 3. Januar 1861 erreichte nicht die erforderliche Mehrheit). Acht Monate nach dem Ende des Bürgerkrieges, verweigerte Delaware am 18. Februar 1865 die Zustimmung zum 13. Verfassungsanhang ("Amendment"). Erst am 12. Februar 1901 stimmte Delaware durch Ratifikation dem Verfassungsanhang zu.
Verfassung und Verwaltung
Delawares vierte und derzeit gültige Verfassung wurde 1897 angenommen und sieht legislative, exekutive und judikative Körperschaften vor. Die Legislative besteht aus einem Repräsentantenhaus mit 41 Mitgliedern und einem Senat mit 21 Mitgliedern.
Oberhaupt der Exekutive ist der Gouverneur von Delaware und für die Judikative ist eine Hierarchie von Gerichten mit dem Höchstgericht des Staates an der Spitze vorgesehen.
Delaware besteht aus drei Counties: Kent, New Castle und Sussex.
- Liste der Countys in Delaware
- Liste der Gouverneure von Delaware
Geografie
Die Mehrheit der Fläche Delawares liegt auf der atlantische Küstenplatte. Der Staat grenzt im Norden an Pennsylvania. Die Ostgrenze zu New Jersey bilden der Fluss Delaware sowie der Atlantische Ozean; im Westen und Süden liegt der Staat Maryland. Die größte Stadt ist Wilmington, während die Hauptstadt Dover ist. Einer der größten US-Luftwaffenstützpunkte liegt in der Nähe von Dover.
Bevölkerung
72,5% der Bevölkerung in Delaware sind Weiße (u.a. auch 16.000 Spanier), 19,2% Schwarze und Afro-Amerikaner, 4,8% Hispanics, 2,1% Asiaten, 0,3% Indianer.
Es gibt 298.736 Haushalte mit durchschnittlich 2,54 Haushaltsmitgliedern. Das durchschnittliche Einkommen pro Haushalt belief sich 1999 auf 47.381 USD. 56% aller Bewohner Delawares im Alter über fünf Jahren waren zwischen 1995 und 2000 nicht umgezogen.
82,6% aller Bürger von Delaware im Alter über 25 Jahren haben einen Highschool-Abschluss.
Lenni Lenape (Indianer)
Die Lenni Lenape sind eine Indianer-Minderheit, die auf Deutsch auch Delawaren genannt werden. Sie waren sehr einflussreich während der Entstehungszeit der Vereinigten Staaten.
Größte Städte
- Liste der Städte in Delaware
Wirtschaft
Das Bruttosozialprodukt betrug 1999 34 Milliarden USD (42. Platz unter den US-Staaten). Das Pro-Kopf-Einkommen betrug im Jahr 2002 29.512 USD.
An landwirtschaftlichen Produkten erzeugt Delaware vor allem Geflügel, Sojabohnen, Molkereiprodukte, Mais, Kartoffeln, Pilze, Erbsen, Gerste, Gurken und Weizen.
1) Ranglistenplatz bezogen auf die USA
Es gibt eine Fischindustrie, die vorwiegend auf Krebsen und Muscheln fundiert, eine bedeutende chemische Industrie, sowie Lebensmittel- und Papier verarbeitende Betriebe.
Kanada ist für Delaware der wichtigste Export-Markt.
Delaware ist bekannt als Sitz von ca. 620.000 Briefkastenfirmen, darunter zahlreiche große Konzerne. Delaware gilt als Steueroase: Neben extrem niedrigen Steuern ist es möglich, ähnlich wie in Liechtenstein, anonym Unternehmen zu gründen. Zur Unternehmensgründung ist auch kein Grundkapital erforderlich und es reicht ein Vorstand aus einer Person. Weitere Vorteile für Unternehmen sind, dass Vorstandssitzungen nicht in Delaware stattfinden müssen und dass es keine Publizitätspflicht gibt.
Klima
Delaware hat ganzjährig ein moderates Klima mit durchschnittlichen Temperaturen im Bereich von 0 bis 24 °C und statistisch 208 Sonnentagen.
In Delaware sind die Jahreszeiten klar voneinander abgegrenzt, allerdings wird das Klima vom Atlantik beeinflußt und ist ganzjährig gemäßigt bis feucht.
Im Sommer kann es bis zu 32°C warm werden; eine erfrischende Brise an der Küste bringt dann wohltuende Abkühlung. Im Winter fällt bisweilen Schnee – die Temperaturen können bis auf -5°C absinken.
Weitere Informationen
:Staatsvogel: Blaue Henne
:Staatsblume: Pfirsichblüte
:Staatsbaum: Amerikanische Stechpalme
:Spitznamen: Der erste Staat, Diamond State, Blue Wonder
Söhne und Töchter des Bundesstaates
- Roy Del Ruth, US-amerikanischer Filmregisseur
Weblinks
- [http://delaware.gov/ Der Bundesstaat Delaware]
- [http://www.jungewelt.de/2005/05-11/003.php Konzernmacht im Untergrund]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:デラウェア州
ko:델라웨어 주
US-Bundesstaat
Ein US-Bundesstaat ist einer der (derzeit) 50 Bundesstaaten, die mit dem District of Columbia die Vereinigten Staaten von Amerika bilden.
Auf der Flagge der USA repräsentieren die 50 Sterne die heutigen Staaten, während die 13 Streifen für die Gründerstaaten stehen.
Es gibt eine klare Trennung der Machtbefugnisse zwischen den einzelnen US-Bundesstaaten und dem Bund: Entsprechend der Verfassung der USA besitzt der Bund nur jene gesetzgeberischen Kompetenzen, die ihm durch die Verfassung eindeutig übertragen wurden, der Rest fällt in die Zuständigkeit der Einzelstaaten.
Vier dieser Staaten - Kentucky, Massachusetts, Pennsylvania, und Virginia - tragen die formelle Bezeichnung Commonwealth, ohne dass daraus weitere Rechte oder Pflichten entstünden - im Gegensatz zu den US-Commonwealth Territories Puerto Rico und den Nördlichen Marianen.
Karte der USA mit Namen der US-Bundesstaaten
Geschichte
Mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 von England bestanden die USA zunächst aus 13 Staaten (in Klammer die jeweiligen Unterzeichner der Deklaration):
- New Hampshire, (Josiah Bartlett, William Whipple, Matthew Thornton)
- Massachusetts, (John Hancock, Samuel Adams, John Adams, Robert Treat Paine, Elbridge Gerry)
- Rhode Island, (Stephen Hopkins, William Ellery)
- Connecticut, (Roger Sherman, Samuel Huntington, William Williams, Oliver Wolcott)
- New York, (William Floyd, Philip Livingston, Francis Lewis, Lewis Morris)
- New Jersey, (Richard Stockton, John Witherspoon, Francis Hopkinson, John Hart, Abraham Clark)
- Pennsylvania, (Robert Morris, Benjamin Rush, Benjamin Franklin, John Morton, George Clymer, James Smith, George Taylor, James Wilson, George Ross)
- Delaware, (Caesar Rodney, George Read, Thomas McKean)
- Maryland, (Samuel Chase, William Paca, Thomas Stone, Charles Carroll of Carrollton)
- Virginia, (George Wythe, Richard Henry Lee, Thomas Jefferson, Benjamin Harrison, Thomas Nelson, Jr., Francis Lightfoot Lee, Carter Braxton)
- North Carolina, (William Hooper, Joseph Hewes, John Penn)
- South Carolina, (Edward Rutledge, Thomas Heyward, Jr., Thomas Lynch, Jr., Arthur Middleton)
- Georgia, (Button Gwinnett, Lyman Hall, George Walton)
Die dreizehn Staaten bildeten zunächst nur einen lockeren Staatenbund, zusammengehalten durch die Konföderationsartikel. Ein Bundesstaat entstand erst mit Inkrafttreten der US-Verfassung am 4. März 1789. Mit diesem Jahr sind 12 der Gründungsstaaten in der Tabelle verzeichnet. Rhode Island ratifizierte die Verfassung erst 1790. Mit der Annahme der Verfassung traten die 13 Staaten die vorher unter ihnen aufgeteilten Landgewinne zwischen Appalachen und Mississippi an die Union ab, so dass dort nach und nach neue Staaten gebildet werden konnten.
Schon 1791 wurde aus einem vorher zwischen New York, New Hampshire und Massachusetts strittigen Gebiet der vierzehnte Staat, nämlich Vermont, gebildet. 1792 wurde mit Kentucky der erste Staat westlich der Appalachen gebildet, also jenseits der in Kolonialzeiten gültigen Siedlungsgrenze für Weiße. Von 1796 bis 1819 wurden in den 1783 eroberten Gebieten die Staaten Tennessee, Ohio, Indiana, Mississippi, Illinois und Alabama gebildet. Louisiana wurde schon 1812 rund um die 1803 von Frankreich gekaufte Stadt New Orleans gebildet.
Damit und mit der 1821 erfolgenden Gründung von Missouri, dem ersten Staat, der komplett westlich des Mississippi liegt, verschob sich das Gewicht zugunsten der sklavenhaltenden Staaten. Deshalb wurde 1820 aus der nordöstlichen Landreserve von Massachusetts der Bundesstaat Maine als freier Staat gebildet.
Arkansas und Michigan als sklavenhaltender beziehungsweise freier Staat wurden kurz nacheinander aufgenommen. 1845 wurde das 1819 von Spanien gekaufte Florida Bundesstaat, ebenso Texas, das sich 1836 von Mexiko gelöst hatte (außer den 13 Gründungsstaaten der einzige, der nicht aus einem Territorium gebildet wurde, das vorher bereits den USA gehörte). Als Ausgleich für diese beiden Sklavenstaaten wurden 1846/48 Iowa und Wisconsin aufgenommen.
Der Sieg über Mexiko in dem durch die Annexion Texas' ausgelösten Krieg drohte das Gleichgewicht aus der Waage zu bringen, wenn ganz Mexiko annektiert würde und auf seinem Territorium neue sklavenhaltende Staaten gebildet würden. Daher wurde „nur“ etwa die Hälfte des Landes annektiert.
Nach den Goldfunden 1848 im neu erworbenen Kalifornien wuchs die Bevölkerung so schnell, dass es schon 1850 als erster Staat am Pazifik in die Union aufgenommen wurde. Mit Minnesota und Oregon wurden zwei weitere freie Staaten aufgenommen, Kansas wurde 1861 nach blutigen Kämpfen nur knapp als sklavenhaltender Staat Mitglied, einer der Auslöser für den Bürgerkrieg.
1861 traten elf Südstaaten aus der Union aus, was von Präsident Abraham Lincoln als nicht zulässig betrachtet wurde und zum Bürgerkrieg führte. Die Frage, ob individuelle Staaten ein Recht zur Sezession von der Union der Vereinigten Staaten hätten, wurde bis zum Ausbruch des Sezessionskrieges diskutiert. Der Gewinn des Krieges durch die unionstreuen Nordstaaten führte zur Überzeugung, dass sie dieses Recht nicht besitzen. 1863 wurde (nicht ganz verfassungskonform) aus dem in den Appalachen gelegenen Teil des abtrünnigen Virginia ein neuer Staat gebildet, West Virginia. Im Westen wurde der Mormonenstaat Nevada aufgenommen.
Von 1867 bis 1890 wurde fast der ganze Westen in Staaten organisiert. Colorado wurde 1876, genau 100 Jahre nach Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung, ein eigener Bundesstaat und trägt daher den Spitznamen "Centennial State". Das Indianer-Territorium wurde 1907 als Oklahoma ebenfalls Staat, als letzte der 48 territorial zusammenhängenden Staaten wurden 1912 Arizona und New Mexico in die Union aufgenommen.
1959 wurden das 1867 von Russland gekaufte Alaska sowie das 1898 annektierte Hawaii (erster Staat außerhalb des Kontinents Amerika) als bisher letzte Staaten Mitglieder der Union.
Nicht als Staat organisiert ist der District of Columbia, die Bundeshauptstadt Washington, D.C. Deren Einwohner nehmen nicht an den Wahlen zum Kongress teil, wählen aber den Präsidenten mit. Die nördlichen Marianen und Puerto Rico sind wie oben erwähnt Commonwealth-Territorien. Ihre Einwohner zählen als US-Bürger, sind aber zu den Bundesorganen nicht wahlberechtigt, solange sie nicht in einem der Staaten ihren Wohnsitz nehmen. Die Bevölkerung Puerto Ricos hat sich in Volksabstimmungen mehrfach gegen die Aufnahme in die Union als Staat ausgesprochen.
US-Bundesstaaten in der Reihenfolge ihres Beitritts:
Die Adressierkürzel der amerikanischen Post
(United States Postal Service)
- Staaten: zweibuchstabige Kürzel (siehe die obige Tabelle)
- Bundesdistrikt: DC = District of Columbia
- Inselterritorien: AS = American Samoa, GU = Guam, MP = Northern Mariana Islands, PR = Puerto Rico, VI = U.S. Virgin Islands
- Freie assoziiierte Staaten: FM = Federated States of Micronesia, MH = Marshall Islands, PW = Palau
- Militärregionen: AE = Armed Forces Africa, AA = Armed Forces Americas (except Canada), AE = Armed Forces Canada, AE = Armed Forces Europe, AE = Armed Forces Middle East, AP = Armed Forces Pacific, APO = Army/Air Force Post Office, FPO = Fleet Post Office
- abgeschaffte Kürzel: CZ = Canal Zone, TT = Trust Territory of the Pacific Islands
Siehe auch
- Liste der US-Bundesstaaten, geordnet nach Einwohnerzahl
- Liste der US-Bundesstaaten, geordnet nach Fläche
- US-Bundesstaaten und der Postleitzahlen-Code ZIP Code
Weblinks
- [http://www.nationalatlas.gov/printable/images/pdf/outline/states_capitals.pdf Hochaufgelöste Karte der US-Bundesstaaten und der jeweiligen Hauptstädte. Quelle: nationalatlas.gov (PDF 1,1 MB)]
- [http://www.nationalatlas.gov/printable/images/pdf/territory/pagetacq3.pdf Hochaufgelöste Karte der historischen Entwicklung der USA. Quelle: nationalatlas.gov (PDF 1,9 MB)]
Bundesstaat
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ja:アメリカ合衆国の地方行政区画
simple:List of U.S. states
th:มลรัฐของสหรัฐอเมริกา
New York (Bundesstaat)
New York ist ein Bundesstaat im Nordosten der USA. Er grenzt an den Eriesee, den Ontariosee, Kanada, Vermont, Massachusetts, Connecticut, New Jersey, Pennsylvania und den Atlantischen Ozean. Die drei Inseln Long Island, Manhattan und Staten Island bilden einen wichtigen Teil New Yorks. Im Osten New Yorks fließt der Hudson River.
New York hat eine Fläche von 141.080 Quadratkilometern und ist mit 18,98 Millionen Einwohnern (Stand: 2000) nach Kalifornien und Texas der drittbevölkerungsreichste Bundesstaat der USA.
Die Hauptstadt New Yorks ist Albany und die größte Stadt ist New York City. Andere größere Städte sind Binghamton, Buffalo, Rochester und Syracuse.
Größte Städte
Geschichte
1621 wird New York als niederländische Kolonie Nieuw Nederland gegründet. Im Jahre 1664 kommt es zur Inbesitznahme durch die englische Krone. Nieuw Nederland wird in New Jersey und New York geteilt. New York wurde nach dem Herzog von York, dem späteren König Jakob II., der die Kolonie als Geschenk von seinem Bruder, König Karl II. bekam, benannt. Die Niederländer treten Nieuw Nederland 1667 im Frieden von Breda endgültig an England ab; 1685 wird es eine Kronkolonie. Drei Jahre später, im Jahre 1688, wird New York Teil des Dominion of New England. Im Jahr 1788 tritt New York schließlich als elfter Staat der amerikanischen Union bei.
- Liste der Gouverneure von New York
- Liste der Countys in New York
- Liste der Städte in New York
Weblinks
-
- [http://www.state.ny.us/ Webseite des Staates New York]
- [http://www.nylovesu.de/ Offizielle deutschsprachige New York State Tourismus-Webseite]
Kategorie:US-Bundesstaat
!
ja:ニューヨーク州
th:มลรัฐนิวยอร์ก
Delaware River
Der Delaware ist mit 595 Kilometer Länge einer der größeren Flüsse im Osten der Vereinigten Staaten.
Er entspringt in den Catskill Mountains im Staat New York, bildet dann die Grenze zwischen New Jersey und Pennsylvania, wobei er an der Stadt Philadelphia vorbeifließt und mündet schließlich in der Delaware Bay, die zwischen dem Bundesstaat Delaware und New Jersey liegt, in den Atlantik.
Kategorie:Fluss in den USA
Delaware
Delaware ist ein Bundesstaat an der Ostküste der USA. Delaware wird der "Erste Staat" genannt, denn hier ratifizierte die erste der 13 Kolonien die Amerikanische Verfassung. Das Datum der Ratifizierung ist der 7. Dezember 1787.
Geschichte
1787
Holländischer Handelsposten / Neuschweden (1609-1664)
Bereits die Spanier und Portugiesen gelangten im sechzehnten Jahrhundert an die Küsten des heutigen Delaware. Aber auch spätere Entdecker erreichten - wie zum Beispiel 1609 Henry Hudson, der bis zum Delaware River fuhr - die Küsten ohne dort nachweislich anzulanden.
Die ersten europäischen Siedler kamen in Form einer Handelsgesellschaft unter Führung des Kapitäns David Pietersen de Vries jedoch erst 1631 und errichteten einen niederländischen Handelsposten als "Zwaanendael" (oder "Swaanendael", das heutige Lewes). 1632 kehrte Kapitän de Vries zurück und musste feststellen, dass in der Zwischenzeit alle Siedler von Indianern getötet und die Siedlung niedergebrannt worden war.
Im März 1638 erreichte eine schwedische Expedition, bestehend aus den Schiffen Kalmar Nyckel (Schlüssel von Kalmar) und Vogel Grip (Vogel Greif), unter Führung des Kapitäns Peter Minuit die Küste des heutigen Delaware. Die Siedler, die um den 29. März landeten, errichteten das Fort Christiana (benannt nach der damaligen schwedischen Königin). Fort Christiana, das heutige Wilmington, wurde nicht nur die erste dauerhafte Siedlung Delawares sondern ganz Nordamerikas.
Der wichtigste schwedische Gouverneur war vermutlich Oberst Johan Printz, der die Kolonie von 1643 bis 1653 regierte. Sein Nachfolger eroberte kurz nach seiner Ankunft im Jahre 1654 den niederländischen Handelsstützpunkt Fort Casimir, der 1651 an der Stelle der heutigen Stadt New Castle errichtet worden war.
Als die schwedische Kolonie für die Holländer zum Handelskonkurrenten wurde, entschied Petrus Stuyvesant (damaliger Gouverneur der Kolonie Nieuw Nederland) die Schweden zu vertreiben und die Kolonie Neu-Amstel zu errichten. 1655 erreichte er mit seiner Flotte die Küste. Er bezwang die schwedischen Kräfte und unterstellte das ganze Gebiet seiner Befehlsgewalt.
Die Schweden bauten das zerstörte Fort Casimir wieder auf. Das Fort wurde schnell zu einer zentralen Siedlung und konnte schon bald nicht mehr alle Menschen aufnehmen. Daraufhin wurde die Stadt Neu-Amstel, das heutige New Castle, errichtet.
Englische Kolonie (1664-1776)
1664 eroberten die Engländer die Kolonie und fügten sie ihrer eigenen Kolonie New York hinzu.
Der Name "Delaware" entstammt dem Titel des zweiten Gouverneurs der Kolonie von Virginia, Sir Thomas West, Lord De La Warr und dem nach ihm benannten Fluss Delaware River.
1681 vergab König Charles II. die Provinz Pennsylvania an William Penn. Die dort bald darauf eintreffenden Agenten Penns berichteten diesem, dass die Provinz keinen Zugang zur Küste mehr hätte, würde es zu Feindlichkeiten mit den Kolonien kommen, die an beiden Seiten des Delaware River und der Bay lagen. Penn reichte daraufhin beim Königshaus ein Gesuch ein, ihm auch jenes Land auf der Westseite des Delaware River und der Bay zu übereignen, das unterhalb seiner Provinz lag. Dieser Bitte wurde im März 1682 durch James, den Herzog von York (und späteren James II.) entsprochen. Penn erhielt das Land der heutigen Counties New Castle, St. Jones und Deale.
Nach seiner Ankunft in Amerika, am 27. Oktober 1682 in New Castle, erfolgte die Übergabe des zugesprochenen Landes an Penn durch Agenten des Herzogs von York. Bei dieser Gelegenheit leisteten die Kolonisten dieser Ländereien auch einen Treueschwur auf Penn.
1683 wurden die drei "unteren Bezirke" entsprechend Penns berühmten "Frame of Covernment" an Pennsylvania angeschlossen. Gleichzeitig wurde St. Jones in Kent und Deale in Sussex umbenannt.
1704 bekamen die "drei kleineren Bezirke" ein eigenes Parlament, und 1710 einen eigenen Verwaltungsrat.
US-Bundesstaat (seit 1776)
Die Mason-Dixon-Linie, erschaffen durch die Engländer Charles Mason und Jeremiah Dixon zwischen 1763 und 1767, um die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland festzulegen, stellt heute die Grenze zwischen Delaware und Maryland dar. Viele der ehemals 80 Grenzsteine aus Kalkstein sind noch erhalten.
1776, zwei Monate nach Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung, schlossen sich die drei Counties, zum Staat Delaware zusammen und trennten sich vollständig von Pennsylvania. Delaware sagte sich als eine von 13 Kolonien von den britischen Machthabern los und schloss sich der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung an.
Die militärischen Konflikte während der Kolonialzeit hatten gut organisierte und geführte Milizen hervorgebracht und die bereits zu Anfang des Unabhängigkeitskrieges 3.000 Freiwillige zählenden Truppen Delawares beteiligten sich an einer großen Zahl der bekannten Schlachten, wobei nur die Schlacht von Cooch's Bridge, die am 3. September 1777 in der Nähe von Newark stattfand, auf dem Boden von Delaware ausgetragen wurde.
1777 wurde Dover an Stelle von New Castle Hauptstadt von Delaware.
Am 7. Dezember 1792 ratifizierte Delaware, während einer Zeremonie in Dover, als erster der ursprünglich 13 Bundesstaaten die neue Amerikanische Verfassung. Aus diesem Grund nennt sich Delaware heute noch "The First State".
Die älteste schwarze Kirche der USA wurde in Delaware durch den früheren Sklaven Peter Spencer 1813 als "Union Church of Africans" gegründet.
Während des Sezessionskrieges verblieb Delaware als Sklavenhalterstaat in den Vereinigten Staaten (Die Abstimmung Delawares am 3. Januar 1861 erreichte nicht die erforderliche Mehrheit). Acht Monate nach dem Ende des Bürgerkrieges, verweigerte Delaware am 18. Februar 1865 die Zustimmung zum 13. Verfassungsanhang ("Amendment"). Erst am 12. Februar 1901 stimmte Delaware durch Ratifikation dem Verfassungsanhang zu.
Verfassung und Verwaltung
Delawares vierte und derzeit gültige Verfassung wurde 1897 angenommen und sieht legislative, exekutive und judikative Körperschaften vor. Die Legislative besteht aus einem Repräsentantenhaus mit 41 Mitgliedern und einem Senat mit 21 Mitgliedern.
Oberhaupt der Exekutive ist der Gouverneur von Delaware und für die Judikative ist eine Hierarchie von Gerichten mit dem Höchstgericht des Staates an der Spitze vorgesehen.
Delaware besteht aus drei Counties: Kent, New Castle und Sussex.
- Liste der Countys in Delaware
- Liste der Gouverneure von Delaware
Geografie
Die Mehrheit der Fläche Delawares liegt auf der atlantische Küstenplatte. Der Staat grenzt im Norden an Pennsylvania. Die Ostgrenze zu New Jersey bilden der Fluss Delaware sowie der Atlantische Ozean; im Westen und Süden liegt der Staat Maryland. Die größte Stadt ist Wilmington, während die Hauptstadt Dover ist. Einer der größten US-Luftwaffenstützpunkte liegt in der Nähe von Dover.
Bevölkerung
72,5% der Bevölkerung in Delaware sind Weiße (u.a. auch 16.000 Spanier), 19,2% Schwarze und Afro-Amerikaner, 4,8% Hispanics, 2,1% Asiaten, 0,3% Indianer.
Es gibt 298.736 Haushalte mit durchschnittlich 2,54 Haushaltsmitgliedern. Das durchschnittliche Einkommen pro Haushalt belief sich 1999 auf 47.381 USD. 56% aller Bewohner Delawares im Alter über fünf Jahren waren zwischen 1995 und 2000 nicht umgezogen.
82,6% aller Bürger von Delaware im Alter über 25 Jahren haben einen Highschool-Abschluss.
Lenni Lenape (Indianer)
Die Lenni Lenape sind eine Indianer-Minderheit, die auf Deutsch auch Delawaren genannt werden. Sie waren sehr einflussreich während der Entstehungszeit der Vereinigten Staaten.
Größte Städte
- Liste der Städte in Delaware
Wirtschaft
Das Bruttosozialprodukt betrug 1999 34 Milliarden USD (42. Platz unter den US-Staaten). Das Pro-Kopf-Einkommen betrug im Jahr 2002 29.512 USD.
An landwirtschaftlichen Produkten erzeugt Delaware vor allem Geflügel, Sojabohnen, Molkereiprodukte, Mais, Kartoffeln, Pilze, Erbsen, Gerste, Gurken und Weizen.
1) Ranglistenplatz bezogen auf die USA
Es gibt eine Fischindustrie, die vorwiegend auf Krebsen und Muscheln fundiert, eine bedeutende chemische Industrie, sowie Lebensmittel- und Papier verarbeitende Betriebe.
Kanada ist für Delaware der wichtigste Export-Markt.
Delaware ist bekannt als Sitz von ca. 620.000 Briefkastenfirmen, darunter zahlreiche große Konzerne. Delaware gilt als Steueroase: Neben extrem niedrigen Steuern ist es möglich, ähnlich wie in Liechtenstein, anonym Unternehmen zu gründen. Zur Unternehmensgründung ist auch kein Grundkapital erforderlich und es reicht ein Vorstand aus einer Person. Weitere Vorteile für Unternehmen sind, dass Vorstandssitzungen nicht in Delaware stattfinden müssen und dass es keine Publizitätspflicht gibt.
Klima
Delaware hat ganzjährig ein moderates Klima mit durchschnittlichen Temperaturen im Bereich von 0 bis 24 °C und statistisch 208 Sonnentagen.
In Delaware sind die Jahreszeiten klar voneinander abgegrenzt, allerdings wird das Klima vom Atlantik beeinflußt und ist ganzjährig gemäßigt bis feucht.
Im Sommer kann es bis zu 32°C warm werden; eine erfrischende Brise an der Küste bringt dann wohltuende Abkühlung. Im Winter fällt bisweilen Schnee – die Temperaturen können bis auf -5°C absinken.
Weitere Informationen
:Staatsvogel: Blaue Henne
:Staatsblume: Pfirsichblüte
:Staatsbaum: Amerikanische Stechpalme
:Spitznamen: Der erste Staat, Diamond State, Blue Wonder
Söhne und Töchter des Bundesstaates
- Roy Del Ruth, US-amerikanischer Filmregisseur
Weblinks
- [http://delaware.gov/ Der Bundesstaat Delaware]
- [http://www.jungewelt.de/2005/05-11/003.php Konzernmacht im Untergrund]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:デラウェア州
ko:델라웨어 주
Hudson River
Der Hudson River ist ein 493 km langer Fluss im Osten der USA (Nordamerika).
Flusslauf
Der Hudson entspringt im US-Bundesstaat New York in den Adirondacks. Von dort fließt er überwiegend in südlicher Richtung durch diesen Staat und nimmt bei Albany das Wasser des Mohawk River auf. Nur im Unterlauf bildet er teilweise die Grenze zum Nachbarstaat New Jersey und erreicht unter anderen New York City. Den Atlantik erreicht er zwischen der Insel Manhattan und New Jersey.
Der Hudson entwässert zusammen mit seinen Nebenflüssen, insbesondere mit dem Mohawk River, ein großes Gebiet im Osten der USA. Der Fluss ist flussaufwärts bis Albany schiffbar. Der im 19. Jahrhundert gebaute Eriekanal verbindet den Hudson mit dem Eriesee. Er ist über ein Kanalsystem mit dem Champlainsee verbunden.
Wegen der atemberaubenden Schönheit des Hudsontals wurde dem Hudson River die Bezeichnung Der Rhein Amerikas verliehen.
Geschichte
Der Hudson River wurde 1524 von dem Italiener Giovanni da Verrazano entdeckt und nach Henry Hudson benannt, einem englischen Seefahrer, der ihn 1609 erkundet hat.
Weblinks
- [http://www.travelhudsonvalley.org/ Hudson Valley Tourism]
- [http://www.hudsonrivervalley.com/ Hudson River Valley National Heritage Area]
Kategorie:Fluss in den USA
Kategorie:New York State
Kategorie:New York City
ja:ハドソン川
New York (Bundesstaat)
New York ist ein Bundesstaat im Nordosten der USA. Er grenzt an den Eriesee, den Ontariosee, Kanada, Vermont, Massachusetts, Connecticut, New Jersey, Pennsylvania und den Atlantischen Ozean. Die drei Inseln Long Island, Manhattan und Staten Island bilden einen wichtigen Teil New Yorks. Im Osten New Yorks fließt der Hudson River.
New York hat eine Fläche von 141.080 Quadratkilometern und ist mit 18,98 Millionen Einwohnern (Stand: 2000) nach Kalifornien und Texas der drittbevölkerungsreichste Bundesstaat der USA.
Die Hauptstadt New Yorks ist Albany und die größte Stadt ist New York City. Andere größere Städte sind Binghamton, Buffalo, Rochester und Syracuse.
Größte Städte
Geschichte
1621 wird New York als niederländische Kolonie Nieuw Nederland gegründet. Im Jahre 1664 kommt es zur Inbesitznahme durch die englische Krone. Nieuw Nederland wird in New Jersey und New York geteilt. New York wurde nach dem Herzog von York, dem späteren König Jakob II., der die Kolonie als Geschenk von seinem Bruder, König Karl II. bekam, benannt. Die Niederländer treten Nieuw Nederland 1667 im Frieden von Breda endgültig an England ab; 1685 wird es eine Kronkolonie. Drei Jahre später, im Jahre 1688, wird New York Teil des Dominion of New England. Im Jahr 1788 tritt New York schließlich als elfter Staat der amerikanischen Union bei.
- Liste der Gouverneure von New York
- Liste der Countys in New York
- Liste der Städte in New York
Weblinks
-
- [http://www.state.ny.us/ Webseite des Staates New York]
- [http://www.nylovesu.de/ Offizielle deutschsprachige New York State Tourismus-Webseite]
Kategorie:US-Bundesstaat
!
ja:ニューヨーク州
th:มลรัฐนิวยอร์ก
New York City
New York [] ist eine Stadt im US-Bundesstaat New York in den USA. Sie ist mit 8.108.040 Einwohnern auf 800,31 Quadratkilometern die größte Stadt des Landes. In der Agglomeration leben 22.313.756 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Um sie vom Staat New York zu unterscheiden, wird sie New York City genannt. Der Spitzname der Stadt ist Big Apple (Großer Apfel).
New York besteht aus den Stadtteilen (boroughs) Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island. Die Metropolregion New York ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsräume der Erde. Die Stadt besitzt viele architektonische Sehenswürdigkeiten, 500 Galerien, etwa 150 Museen, mehr als 100 Theater, sowie über 17.000 Restaurants.
Geografie
Geografische Lage
New York liegt an der Ostküste der USA in der New York Bay an der Mündung des Hudson River und East River durchschnittlich sechs Meter über dem Meeresspiegel, in direkter Nachbarschaft zu Jersey City. Die geografischen Koordinaten sind 40,46 Grad nördlicher Breite und 73,54 Grad westlicher Länge.
Das Stadtzentrum befindet sich auf der Insel Manhattan, die als spitze Felszunge zwischen Hudson und East River liegt. Von den Flussufern greift die Bebauung der Stadt mit einer Fülle von Vorstädten auf andere Großstädte über und reicht weit ins Land hinein. Sie schließt die Gemeinden Bronx, Brooklyn, Queens, Staten Island (ursprünglich: Richmond) und Manhattan zur Stadt New York zusammen. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 800,31 Quadratkilometer, die New York Metropolitan Area eine Ausdehnung von 27.084 Quadratkilometer.
Geologie
Das Gebiet um die Stadt New York ist Teil der Kontinentalplatte. Weiter ins Land hinein verwandelt sich die Landschaft allmählich in sanfte Hügel. Auf Long Island und entlang der Küste von New Jersey nach Süden befinden sich Sandstrände.
Die Küstenebene, in der New York liegt, reicht als Vorland der südlichen Appalachen bis Jacksonville. Sie besteht aus Sanden und Tonen, die hauptsächlich von Moränen und fluviatilen Ablagerungen stammen. Langgezogene Nehrungen und Haken sind den seichten, reichgegliederten Ästuaren (Delaware Bay) und den Flussmündungen vorgelagert; im Hinterland folgt ein breiter Gezeitenmarschgürtel. Etwa in der geografischen Breite von New York, in Long Island, taucht die Küstenebene unter den Meeresspiegel.
Stadtgliederung
Siehe auch: Administrative Gliederung von New York City
Das Stadtgebiet ist in fünf Gemeinden (boroughs) geteilt, von denen jede einem Kreis (County) des Staates New York entspricht. Jedes Borough untersteht einem Borough President.
Manhattan (New York County) hat 1.564.798 Einwohner (Stand 1. Juli 2003) und eine Landfläche von 59,5 Quadratkilometern. Die Gemeinde besteht hauptsächlich aus der Insel Manhattan Island, die vom Hudson River im Westen, vom East River im Osten und vom Harlem River im Nordosten umflossen wird sowie aus weiteren kleineren Inseln, darunter Roosevelt Island, Belmont Island, Governors Island und einem kleinen Stück vom Festland, Marble Hill. Marble Hill war bis zum Bau des Harlem River Ship Canal im 19. Jahrhundert noch Teil von Manhattan Island.
Brooklyn (Kings County) hat 2.472.523 Einwohner und ist damit die bevölkerungsreichste Gemeinde New Yorks. Sie liegt im Südosten der Stadt, am westlichen Ende Long Islands und hat eine Ausdehnung von 182,9 Quadratkilometern. Die Stadt Brooklyn wurde nach der niederländischen Stadt Breukelen benannt und 1898 nach New York City eingemeindet.
1898
Queens (Queens County) hat 2.225.486 Einwohner und ist mit einer Fläche von 282,9 Quadratkilometern der Größte der fünf Stadtteile von New York. Er liegt im Westen der Insel Long Island. Queens wurde am 1. November 1683 gegründet, als die Kolonie New York in Counties eingeteilt wurde. 1898 wurde der Stadtteil nach New York eingemeindet. Dort liegen auch zwei der größten Flughäfen New Yorks, der John F. Kennedy International Airport und der LaGuardia Airport.
Die Bronx (Bronx County) hat 1.363.198 Einwohner und eine Ausdehnung von 108,9 Quadratkilometern. Die früher eigenständige Stadt ist seit dem 1. Januar 1874 die nördlichste der fünf Gemeinden von New York. Sie wurde nach Jonas Broncks, einem Auswanderer aus Schweden und erstem Siedler in diesem Gebiet, benannt. Darauf geht auch die Tatsache zurück, dass bei diesem Stadtteil von New York City immer der Artikel voransteht, also "The Bronx". Zur damaligen Zeit wurde nämlich, um einen Besuch auf der Farm von Jonas Broncks anzukündigen, gesagt: "We are going to the Broncks". Heute wird der Name zwar anders geschrieben, aber das Voranstellen des Artikels wurde beibehalten. Außerdem ist die Bronx der einzige Stadtteil New Yorks, der auf dem Festland liegt.
Staten Island (Richmond County) hat 459.737 Einwohner und eine Landfläche von 151,5 Quadratkilometern. Sie liegt südwestlich der Insel Manhattan und westlich des auf Long Island gelegenen Stadtteils Brooklyn. Mit Brooklyn ist die Insel über die mautpflichtige Verrazano-Narrows-Brücke verbunden. Im Westen und Norden wird die Insel durch den schmalen Arthur Kill und den Kill van Kull vom Bundesstaat New Jersey getrennt. Nach New Jersey führen die Goethals Bridge, die Bayonne Bridge und die Outerbridge Crossing. Der höchste Punkt der Insel, der Todt Hill, ist auch zugleich der höchste Punkt der Stadt New York.
Klima
New Jersey
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Das Wetter von New York wird überwiegend von den kontinentalen Landmassen im Westen beeinflusst. Die Sommer sind im allgemeinen sehr heiß und die Winter sehr kalt.
Die Temperatur steigt im Juli und August oft über 30 Grad Celsius und kann im Januar unter -20 Grad Celsius fallen. Gelegentlich bringt Meeresluft (the Northeasters - der Nordostwind) Feuchtigkeit vom Atlantischen Ozean sowie starke Winde und heftige Regen- oder Schneefälle.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 12,5 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 1.071 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 24,7 Grad Celsius und der kälteste der Januar mit -0,4 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juli mit 104 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Januar mit 81 Millimeter im Mittel.
Geschichte
17. Jahrhundert
Atlantischen Ozean
Erste Entdeckungsreisen in das Gebiet des heutigen New York fanden schon 1524 durch Giovanni da Verrazano und 1609 durch Henry Hudson statt. Ab 1610 begannen niederländische Kaufleute einen lukrativen Fellhandel mit den dort lebenden Indianern. Am 27. März 1614 erhielt die neugegründete Compagnie van Nieuwnederlant (Neuniederland-Kompanie) von den Generalstaaten ein Monopol für den Handel in dem Gebiet.
Im Oktober 1618, zehn Monate nach Ablauf des Handelsmonopols, bewarb sich die Kompanie um eine neue Charter. Zu diesem Zeitpunkt wurde von den Generalstaaten aber bereits die Gründung einer neuen Kompanie, der Niederländischen Westindien-Kompanie (WIC) erwogen. Am 3. Juni 1621 erhielt die WIC von der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande einen Freibrief für den alleinigen Handel in Amerika. Die Kolonisation begann 1624, als sich 30 niederländische Familien auf der Insel Manhattan und in der Gegend des Delaware ansiedelten.
1626 kaufte Peter Minuit den Eingeborenen, wahrscheinlich ein Zweig der Lenni-Lenape-Indianer, die die Insel „Manna-hatta“ nannten, das Eiland für 60 Gulden ab. Die neugegründete Siedlung erhielt den Namen Nieuw Amsterdam und wurde zur Hauptstadt der Kolonie Nieuw Nederland. In der Siedlung herrschten bald chaotische Verhältnisse. Unter der Herrschaft von korrupten Gouverneuren nahm die Kriminalität enorm zu.
1647 entschloss sich die Niederländische Westindien-Kompanie wieder für Ordnung zu sorgen. Diese Aufgabe sollte Petrus Stuyvesant übernehmen. Während seiner 17-jährigen Amtszeit als Gouverneur wurden das erste Krankenhaus, das erste Gefängnis und die erste Schule gebaut. Als Schutz vor Überfällen ließ er 1652 im Süden der Stadt quer über die Insel einen Wall aufschütten, der später der dort verlaufenden Straße ihren Namen gab, der Wall Street. Am 2. Februar 1653 erhielt Nieuw Amsterdam die Stadtrechte.
In einem Krieg zwischen England und den Niederlanden wurde Nieuw Nederland durch die Engländer geplündert, worauf der Gouverneur Petrus Stuyvesant die Stadt am 24. September 1664 abtrat. Nachdem die Kolonie dem Herzog von York, dem späteren König Jakob II., einem Bruder des Englischen Königs Karl II., zugesprochen worden war, wurde die Stadt zu Ehren des Herzogs in New York umbenannt. 1667 gaben die Niederländer alle Ansprüche auf die Kolonie im Frieden von Breda auf, in dem ihnen dafür die Rechte an Suriname zugesichert wurden. Im folgenden Dritten Englisch-Niederländischen Krieg nahmen die Niederländer 1673 die Kolonie kurzzeitig wieder ein, bevor sie das Land endgültig durch die Unterzeichnung des Vertrags von Westminster am 19. Februar 1674 abgeben mussten.
18. Jahrhundert
1674
Im 18. Jahrhundert war New York aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung beteiligt. 1776 war sie für kurze Zeit das Hauptquartier George Washingtons, wurde dann aber von den Briten besetzt. Letztere verließen die Stadt erst 1783, nachdem die amerikanische Unabhängigkeit auch von europäischen Staaten einschließlich Großbritannien anerkannt wurde. Im gleichen Jahr zerstörte ein Feuer große Teile New Yorks. 1785 verwüstete eine weitere Brandkatastrophe weitere Bereiche der Stadt.
Von 1788 bis 1790 war New York Hauptstadt der USA. George Washington wurde hier 1789 als erster Präsident vereidigt. In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach dem Krieg gründeten Wertpapierhändler am 17. Mai 1792 die New York Stock Exchange. 1797 wurde Albany anstelle von New York zur Hauptstadt des Bundesstaates New York bestimmt und ist es bis heute geblieben.
19. Jahrhundert
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt schneller als je zuvor. 1811 beschlossen die Stadtplaner, die ganze Insel Manhattan, von der nur die Südspitze bebaut war, mit einem rasterförmigen Straßennetz zu überziehen. Die einzige Ausnahme war und ist bis heute der Broadway.
Ein Wendepunkt in der Geschichte der Stadt war die Fertigstellung des Eriekanals 1825. Durch ihn wurde eine Verbindung zwischen New York, den Großen Seen und damit dem Mittleren Westen geschaffen. Über Nacht wurde die Stadt zum größten Warenumschlagsplatz an der amerikanischen Ostküste.
Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Planungen für einen großen Stadtpark, den so genannten Central Park. Die Bauarbeiten dafür begannen 1858 und waren 1866 größtenteils abgeschlossen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Strom der Einwanderer stetig zu. Iren, Italiener, Deutsche, alle kamen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, doch die meisten verbrachten viele Jahre in Elendsquartieren (Slums) wie Five Points und der Bowery. Konflikte entluden sich teilweise gewaltsam wie in den Draft Riots, die die Stadt in das größte Chaos ihrer Geschichte stürzten. Durch das starke Wachstum musste die Verwaltung geändert werden.
1898 schlossen sich die fünf Stadtbezirke five boroughs - Manhattan, Brooklyn, Richmond (Staten Island), Queens und die Bronx - zu Greater New York zusammen. Die Bronx gehörte teilweise schon ab 1874 zum Stadtgebiet von New York. Brooklyn war vor dem Zusammenschluss bereits eine der größten Städte des Landes. Bis heute haben sich die einzelnen Stadtteile sowohl in der Verwaltung als auch im Selbstverständnis ihrer Bewohner eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt. So ist beispielsweise Little Italy die Bezeichnung für einen Stadtteil, der in erster Linie von italienisch-stämmigen Amerikanern bewohnt wird.
20. Jahrhundert
1874
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der Industrie und des Handels. In den "wilden Zwanzigern" geriet New York in einen Börsenrausch, der am 24. Oktober 1929, dem Schwarzen Donnerstag, ein jähes Ende fand. Die Wirtschaftskrise traf New York hart und die unfähige, korrupte Stadtregierung von Bürgermeister Jimmy Walker war total überfordert und die Stadt überschuldet.
Die Arbeitslosenquote stieg auf über 25 Prozent. Die Menschen verloren ihre Arbeit und ihre Wohnungen. Die Wende kam durch die von Bürgermeister Fiorello LaGuardia nach seiner Wahl 1933 aufgelegten Hilfs- und Bauprogramme. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden auch die ersten Wolkenkratzer, zum Beispiel das Woolworth Building und vor allem später Empire State Building oder das Chrysler Building, die zum Sinnbild der Stadt wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es nach einer kurzen Phase des Optimismus schnell bergab. Die Mittelschicht zog in die Vororte und die Industrie wanderte ab. Wie viele andere US-Städte litt auch New York in den 1960er Jahren unter Rassenunruhen. In den 1970er Jahren nahm die Kriminalität überhand und 1975 musste die Stadt ihren Bankrott erklären. Edward I. Koch sanierte während seiner Amtszeit als Bürgermeister von New York (1978-1989) das städtische Budget. Im Wirtschaftsaufschwung der 1980er Jahre nahm die Wall Street wieder eine führende Rolle in der Finanzwelt ein. In den 1990er Jahren erzielte der populäre New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani mit der sogenannten Nulltoleranzstrategie einigen Erfolg, die Kriminalitätsrate fiel drastisch, auch unter Beteiligung der zivilen Schutzorganisation Guardian Angels,und es wurde wieder chic, in der Stadt zu leben.
21. Jahrhundert
Guardian Angels
Im Spätsommer 2001 erlebte New York seinen schwärzesten Tag, als das World Trade Center bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 zerstört wurde. An Stelle des World Trade Centers wird der Freedom Tower - nach Vorlagen des amerikanisch-polnischen Architekten Daniel Libeskind - gebaut.
Der Stromausfall im Jahre 2003 legte große Teile des Amerikanischen Nordens inklusive New Yorks lahm. Der Parteitag der Republikaner fand 2004 ebenfalls in New York im Madison Square Garden statt.
Einwohnerentwicklung
Madison Square Garden
New York ist mit 8,1 Millionen Menschen eine der größten Städte der Welt. Die Einwohnerzahl hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts verdoppelt. Seit 1825 war die Stadt durch die Lage am Atlantischen Ozean und den Wasserweg des Hudson Rivers ins Inland der Anlaufpunkt für Einwanderer aus der ganzen Welt. Die weitere Entwicklung machte New York zur größten Industriestadt und zur Finanzmetropole.
Die bedeutendsten Institutionen sind hierbei die New York Stock Exchange (größte Börse der Welt) und zahlreiche Banken, auch aus dem Ausland, durch die sehr viele Arbeitsplätze (überwiegend für Spezialisten) entstanden sind. Andere Arbeitsplätze, vor allem Dienste in Kleinbetrieben, werden meist von Geringverdienern ausgefüllt.
Die Bevölkerung der Stadt teilt sich in verschiedene Schichten auf. Die Oberschicht lebt überwiegend etwas außerhalb der Stadt beziehungsweise in dem teuren Stadtteil Manhattan. Sozial schwache Menschen dagegen wohnen in verfallenden Häusern, die von den Eigentümern nicht mehr renoviert werden (Slums). Ein weiteres Kennzeichen von New York ist die Aufteilung in unterschiedliche Viertel(Ghettos), in denen Menschen mit verschiedenen Herkunftsländern oder Religionen voneinander getrennt sind (China Town, Little Italy, Harlem und andere).
In der Stadt New York leben 8.108.040 Einwohner auf einer Fläche von 800,31 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte beträgt 10.131 Einwohner pro Quadratkilometer. In der gesamten Agglomeration leben 22.313.756 Menschen auf einer Fläche von 27.084 Quadrakilometern, das ist etwas kleiner als die Bodenfläche des Bundeslandes Brandenburg. Die Bevölkerungsdichte der Metropolregion New York beträgt 824 Einwohner pro Quadratkilometer. Im dichtbesiedelten Nordrhein-Westfalen sind es zum Vergleich 530.
Nach Hautfarbe aufgeteilt ergibt sich folgendes Bild (Volkszählung 2000): Weiße (44,66%), Schwarze oder Afro-Amerikaner (26,59%), Asiaten (9,83%), Indianer (0,52%), Pazifische Insulaner (0,07%), Menschen anderer Hautfarbe (13,42%) und Mischlinge (4,92%). 26,98 Prozent der Bevölkerung sind Lateinamerikaner (Hispanics oder Latinos ). 35,9 Prozent der Einwohner sind in den USA geboren, 18,9 Prozent in Lateinamerika, 8,6 Prozent in Asien und 7,0 Prozent in Europa. Die größten ethnischen Gruppen in der Stadt sind: Afro-Amerikaner (11,5%), Puertoricaner (9,8%), Italianer (8,7%), Iren (5,3%), Menschen aus der Dominikanischen Republik (5,1%) und Chinesen (4,5%). New York ist auch die Stadt mit der größten jüdischen Gemeinde in den USA. Schätzungsweise 972.000 Menschen jüdischen Glaubens leben in der Stadt.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1775 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
Latino
Politik
Latino
Latino
Seit 1. Januar 2002 ist Michael Bloomberg der 108. Bürgermeister von New York. Er ist bekannt als Gründer des Informationsdienstleistungs-, Nachrichten- und Medienunternehmens Bloomberg L.P. mit Hauptsitz in New York. Im Jahre 2001 gewann er die Bürgermeisterwahl und trat die Nachfolge von Rudolph Giuliani an. Um nicht in den Vorwahlen antreten zu müssen wechselte der Demokrat Bloomberg vor der Wahl die Partei und trat den Republikanern bei. 2005 wurde er mit 58,5 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Sein Herausforderer Fernando Ferrer von der Demokratischen Partei erhielt 38,7 Prozent. Bloombergs Amtszeit endet am 31. Dezember 2009.
Rudolph Giuliani war der 107. Bürgermeister von New York vom 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 2001 und bewährte sich durch umsichtiges Handeln nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in seiner Stadt. Im Wettbewerb um die Nachfolge des scheidenden Stadtoberhaupts Ed Koch unterlag Giuliani 1989 als Kandidat der Republikanischen Partei und der Liberalen Partei dem Demokraten David Dinkins, der als erster Schwarzer New Yorker Bürgermeister wurde.
Vier Jahre später kandidierte Giuliani erfolgreich gegen Amtsinhaber Dinkins in einer Wahl, die die Stadt nach ihren rassischen Gruppierungen teilte. Giuliani profitierte dabei auch von der Unterstützung des US-Präsidenten Bill Clinton zu Gunsten des Demokraten Dinkins. 1997 wurde Giuliani von den Wählern mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. In seiner ersten Wahlperiode (1994-1997) ging Guiliani das Problem der Kriminalität durch eine strikte „Law and Order“-Politik an. Er führte eine offensive und erfolgreiche Polizeiüberwachung ein, die zu einer Abnahme der Fallzahlen in fast allen Verbrechenskategorien führte. Giuliani setzte in New York die sogenannte Nulltoleranzstrategie um.
Durch die wirkungsvolle Politik wandelte sich das Bild New Yorks in den Augen der Touristen und der Bürger. Der Eindruck einer verbrechensgeplagten Metropole, wie er in den Jahren vor seiner Amtszeit existierte, wich dem einer pulsierenden, sicheren Großstadt. Es gab weniger Graffiti in den U-Bahnen und einen Wirtschaftsaufschwung, weil sich die Leute auch nachts im Freien wieder sicher fühlten.
Kritiker bemängelten, dass die verstärkte Polizeipräsenz zu mehr Misstrauen bei den Schwarzen und anderen Minderheiten gegenüber den Ordnungshütern geführt habe. Zu den besser bekannten Zwischenfällen mit Polizeibrutalität während Giulianis Amtszeit zählen der Tod des unbewaffneten Amadou Diallo und die Gewaltanwendung in Polizeigewahrsam gegenüber Abner Louima.
Die Terroranschläge gegen Ende seiner zweiten Amtszeit (1998-2001) gaben Giuliani die Möglichkeit, Führungseigenschaften in einer nationalen Katastrophe zu zeigen. Er behielt nach dem Einsturz der beiden Türme des World Trade Centers 2001 Ruhe und Übersicht. Der Bürgermeister steuerte die notwendigen Maßnahmen der Stadtverwaltung wirkungsvoll und spendete den Hinterbliebenen der Opfer, besonders auch jenen der New Yorker Feuerwehr, Trost. In beiden Amtsperioden wurde über Giulianis Maßnahmen kontrovers diskutiert. Er schaffte es, in diesen acht Jahren die Kriminalitätsrate in der Stadt um etwa 57 Prozent zu verringern, senkte die lokalen Steuern um rund 2,3 Milliarden US-Dollar und bemühte sich um die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Stadt New York
Städtepartnerschaften
New York unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Überblick
Liste der Bürgermeister der Stadt New York
New York besitzt zahlreiche architektonische Sehenswürdigkeiten, 500 Galerien, etwa 150 Museen, mehr als 100 Theater, zahlreiche Kaufhäuser und über 17.000 Restaurants. Überwiegend beherrschen Wolkenkratzer das Stadtbild. Das im Jahre 1902 eröffnete dreieckige Flatiron Building war einer der ersten Wolkenkratzer in der Stadt. Weitere sind unter anderem das Woolworth Building von 1915, das im Art-Deco Stil erbaute Chrysler Building von 1930 und der 1939 fertiggestellte Gebäudekomplex des Rockefeller Centers mit dem NBC-Studio. Zu den meistbesuchten Monumenten der Welt zählt das Empire State Building von 1931. Etwa 3,5 Millionen Besucher blicken jedes Jahr von der Aussichtsplattform auf New York hinunter.
Zu den bekannten Kirchen in der Stadt gehören die 1879 fertig gestellte Saint Patrick’s Cathedral, die Cathedral Church of Saint John the Divine, Baubeginn war 1892, die Trinity Church im Herzen der Wall Street, St. John the Divine, die "United Synagogue of Conservative Judaism" und die "Armenian Apostolic Church of America Eastern Prelacy".
Das Wahrzeichen New Yorks ist die Freiheitsstatue aus dem Jahre 1886 auf Liberty Island, New Jersey, südlich von Manhattan. Weitere bedeutende Bauwerke sind der wichtigste Bahnhof von New York, der 1913 eröffnete Grand Central Terminal, die Brooklyn Bridge, sie verbindet Manhatten und Brooklyn, die weltbekannte Arena Madison Square Garden und die Carnegie Hall. Am East River in Manhattan liegt der Gebäudekomplex der Vereinten Nationen.
Zu den touristischen Attraktionen zählen Brooklyn Heights, ein altes Wohnviertel sowie Greenwich Village mit Triumphbogen und Jefferson Market Courthouse (heute Bibliothek), Ground Zero, der Platz an dem das ehemalige World Trade Center stand - es war bei seiner Fertigstellung im Jahre 1973 mit 419,7 Metern für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt - und Ellis Island, ein ehemaliger Ankunftspunkt für Einwanderer.
Bekannte Hotels sind unter anderem das Regent Wall Street in der Wall Street (eröffnet 1842), das Peninsula in der 5th Avenue & 55th Street (eröffnet 1900), The Plaza New York in der 5th Avenue & Central Park (eröffnet 1907), das Walldorf-Astoria in der Park Avenue (eröffnet 1930), das Carlyle in der 76th Street (eröffnet 1931) und das Four Seasons in der 57th Street (eröffnet 1993).
Theater
1993
1993
Das Zentrum des Theaterlebens in New York ist der Broadway mit Musicalaufführungen für jeden Geschmack. Unter dem Broadway versteht man das Theaterviertel am Times Square zwischen der 41ten und 53ten Straße und zwischen der Sixth und Ninth Avenue. In diesem Viertel gibt es etwa 40 große Theater und ungefähr 1500 off-Broadway und off-off-Broadway Aufführungen pro Jahr in kleineren Theatern.
Das erste Theater, welches vom vorherigen Theaterviertel am Herald Square zum Times Square umzog, war das Empire Theater. Charles Frohman ließ das Gebäude 1893 mit etwa 1000 Sitzplätzen erbauen. Es lag direkt gegenüber dem 1883 eröffneten Opernhaus der Metropolitan Opera, an dessem alten Standort zwischen der 39ten und 40ten Straße, Ecke Broadway.
Der Broadway erlebte zwischen den Jahren 1910 und 1930 eine Vielzahl von Theater-Neugründungen. Das älteste, ununterbrochen bespielte Theater aus dieser Zeit ist das am 2. November 1903 eröffnete Lyceum. Es hieß ursprünglich: New Lyceum Theatre, da das vorherige Lyceum Theater aus dem Jahre 1885 auf der 45ten Straße, Ecke Broadway, wegen des Neubaus abgerissen wurde. Es war auch das erste Theater, das elektrisches Licht im gesamten Gebäude hatte, eingebaut von Thomas Alva Edison.
In den 1980er Jahren gab es ein Theatersterben am Broadway, aber durch städtebauliche Maßnahmen, Einsparmaßnahmen und die Verpflichtung großer Namen ist die Krise heute überwunden. Im Jahr 1988 entschied die New York Landmarks Preservation Commission, den meisten historischen Theatergebäuden den Status historic sites zu verleihen. Große Broadwayerfolge waren Cats, 42nd Street, Les Misérables, Lion King und The Producers.
In der Nähe des Central Parks liegen unter anderem das Metropolitan Opera House MET, das Zuhause der Metropolitan Opera Company und des American Ballet Theatre, die Avery Fisher Hall und das New York State Theater, welches Aufführungen der New York City Opera und des New York City Ballets zeigt. Weitere Theater sind das Lincoln Center for Performing Arts, die Heimat des New York Philharmonic Orchestra, die Carnegie Hall und Radio City Music Hall mit jeweils wechselnden Aufführungen.
Museen
Radio City Music Hall
Radio City Music Hall
Zu den bekanntesten Museen in New York gehören das American Craft Museum, das American Museum of the Moving Image, das American Museum of Natural History (vom Dinosaurier bis zum Planetarium), das Brooklyn Museum und das Cooper Hewitt Museum.
Das American Museum of Natural History in Central Park West Ecke 79. Straße ist eines der größten Naturkundemuseen der Welt. Auf fünf Stockwerken wird nahezu die komplette Geschichte der Menschheit abgedeckt - von der Steinzeit bis ins Weltraumzeitalter. Die Sammlung ist derart umfangreich, dass ein Tag für den Besuch des Museums nicht ausreicht. Über 30 Millionen Muster und Exponate hält es für seine Besucher bereit. Das Museum verfügt über ein eigenes IMAX-Kino und eine eigene Subway Haltestelle.
Besonders Sehenswert ist das neue Rose Center for Earth and Space mit dem Hayden Planetarium und der 563 Karat schwere „Stern von Indien“, der größte jemals gefundene Saphir. Weitere bekannte Sehenswürdigkeiten sind ein lebensgroßer Blauwal, das 19,2 Meter lange einstämmige Zedern-Kriegskanu der Haida Indianer und viele Dinosaurierskelette, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Vor dem Haupteingang in Richtung Central Park befindet sich ein Theodore Roosevelt-Denkmal.
Weitere bedeutende Museen sind das International Center of Photography, das Intrepid Sea-Air-Space Museum, das Metropolitan Museum of Art (vom altägyptischen Tempel bis zur modernen Kunst), das Museum of Modern Art (Museum für moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen), das National Museum of the American Indian und das New Museum of Contemporary Art. Von den Kunstmuseen sind das Metropolitan Museum of Art, (eröffnet 1880), das Museum of Modern Art (MoMA; eröffnet 1929), die Frick Collection (eröffnet 1935) und das Whitney Museum of American Art (eröffnet 1966) zu nennen. Das MoMA – das weltweit bedeutendste Museum für Gegenwartskunst – wurde 2004 nach umfangreichen Erweiterungen in einem neuen Gebäude wiedereröffnet.
Der Spiralbau des Solomon R. Guggenheim-Museum in 1071 Fifth Ave. wurde nach Plänen des berühmten Architekten Frank Lloyd Wright entworfen und ähnelt im Aufbau einem Schneckenhaus. Es ist sein einziges Gebäude in New York und wurde im Jahre 1959 eröffnet. Es beherbergt eine Sammlung zeitgenössischer Malerei und Bildhauerei, darunter Klassiker von Wassily Kandinsky, Pablo Picasso und Paul Klee.
Nicht weit entfernt von Liberty Island mit der Freiheitsstatue liegt Ellis Island, einst die erste Kontrollstelle für über zwölf Millionen Einwanderer. Unter dem Namen Gibbert Island diente die Insel den Engländern als Straflager für Piraten. 1892 errichtete man dort einen Vorposten der Einwanderungsbehörde, der vor allem den gewaltigen Zustrom von Immigranten aus Süd- und Osteuropa bewältigen sollte. Als der Vorposten 1954 geschlossen wurde, stand auf der Insel, die durch Landaufschüttung vergrößert worden war, ein gewaltiger Komplex. In dem mit Türmen versehenen Zentralgebäude befindet sich heute das Ellis Island Immigration Museum.
Bauwerke
Freiheitsstatue und Liberty Island
Ellis Island Immigration Museum
Die Freiheitsstatue (Statue of Liberty), umgangssprachlich auch „Miss Liberty“ oder „Lady Liberty“ genannt, wurde am 28. Oktober 1886 vor dem New Yorker Hafen zur Begrüßung von Heimkehrern und Neuankömmlingen eingeweiht. Sie war ein Freundschaftsgeschenk Frankreichs an die USA und sollte ursprünglich zur Hundertjahrfeier der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 vollendet werden. Sie steht auf Liberty Island und gehört zusammen mit Ellis Island zum Statue of Liberty National Monument.
Die Statue wurde von Frédéric Auguste Bartholdi entworfen, während Gustave Eiffel, der Konstrukteur des Eiffelturms, das massive Eisenskelett (127 Tonnen) konzipierte, welches die Kupferstatue (31 Tonnen) von innen stützt. In das Podest ist das Gedicht The New Colossus von Emma Lazarus, eine Anspielung auf den Koloss von Rhodos, eingraviert. Die Statue ist mit einer siebenstrahligen Krone geschmückt. Die Strahlen symbolisieren die sieben Meere und die Kontinente. Die 25 Fenster der Krone symbolisieren die 25 Edelsteine der Welt.
Die Freiheitsgöttin, für deren Gesicht übrigens Bartholdis Mutter als Modell diente, steht auf den zerbrochenen Ketten der Sklaverei und hält in der linken Hand die Unabhängigkeitserklärung mit dem historischen Datum JULY IV MDCCLXXVI (4. Juli 1776). Die Statue hat eine Höhe von 46,5 Meter ohne Sockel, mit Sockel sind es 102 Meter. Am 13. Juni 1927 wurde die amerikanische Fahne in der rechten Hand der Freiheitsstatue zum ersten Mal dargestellt.
Liberty Island (deutsch: „Freiheitsinsel“) ist eine kleine, unbewohnte Insel in der Upper New York Bay, der ursprüngliche Name lautete Bedloe's Island. Am 3. August 1956 benannte Eisenhower die Insel um. Sie gehört nicht, wie vielfach angenommmen, zum Bundesstaat New Jersey, sondern ist Territorium der Bundesregierung der USA und wird vom National Park Service gepflegt. Die Insel liegt 600 Meter entfernt vom Liberty State Park in Jersey City, New Jersey. Vom Battery Park in Manhattan ist die Insel 2,6 Kilometer entfernt. Obwohl die Insel nicht Territorium von New Jersey ist, befindet sie sich auf der Seite New Jerseys der Grenzlinie zwischen den Bundesstaaten New Jersey und New York. Die Entfernung von der nahe gelegenen Insel Ellis Island beträgt ungefähr 1,6 Kilometer.
Flatiron Building
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