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Moos

Moos

Moos bezeichnet
- eine Abteilung der Pflanzen, siehe: Moose
- ein flaches Moor in Altbayern und Österreich, siehe Moor
- verschiedene Ortschaften
  - in Deutschland
  - #eine Gemeinde im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, siehe: Moos (am Bodensee)
  - #eine Gemeinde im Landkreis Deggendorf in Bayern, siehe: Moos (Niederbayern)
  - in Österreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Ansfelden im Bezirk Linz-Land in Oberösterreich
  - #eine Katastralgemeinde Moos (Gemeinde Bleiburg) im Bezirk Völkermarkt in Kärnten
  - #ein Ort in der Gemeinde Eberschwang im Bezirk Ried im Innkreis in Oberösterreich
  - #eine Katastralgemeinde Moos (Gemeinde Enns) in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Feistritz bei Knittelfeld im Bezirk Knittelfeld in der Steiermark
  - #ein Ort in der Gemeinde Frankenmarkt im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Gallizien im Bezirk Völkermarkt in Kärnten
  - #ein Ort in der Gemeinde Gaspoltshofen im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Glödnitz im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten
  - #ein Ort in der Gemeinde Gmünd in Kärnten im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten
  - #ein Ort in der Gemeinde Haibach ob der Donau im Bezirk Eferding in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Handenberg im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Heiligenberg (Österreich) im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Inzing im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol
  - #ein Ort in der Gemeinde Kematen am Innbach im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Kuchl im Bezirk Hallein in Salzburg
  - #ein Ort in der Gemeinde Lassing im Bezirk Liezen in der Steiermark
  - #ein Ort in der Gemeinde Liebenfels im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten
  - #ein Ort in der Gemeinde Manning im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Matrei in Osttirol im Bezirk Lienz in Tirol
  - #ein Ort in der Gemeinde Meggenhofen im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Natternbach im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Offenhausen im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Pinsdorf im Bezirk Gmunden in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Pischelsdorf am Engelbach im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Putzleinsdorf im Bezirk Rohrbach in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Pötting im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Raxendorf im Bezirk Melk in Niederösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Reißeck im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten
  - #ein Ort in der Gemeinde Sankt Peter am Hart im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich
  - #eine Katastralgemeinde Moos (St. Peter im Sulmtal) im Bezirk Deutschlandsberg in der Steiermark
  - #ein Ort in der Gemeinde Sankt Veit in Defereggen im Bezirk Lienz in Tirol
  - #ein Ort in der Gemeinde Schörfling am Attersee im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Seewalchen am Attersee im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Telfs im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol
  - #ein Ort in der Gemeinde Vorchdorf im Bezirk Gmunden in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Vöcklamarkt im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich
  - #ein Ort in der Gemeinde Wieselburg-Land im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich
  - in Italien
  - #eine Gemeinde im Passeiertal in Südtirol, siehe : Moos in Passeier (ital.: Moso in Passiria)
- einen Gebirgszug im Mittleren Schwarzwald, siehe: Moos (Berg)
- Redensartlich war "Moos" lange ein gängiger Slangausdruck für Geld.

Moose

Als Moose bezeichnet man eine Abteilung der Pflanzen, die man wissenschaftlich Bryophyta (von griech. bryon Moos, phyton Pflanze, Gewächs) nennt und die ca. 26 000 Arten enthält. Sie gehören zu den einfachsten Landpflanzen und haben meist keine Gefäße. Diese Arten werden in die Klasse der Laubmoose (Bryopsida), der Hornmoose (Anthocerotopsida) und zweier Klassen von Lebermoosen, (Marchantiopsida und Jungermanniopsida) aufgeteilt. Die Wissenschaft von den Moosen heißt Bryologie.

Beschreibung

Es handelt sich bei den Moosen um kleine, immergrüne, autotrophe Thalluspflanzen ohne echte Wurzeln. Anstelle der Wurzeln besitzen sie Rhizoide zur Verankerung im Boden, nicht aber zur Nährsalzaufnahme. Sie transportieren Nährstoffe zwischen den Zellen und durch Diffusion. Charakteristisch für alle Moose ist, dass die haploide Gametophytengeneration viel größer und differenzierter ist, als die Sporophytengeneration. Die Sporophytengeneration ist meist nur ein auf dem Gametophyten (dem eigentliche Moos) wachsender sporenbildender Ständer. Bei den Farnen, den höheren Pflanzen und auch im Tierreich ist es umgekehrt. Der Gametophyt tritt dort in seiner Ausprägung stark zurück und besteht zum Teil nur noch aus wenigen Zellen, die manchmal sogar im Sporophyten wachsen. Beim Menschen entspräche beispielsweise die haploide Samenzelle einem (einzelligen) Gametophyten und der Mann dem diploiden Sporophyten. Entwicklungsgeschichtlich stammen Moose von einem Urkormophyten ab. Leitgefäße sind bei einigen Laubmoosen (beispielsweise bei der Gattung
Polytrichum) in reduzierter Form zu finden.

Generationswechsel

Laubmoose Laubmoose Moose zeigen einen charakteristischen Generationswechsel: Eine Moosspore mit einem einfachen, haploiden Chromosomensatz entwickelt sich zur geschlechtlichen Generation. Diese besteht vorerst aus dem grünen Vorkeim (
Protonema). Dieser wächst weiter zum Moospflänzchen heran. Die geschlechtliche Moospflanze bildet weibliche (Archegonien) und männliche Geschlechtsorgane (Antheridien) aus. Die männlichen Geschlechtsorgane produzieren bewegliche Spermatozoiden. Die weiblichen Geschlechtsorgane produzieren Eizellen. Kommt es zur Befruchtung der Eizelle, so wächst diese zu einer diploiden Generation – einer gestielten Mooskapsel (Sporogonium) – heran, die von der eigentlichen Moospflanze abhängig ist und sich ungeschlechtlich fortpflanzt. In dieser Mooskapsel findet die Meiose (Reifeteilung) statt, die zur Bildung der haploiden Sporen führt. Aus diesen kann sich wieder die geschlechtliche Generation entwickeln.

Moose als Lebensraum

Sporen Da
Moose gute Wasserspeicher und durch ihren oft flächigen Wuchs gute Bodendecker sind, bilden sie einen beliebten Lebensraum für viele feuchtigkeitsliebende Tiere wie beispielsweise Quellenmilben und Gliederfüßer, aber auch höhere Organismen wie Amphibien.

Besonderes

Nach einer Studie aus dem Jahre 2005 zeigen Moose in der Erdumlaufbahn ein eigentümliches Wachstumsverhalten. Während andere Pflanzen unter Beinahe-Schwerelosigkeit die Orientierung verlieren, bilden die feinen Moosausläufer ein akkurates Spiralmuster. Normalerweise wachsen Moose im Dunkeln entgegen der Schwerkraft, was aufgrund ihrem Bestreben, über die Erdoberfläche und somit ans Licht zu wachsen, Sinn ergibt. Offenbar besäßen die Mooszellen aber noch ein urtümlicheres Wachstumsmuster, welches nur dann zu Tage trete, wenn das Schwerkraftsignal verloren geht oder gestört wird. Das entstehende Spiralmuster besteht aus im Uhrzeigersinn gekrümmten Zellfäden. Laut der Theorie könnten diese Spiralen ein urtümliches Wachstumsmuster der Mooszellen sein, das im Laufe der Evolution überdeckt wurde, als die Moose die Fähigkeit erwarben, auf die Schwerkraft zu reagieren.

Systematik


- Abteilung Moose (Bryophyta)
  - Klasse Marchantiopsida
    - Ordnung Sphaerocarpales
    - Ordnung Marchantiales
  - Klasse Jungermanniopsida
    - Ordnung Metzgeriales
    - Ordnung Calobryales
    - Ordnung Jungermanniales
  - Klasse Laubmoose (Bryopsida)
    - Unterklasse Torfmoose (Sphagnidae)
      - Ordnung Sphagnales
    - Unterklasse Klaffmoose (Andreaeidae)
      - Ordnung Andreaeales
      - Ordnung Takakiales
    - Unterklasse Bryidae
      - Ordnung Dawsoniales
      - Ordnung Polytrichales
      - Ordnung Dicranales
      - Ordnung Fissidentales
      - Ordnung Pottiales
      - Ordnung Grimmiales
      - Ordnung Syrrhopodontales
      - Ordnung Bartramiales
      - Ordnung Encalyptales
      - Ordnung Funariales
      - Ordnung Bryales
      - Ordnung Neckerales
      - Ordnung Hookeriales
      - Ordnung Hypnales
      - Ordnung Buxbaumiales
      - Ordnung Tetraphidales
      - Ordnung Schistostegales
  - Klasse Hornmoose (Anthocerotopsida)
    - Ordnung Anthocerotales

Siehe auch


- Epiphyll

Weblinks


- http://www.ijon.de/moose/
- http://www.blam-ev.de
- http://www.bryologische-arbeitsgemeinschaft.de
- http://www.bryology.org simple:Bryophyta


Bayern

Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee. Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").

Geschichte

Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.

Politik

Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns. Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:

Bayerische Staatsregierung

In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten. Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU). Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt. Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:

- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945

Staatsaufbau

Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden. Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen. Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt. Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006. Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde. Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern

Wahlrecht

Gesetzgebungsverfahren in Bayern] Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat. Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann. Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden). Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt. Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.

Staatswappen, Flagge und Hymne

Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten: Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben. Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität. Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau. Zur Hymne siehe: Bayernhymne

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern: Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)

Landkreise

Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte: kreisfreie Städte

Kreisfreie Städte

Städte und Gemeinden

Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)

Größte Städte

Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt

Regionen

Geografie

Große Kreisstadt Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen). Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau. Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden. Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern

Wirtschaft

Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent. Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden. An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.

Kultur

Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken. Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.

Museen

Theater, Schauspiel und Oper

Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:

Musik

Operetten] Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele. Münchner Opernfestspiele

Küche

Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel

Religion, Stämme und Sprache

Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 % Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden. Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche. Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet. Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten. siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster

Literatur


- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7 Siehe auch: Portal:Bayern

Weblinks


- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern ja:バイエルン州 ko:바이에른 주 simple:Bavaria

Moor

Moore (norddeutsch Bruch, Fehn, Fenn oder Luch süddeutsch Filz, Moos, Ried) sind natürliche Lagerstätten von Torf oder anderen mineralarmen Humusansammlungen. Moore sind, oder waren mindestens zu ihrer Entstehung, mit Wasser durchtränkt, so dass hauptsächlich Torfmoose und andere typische Pflanzengesellschaften gedeihen können bzw. konnten. Die Reste dieser Pflanzen können sich durch den Sauerstoffabschluss unter Wasser nicht oder nicht vollständig zersetzen und bilden so den Torfkörper. Moore entstehen, wenn Flächen anhaltend überschwemmt werden. Mann kann sie ökologisch grob in Anmoor, Niedermoor, Zwischen- oder Übergangsmoor und Hochmoor einteilen. Eine weitere Einteilung geschieht oft nach hydrologischer und geologischer Situation (hydrologische Moortypen). Eine pflanzensoziologische Einteilung ist schwierig, da die meisten Moore heute nicht mehr leben. Die Abgrenzung zu Bruchwäldern und Sümpfen ist fließend und die Unterteilung in Waldmooren, Grasmoore und Heidemoore schwierig. Obwohl Moore keine Mineralböden darstellen, werden sie von der Bodenkunde als Moorböden bzw. organische Böden (Hochmoor, Niedermoor oder Zwischenmoor) erfasst.

Vorkommen

Moore kommen in Deutschland v.a. im Nordwesten und im Alpenvorland vor, es gibt aber auch Hochmoore in den Mittelgebirgen. Besonderen Reichtum an Mooren haben Finnland, Teile Russlands und Alaska. Moore sind aber nicht nur auf kalte oder gemäßigte Breiten beschränkt, sondern kommen auch in subtropischen und tropischen Regionen vor.

Genetisch-ökologische Einteilung der Moore - Mineralstoffregimetypen


- Niedermoor - minerogen Nieder- oder Flachmoore werden von Mineralbodenwasser d. h. durch mineralstoffhaltiges Grundwasser bzw. Bodenwasser, gespeist. Das Grundwasser ist meist sauerstoffarm und gleichmäßig temperiert. Die dünne Torfschichten des Niedermoores liegen auf dem Mineralboden auf und können auch periodisch trockenfallen. Die Oberfläche des Moores folgt dem Grundwasserstand um mehrere Dezimeter (Mooratmung). Hierbei können Gehölze keimen, jedoch sterben diese in einem ausreichend feuchten Niedermoor rasch wieder ab. Sonderformen von Niedermooren sind Quell- und Überflutungsmoore. Quellmoore werden durch Wasser aus tiefer liegenden Grundwasserschichten gespeist (lithogen); Überflutungsmoore sind durch Fremdwassereintrag aus Flüssen, Bächen oder Seen überprägt (fluviogen).
- Übergangsmoor - ombrominerogen Übergangsmoore liegen zeitlich oder räumlich zwischen Hochmooren und Niedermooren. Sie werden sowohl vom Grundwasser, als auch vom Regenwasser gespeist und können sich bei Niederschlagsüberschuss zum Hochmoor entwickeln. Der Zwischenmoorbegriff wird häufig synonym verwendet; in der Pflanzensoziologie werden damit Fadenseggenriede (Caricion lasiocarpae) bezeichnet.
- Regenwassermoor (Hochmmoor) - ombrogen Regenwassermoore decken ihren Nährstoffbedarf ausschließlich durch Niederschlagswasser. Der Begriff Hochmoor wird häufig synonym verwendet, streng genommen fallen hierunter aber nur uhrglasförmig aufgewölbte Regenwassermoore. Für Regenwassermoore bezeichnend sind Torfmoose, von denen einige Arten (z.B. Sphagnum magellanicum, S. rubellum, S. capillifolium) ihren Nährstoffbedarf alleine durch Regenwasser decken können und bei Niederschlagsüberschuss über den Grundwasserspiegel aufwachsen. Durch ihr schnelles und dichtes Wachstum verdrängen sie z.T. andere Pflanzen und bewirken so die Ausbreitung eines Moores. Neue Hochmoore enstehen nur bei hohen Niederschlägen (über 1000 mm / Jahr) und sind empfindlich gegenüber Schwankungen im Grundwasserspiegel.

Einteilung der Moore nach ihrem Wasserregime - Hydrologische Moortypen

Neben Herkunft und Mineralstoffgehalt des Wassers beeinflussen Wasserstand und -bewegung den aktuellen Torfbildungsprozess. Nach der horizontalen Wasserströmung im Torfkörper und nach Wasserstand können folgende hydrologischen Moortypen unterschieden werden:
- Verlandungsmoor
- Versumpfungsmoor
- Durchströmungsmoor
- Überrieselungsmoor Bei nicht oder kaum geneigtem Grundwasserspiegel besteht i. d. R. Verlandungs- oder Versumpfungsregime. Verlandungsmoore entstehen durch fortschreitende Verlandung von Stillgewässern, Versumpfungsmoore durch flach austretendes Wasser direkt über dem anstehenden Mineralboden. Bei stärker geneigtem Grundwasserspiegel besteht Durchströmungs- oder Überrieselungsregime. Ebenso kann in horizontalem Gelände durch Quellwasser Strömung verursacht werden.

Einteilung der Moore nach Lage und Geländeform - Topographische Moortypen

Je nach Betrachtungsmaßstab kann eine Vielzahl topographischer Moortypen unterschieden werden, z.B
- Hangmoor
- Plateaumoor
- Sattelmoor
- Kesselmoor
- Talmoor
- Tieflandsmoor
- Gebirgsmoor

Ökologie der Moore

Eine besondere Rolle spielt der Nährstoffgehalt und der pH-Wert des Wassers, Regenwassers und Grundwassers (Mineralbodenwasser), also der anstehende Mineralboden. Die Hauptpflanzen des Moores sind Sauergräser (Cyperaceae), Braunmoose (Amblystegiaceae) oder Torfmoose (Sphagnum); bei nicht so starker Nässe, z. B. an den Rändern können verstärkt Gehölze wachsen wie z.B. Fichte, Birke, Bergkiefer, Waldkiefer oder Erle. Auch verschiedene Beeren, wie Heidelbeere, Preiselbeere oder Moosbeere kommen in Mooren häufig vor. Die Fauna des Moores ist eher arm an Arten, die aber spezialisiert sind und woanders nicht vorkommen.

Geschichte der Moore in Mitteleuropa

In Deutschland bildeten sich Moore nach dem Ende der letzten Eiszeit, im Norden auf ca. 30 Prozent der Fläche. Mit der kompletten Eindeichung der Nordsee um ca. 1200 („Goldener Ring“) wurde eine Entwässerung der Küstenregionen über Siele auf das Niveau der Ebbe möglich. Obwohl hierdurch bereits das Ende der Moore begann, blieben sie wegen ihrer Unzugänglichkeit und des geringen wirtschaftlichem Nutzen noch lange intakt. Nur gelegentlich wurden Bruchwälder in der Nähe der Siedlungen für Brennholz genutzt und in Mähwiesen oder Streuwiesen umgewandelt. Der wachsende Brennholzbedarf machte erst in der Neuzeit eine Abtorfung der tieferligenden Torfschichten mit hohem Brennwert interessant, da die technischen Voraussetzungen für eine großflächige Entwässerung gegeben waren. Der wachsende Bevölkerungsdruck Ende des 17. Jahrhunderts und die so genannte landwirtschaftliche Revolution im 20. Jahrhundert führten zur Trockenlegung der meisten Moore. In der heutigen Zeit werden Moore in Deutschland nur noch sehr selten trocken gelegt, da sie zur Regulierung des Wasserhaushalts beitragen. Oftmals bilden sie auch die letzten Rückzugsgebiete für bedrohte Pflanzen- und Tierarten, weshalb sie heute unter gesetzlichem Schutz stehen. Einige Moore, zum Beispiel das Rote Moor in der Rhön, das Georgenfelder Hochmoor im Osterzgebirge oder kleinere Gebiete wie das Haspelmoor in der Nähe von Augsburg/Fürstenfeld, sind für Besucher erschlossen.

Moore in der Kulturgeschichte

In der Vergangenheit wurden Moore als Sitz von Göttern und Geistern angesehen, denen auch Gegenstände und seltener Tiere, aber vermutlich auch Menschen geopfert wurden. Um Moore, die einen sumpfigen und wenig tragfähigen Untergrund haben, begehbar zu machen, legte man seit alters her Knüppeldämme an, also durch Holzbohlen befestigte Wege. Begünstigt durch die Wirkung des Luftabschlusses werden Dinge, die im Moor untergehen, für sehr lange Zeit konserviert. Aus untergegangenem Holz, z.B. von Knüppeldämmen, können dendrochronologische, aus der Analyse von Moorleichen kulturelle und anthropologische Erkenntnisse gewonnen werden. Auch in der Literatur und Poesie gibt es viele Bezüge zum Moor. Als weithin bekannte Beispiele seien die Ballade "Der Knabe im Moor" von Annette von Droste-Hülshoff ("O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn /...) oder der - auch verfilmte - Kriminalroman "Der Hund von Baskerville" von Arthur Conan Doyle genannt. .

Literatur


- Succow, M., 1988: Landschaftsökologische Moorkunde. Gustav Fischer Verlag, Jena.
- Ellenberg, H., 1996: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. Ulmer, Stuttgart. Ellenberg, H.

Weblinks


- [http://www.moormuseum.de Moormuseum Geeste-Groß Hesepe, Emsland]
- [http://www.wsl.ch/land/inventory/mireprot/besmos/moorbiotope/moorbiotope-de.ehtml Definition und Entstehung von Mooren (WSL - Schweiz)]
- [http://moorschutz.de Moorschutzprojekt für Schulen, Entstehung von Mooren]
- [http://www.wagner-ugau.de/data/moore/links/links.html Linksammlung zu Mooren und Moorschutz]
- [http://www.nordwestreisemagazin.de/moor/index.htm Moor - Naturlandschaft Nordwestdeutschlands]
- [http://www.wagner-ugau.de/data/moore/moore.html Moore und Moorschutz in Süddeutschland und im Alpenraum]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/moorlehrpfad/index.html Virtueller Moorlehrpfad der Grundschule Friedrichsfehn]
- [http://www.dgmtev.de Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde]
- [http://www.imcg.net International Mire Conservation Group (engl.)] Kategorie:Biotop !

Landkreis Konstanz

Der Landkreis Konstanz ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Hochrhein-Bodensee im Regierungsbezirk Freiburg. Er grenzt im Norden an den Landkreis Tuttlingen, im Nordosten an den Landkreis Sigmaringen, im Osten an den Bodenseekreis und an den Bodensee selbst, im Süden an den Schweizer Kanton Thurgau, im Westen an den Schweizer Kanton Schaffhausen und im Nordwesten an den Schwarzwald-Baar-Kreis.

Geografie

Der Landkreis Konstanz hat Anteil am Hegau, einer Landschaft, die man bereits zum Voralpengebiet zählt. Die Kreisstadt Konstanz liegt am südöstlichen Rand des Landkreises am Bodensee, der hier in den "Untersee" übergeht. Die Landschaft zwischen "Untersee" und "Überlinger See" nennt man Bodanrück. Zum Kreisgebiet gehören auch die Inseln Reichenau (eigene Gemeinde) und Mainau (Teil der Stadt Konstanz).

Verkehr

Im Kreisgebiet endet die Bundesautobahn A 81 Stuttgart - Singen (Hohentwiel). Ferner führt in West-Ost-Richtung die teilweise ausgebaute A 98 von der Schweizer Grenze bis nach Stockach. Ansonsten erschließen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Landkreis Konstanz. Wichtigste Bundesstraße ist die B 33 vom Autobahnende bei Singen bis nach Konstanz. Von Konstanz aus besteht eine Fährverbindung über den Bodensee nach Meersburg.

Geschichte

Der Landkreis Konstanz geht zurück auf das alte Bezirksamt Konstanz, das nach dem Übergang an Württemberg 1805/06 (bzw. ab 1810 Baden) errichtet wurde. Im Laufe seiner Geschichte wurde es mehrmals verändert und 1936 in den Landkreis Konstanz überführt, der seinerzeit einige Orte des aufgelösten Bezirksamtes Engen hinzu bekam. 1939 wurde der Landkreis nochmals geringfügig verändert und Konstanz selbst eine kreisfreie Stadt, die jedoch 1953 wieder in den Landkreis integriert wurde. 1967 kamen der Hohentwiel und der Bruderhof zum Kreisgebiet. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Konstanz um die meisten Orte des aufgelösten Landkreises Stockach und einige Gemeinden des Landkreises Sigmaringen und um den Ort Stetten des Landkreises Donaueschingen auf seinen heutigen Umfang vergrößert. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Konstanz 25 Gemeinden, darunter 7 Städte und hiervon wiederum 3 "Große Kreisstadt" (Konstanz, Radolfzell am Bodensee und Singen (Hohentwiel)). Größte Stadt ist Konstanz, kleinste Gemeinde ist Büsingen am Hochrhein. Diese liegt als Exklave innerhalb des Kantons Schaffhausen in der Schweiz, ist Schweizer Zollanschlussgebiet und hat daher als Besonderheit ein eigenes Kfz-Kennzeichen BÜS.

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte. Die Landräte des Landkreises Stockach 1945-1972:
- 1945: Felix Leiser (kommissarisch)
- 1945 - 1947: Wilhelm Liebherr
- 1947: Friedrich Leier (kommissarisch)
- 1948 - 1954: Karl Wilhelm Kraut
- 1955 - 1972: Viktor Freiherr Huber von Gleichenstein Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Bezirksamts bzw. Landkreises Konstanz 1807- 2005:
- 1807 - 1809: Josef Edler von Chrismar
- 1810 - 1819: Johann Ignaz Georg Hütlin
- 1819 - 1836: Karl von Ittner (1832-36 vertreten durch Friedrich Stähle)
- 1836 - 1842: Franz Joseph Pfister
- 1843: August Eichrodt
- 1843 - 1844: Carl Honsell
- 1844 - 1847: Demeter Messmer
- 1847 - 1849: Melchior Fieser
- 1849: Josef Böhler
- 1849 - 1856: Ludwig Schaible
- 1856 - 1862: Josef von Chrismar
- 1862 - 1866: Franz Ludwig Stösser
- 1866 - 1870: Wilhelm Heinrich Lang
- 1870 - 1871: Rudolf Bekk
- 1871 - 1876: Otto Flad
- 1876 - 1886: Adolf Ostner
- 1886 - 1889: Karl Heinrich Baader
- 1889 - 1893: Max Föhrenbach
- 1893 - 1902: Albert Jung
- 1902 - 1911: Wilhelm Groos
- 1911 - 1924: Heinrich Belzer
- 1924 - 1926: Martin Hartmann
- 1926 - 1927: Alexander Schaible
- 1927 - 1932: August Pfützner
- 1932 - 1935: Alfred Franck
- 1935 - 1937: Carl Engelhardt
- 1937 - 1938: Sigmar Schühly
- 1938 - 1945: Friedrich Kauffmann
- 1945: Herbert Hassencamp-Fischer (Amtsverweser)
- 1945 - 1946: Marcel Nordmann
- 1947 - 1948: Josef Astfäller (kommissarisch)
- 1948 - 1954: Rudolf Belzer
- 1954 - 1968: Ludwig Seiterich
- 1968 - 1973: Heinz Göbel
- 1973 - 1997: Dr. Robert Maus
- 1997 - : Frank Hämmerle

Wappen

Das Wappen des Landkreises Konstanz zeigt in geviertem Schild in den Feldern 1 und 4 in Blau einen schräg aufwärts gelegenen silbernen Fisch (Felchen), im Feld 2 in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz und im Feld 3 in Gold drei blaue Hirschstangen. Das Wappen wurde dem Landkreis Konstanz am 25. April 1974 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen. Die Wappenbilder symbolisieren die früheren Herrschaftsstrukturen im Kreisgebiet: das Fürstbistum Konstanz und die Reichsabtei Reichenau (Kreuz) sowie die Hegau-Grafen bzw. Landgrafschaft Nellenburg (Hirschstangen). Die Fische sollen den Fischreichtum im Bodensee symbolisieren. Vor der Kreisreform hatte der Landkreis Konstanz ein anderes Wappen, das mit dem heutigen jedoch fast identisch war. Es zeigte lediglich im Feld 3 anstelle der Hirschstangen ebenfalls das Kreuz, wie in Feld 2. Dieses Wappen war dem Landkreis Konstanz am 26. Juli 1957 verliehen worden.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Konstanz seit 1936 insgesamt 66 Gemeinden, darunter sechs Städte, wobei die Kreisstadt Konstanz sowie die zweitgrößte Stadt Singen (Hohentwiel) seit 1. April 1956 Große Kreisstädte waren. Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Konstanz machte am 1. Januar 1970 die Gemeinde Duchtlingen, die sich mit der Gemeinde Hilzingen vereinigte. Weitere Gemeindefusionen folgten, und am 1. Januar 1971 verließ die Gemeinde Nordhalden den Landkreis Konstanz, da sie sich mit der Stadt Blumberg im Landkreis Donaueschingen vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Am 1. Januar 1973 wurde der neue vergrößerte Landkreis Konstanz errichtet. Größte Gemeinde des alten Landkreises Konstanz war die Große Kreisstadt Konstanz, kleinste Gemeinde war Talheim. Der alte Landkreis Konstanz umfasste zuletzt eine Fläche von 516 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 189.420 Einwohner. Es folgt eine Liste der Gemeinden des alten Landkreises Konstanz vor der Gemeindereform. Mit Ausnahme von Nordhalden, das heute Teil des Schwarzwald-Baar-Kreises ist, gehören alle Gemeinden auch heute noch zum Landkreis Konstanz. Schwarzwald-Baar-Kreis

Weblinks


- [http://www.landkreis-konstanz.de/ Offizielle Internetseite des Landkreises]
-
Konstanz Konstanz

Landkreis Deggendorf

Der Landkreis Deggendorf ist ein Landkreis in der Mitte des Regierungsbezirks Niederbayern in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Regen, im Osten der Landkreis Freyung-Grafenau, im Südosten der Landkreis Passau, im Süden der Landkreis Rottal-Inn, im Südwesten der Landkreis Dingolfing-Landau und im Westen der Landkreis Straubing-Bogen.

Geografie

Wirtschaft

...

Wappen

Kreispartnerschaften

Seit dem 20. Juni 2001 besteht eine Partnerschaft mir dem tschechischen Landkreis Pilsen-Nord.

Verkehr

A 3 Passau - Deggendorf - Nürnberg
A 92 Deggendorf - Plattling - München
B 8
B 11
B 533 Hengersberg - Grafenau - Freyung
Plattling ist ICE- und IC/EC-Halt auf der KBS 880 Nürnberg - Plattling - Passau. Daneben gibt es die Waldbahn Plattling - Pankofen - Deggendorf - Regen - Bayerisch Eisenstein und eine Regionalverbindung nach München (Orte innerhalb des Landkreises sind fett dargestellt)

Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Weblinks


- [http://www.landkreis-deggendorf.de/ Offizielle Website] Deggendorf

Ansfelden

Ansfelden ist eine Stadt mit 15 650 Einwohnern im oberösterreichischen Zentralraum, die vor allem durch die Nähe zur weiter nördlich gelegenen Landeshauptstadt Linz geprägt ist. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Linz-Land.

Geografie

Ansfelden liegt auf einer Seehöhe von 291 m im Zentralraum von Oberösterreich. Die Stadt Ansfelden hat eine Ausdehnung von 3136 ha 24 a 5 m². Das Stadtgebiet grenzt im Norden an die Landeshauptstadt Linz und an die Stadt Traun, im Osten an St. Florian bei Linz, im Süden an St. Marien, im Südwesten an Neuhofen an der Krems und im Westen an Pucking. Die Stadt umfasst fünf Katastralgemeinden: Ansfelden, Fleckendorf, Kremsdorf, Nettingsdorf und Rapperswinkel. Sie hat jedoch vierzehn Ortschaften: Ansfelden, Audorf, Berg, Fleckendorf, Freindorf, Fürhappen, Grabwinkel, Haid, Kremsdorf, Moos, Nettingsdorf, Rapperswinkel, Vordermayrberg und Weißenberg. Die allgemeinde Verkehrsituation ist in der Stadt sehr günstig, sowohl von der überregionalen als auch von der regionalen Seite betrachtet. Überregional sind es die Westautobahn (A1), die Mühlkreisautobahn (A7) und die Welserautobahn (A25). Weitere wichtige Verkehrsverbindungen sind die Kremstal-Bundesstraße (B139) und die Bahnlinie Linz – Selzthal.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Durch eine silberne Wellenleiste vom Schildfuß zum Schildhaupt schräglinks geteilt; oben in Grün eine Reihe von sechs silbernen, jeweils unten etwas kürzeren Orgelpfeifen, unten in Rot ein silbernes Zahnrad. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Rot

Geschichte

Erste gesicherte urkundliche Erwähnung Ansfeldens im späten 8.Jahrhundert. Die Ortsbezeichnung Ansfelden leitet sich von Albinsvelt und Alpunesfeld (Albuni) her. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Während des 2. Weltkrieges entstand im Ortsteil Haid ein Lager für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, welches nach Kriegsende ein Auffanglager für Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus dem Osten wurde. Ab Mitte der 1950er Jahre wurde Haid zu einer modernen Satellitenstadt Ansfeldens mit großer Infrastruktur ausgebaut und bietet heute vielen der damaligen Flüchtlinge aus dem Reich eine neuen Heimat.

Politik

Bürgermeister und Gemeinderat

Bürgermeister ist Walter Ernhard von der SPÖ. 37 MandatarInnen sitzen im Gemeinderat (24 SPÖ, 7 ÖVP, 3 FPÖ, 3 Grüne). Der Stadtrat zählt 9 Mitglieder (7 SPÖ, 2 ÖVP).

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 14.636 Einwohner, 2001 dann 14.805 Einwohner.

Kultur in Ansfelden

Kultur rund um Anton Bruckner

Nicht nur den LiebhaberInnen klassischer Musik ist Ansfelden ist durch das Geburtshaus des Komponisten Anton Bruckners bekannt. Er wurde am 4. September 1824 geboren und wuchs in Ansfelden auf. Im Jahre 1996 wurde in Erinnerung an den 100. Todestag des berühmten Sohnes der Stadt das ABC (Anton Bruckner Centrum) gebaut, welches als Veranstaltungszentrum gerne genutzt wird. Die Buchstaben ABC haben dabei dreierlei Bedeutung:
- Einerseits sind die Buchstaben A, B und C die Anfangsbuchstaben des Alphabets. Dies soll auf der einen Seite im Kontext zu Bruckners Tätigkeit als Lehrer stehen, auf der anderen Seite weisen die Anfangsbuchstaben auch auf den Beginn seines Lebens in Ansfelden hin.
- Andererseits dienen die drei Buchstaben als Abkürzung für den Namen des Veranstaltungszentrums Anton Bruckner Centrum, wobei Centrum in der zu Bruckners Lebzeiten üblichen Schreibweise geschrieben wird. Zu Ehren des Komponisten wurde auch der "Sinfonie-Wander-Weg" angelegt, welcher vom Geburtshaus des Musikers im Zentrum der Stadt durch Wiesen und Wälder in die Nachbargemeinde Sankt Florian bei Linz - einer seiner Wirkungsstätten als Organist und seiner Grabesstätte - führt. Entlang des Weges werden die InteressentInnen auf Schautafeln und mit ausleihbaren mp3-Abspielgeräten auf die Werke von Anton Bruckner hingewiesen.

Rathausfestsaal, Galerien

Neben dem ABC im Ortszentrum von Ansfelden gibt es im Stadtteil Haid den Rathausfestsaal, welcher etwas mehr Personen Platz bietet. So finden dort regelmäßig Vorstellungen von nationalen und internationalen KabarettistInnen statt. Aber auch für die alljährliche Hobbyausstellung wird der Saal gerne genützt. An Ausstellungsflächen stehen weiter die GIGA (Galerie im Gemeindeamt) und das Foyer des ABC zur Verfügung.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bekannte und dominierende Unternehmen

Die smurfit Nettingsdorfer (früher Nettingsdorfer Papierfabrik) ist wohl der bekannteste und auch für Teile der Bevölkerung identitätsstiftende Industriebetrieb aus Ansfelden mit Sitz im Stadtteil Nettingsdorf. Dominierend im Stadtbild sind das Shopping Center Haid sowie die Ansiedlung von Handelsbetrieben aus der Möbel- und Baubranche entlang der A1 im Stadtteil Audorf.

Weblinks


- [http://www.ansfelden.at/ Stadtgemeinde Ansfelden]
- [http://www.antonbrucknercentrum.at/ ABC (Anton Bruckner Centrum)]
- [http://www.jep.zege.at Virtuelles Jugendbüro der Stadtgemeinde Ansfelden] Kategorie:Ort in Oberösterreich

Bezirk Linz-Land

Der politische Bezirk Linz-Land liegt in Oberösterreich südlich von Linz.

Verwaltung

Der Bezirk Linz-Land gliedert sich in 22 Gemeinden. (alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001) Linz-Land

Bezirk Völkermarkt

Verwaltung

Der Bezirk Völkermarkt gliedert sich in 13 Gemeinden, darunter 2 Städte. Städte
- Bleiburg (4.083)
  - Aich, Bleiburg, Dobrowa, Draurain, Ebersdorf, Einersdorf, Grablach, Kömmel, Kömmelgupf, Loibach, Lokowitzen, Moos, Replach, Rinkenberg, Rinkolach, Ruttach, Schattenberg, Schilterndorf, St. Georgen, St. Margarethen, Weißenstein, Wiederndorf, Woroujach
- Völkermarkt (11.373)
  - Admont, Aich, Arlsdorf, Attendorf, Bach, Berg ob Attendorf, Berg ob St. Martin, Bergstein, Bischofberg, Bösenort, Dobrowa, Drauhofen, Dullach I, Dullach II, Dürrenmoos, Frankenberg, Führholz, Gänsdorf, Gattersdorf, Gletschach, Greuth, Gurtschitschach, Hafendorf, Haimburg, Höhenbergen, Hungerrain, Kaltenbrunn, Klein St. Veit, Korb, Kremschitz, Krenobitsch, Kulm, Ladratschen, Lassein, Lasseinerbucht, Lippendorf, Mittertrixen, Neudenstein, Niederdorf, Niedertrixen, Niedertrixen, Obersielach, Obertrixen, Oschenitzen, Penk, Pörtschach, Rakollach, Rammersdorf, Rammersdorf, Ratschitschach, Reifnitz, Reisdorf, Ruhstatt, Ruppgegend, Salchendorf, Skoflitzen, St. Agnes, St. Georgen am Weinberg, St. Jakob, St. Lorenzen, St. Margarethen ob Töllerberg, St. Martin, St. Michael ob der Gurk, St. Peter am Wallersberg, St. Stefan, Steinkogel, Tainach, Tainacherfeld, Terpetzen, Töllerberg, Unarach, Unterbergen, Unterlinden, Völkermarkt, Waisenberg, Wandelitzen, Watzelsdorf, Weinberg, Wernzach, Winklern, Wurzen Marktgemeinden

- Eberndorf (6.016)
  - Buchbrunn, Buchhalm, Duell, Eberndorf, Edling, Gablern, Gösselsdorf, Graben, Hart, Hof, Homitzberg, Humtschach, Köcking, Kohldorf, Kühnsdorf, Loibegg, Mittlern, Mökriach, Oberburg, Pribelsdorf, Pudab, Seebach, St. Marxen, Unterbergen, Wasserhofen
- Eisenkappel-Vellach (2.710)
  - Bad Eisenkappel, Blasnitzen, Ebriach, Koprein Petzen, Koprein Sonnseite, Leppen, Lobnig, Rechberg, Remschenig, Trögern, Unterort, Vellach, Weißenbach, Zauchen
- Griffen (3.677)
  - Altenmarkt, Enzelsdorf, Erlach, Gariusch, Gletschach, Griffen, Griffnergemeinde, Großenegg, Grutschen, Haberberg, Haberberg, Kaunz, Kleindörfl, Klosterberg, Langegg, Lichtenwald, Limberg, Lind, Obere Gemeinde, Poppendorf, Pustritz, Rakounig, Rausch, Salzenberg, Schloßberg, St. Jakob, St. Kollmann, St. Leonhard an der Saualpe, Stift Griffen, Tschrietes, Untergrafenbach, Untergreutschach, Unterrain, Wallersberg, Wölfnitz, Wriesen Gemeinden
- Diex (863)
  - Bösenort, Diex, Grafenbach, Großenegg, Haimburgerberg, Michaelerberg, Obergreutschach
- Feistritz ob Bleiburg (2.128)
  - Dolintschitschach, Feistritz ob Bleiburg, Gonowetz, Gonowetz, Hinterlibitsch, Hof, Lettenstätten, Penk, Pirkdorf, Rischberg, Ruttach-Schmelz, St. Michael ob Bleiburg, Tscherberg, Unterlibitsch, Unterort, Winkel
- Gallizien (1.825)
  - Abriach, Abtei, Dolintschach, Drabunaschach, Enzelsdorf, Feld, Freibach, Gallizien, Glantschach, Goritschach, Krejanzach, Linsendorf, Möchling, Moos, Pirk, Pölzling, Robesch, Unterkrain, Vellach, Wildenstein
- Globasnitz (1.645)
  - Globasnitz, Jaunstein, Kleindorf, Podrain, Slovenjach, St. Stefan, Traundorf, Tschepitschach, Unterbergen, Wackendorf
- Neuhaus (1.236)
  - Bach-Potoce, Berg ob Leifling, Graditschach, Hart, Heiligenstadt, Illmitzen, Kogelnigberg, Leifling, Motschula, Neuhaus, Oberdorf, Pudlach, Schwabegg, Unterdorf, Wesnitzen, Wesnitzen
- Ruden (1.600)
  - Dobrowa, Eis, Grutschen, Kanaren, Kleindiex, Kraßnitz, Lippitzbach, Obermitterdorf, Ruden, St. Jakob, St. Martin, St. Nikolai, St. Radegund, Untermitterdorf, Unternberg, Unterrain, Weißeneggerberg, Wunderstätten
- Sankt Kanzian am Klopeiner See (4.297)
  - Brenndorf, Duell, Grabelsdorf, Horzach I, Horzach II, Kleindorf I, Kleindorf II, Klopein, Lanzendorf, Lauchenholz, Littermoos, Mökriach, Nageltschach, Oberburg, Obersammelsdorf, Oberseidendorf, Peratschitzen, Piskertschach, Saager, Schreckendorf, Seelach, Seidendorf, Sertschach, Srejach, St. Kanzian am Klopeiner See, St. Lorenzen, St. Marxen, St. Primus, St. Veit im Jauntal, Stein im Jauntal, Steinerberg, Unterburg, Unternarrach, Untersammelsdorf, Vesielach, Wasserhofen, Weitendorf
- Sittersdorf (2.122)
  - Altendorf, Blasnitzenberg, Dullach, Goritschach, Hart, Homelitschach, Jerischach, Kleinzapfen, Kristendorf, Miklauzhof, Müllnern, Obernarrach, Pfannsdorf, Pogerschitzen, Polena, Proboj, Rain, Rückersdorf, Sagerberg, Sielach, Sittersdorf, Sonnegg, Tichoja, Weinberg, Wigasnitz, Winkel, Wrießnitz (alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001) Voelkermarkt

Bezirk Ried im Innkreis

Der politische Bezirk Ried im Innkreis ist ein Bezirk im Innviertel in Oberösterreich. Er grenzt im Westen an den Bezirk Braunau am Inn, im Osten an die Bezirke Schärding und Grieskirchen, im Süden an den Bezirk Vöcklabruck, im Norden an den Freistaat Bayern.

Verwaltung

Der Bezirk Ried im Innkreis gliedert sich in 36 Gemeinden, darunter mit Ried im Innkreis 1 Stadt. (alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001)

Weblinks


- Bezirk Ried im Innkreis http://doris.ooe.gv.at/geographie/geoinfo/bez/gif/bez412k.gif Ried im Innkreis

Bezirk Knittelfeld

Der politische Bezirk Knittelfeld umfasst folgende Gemeinden und Ortschaften:
- Apfelberg
  - Landschach
- Feistritz bei Knittelfeld
  - Altendorf
  - Moos
- Flatschach
- Gaal
  - Bischoffeld
  - Gaalgraben
  - Graden
  - Ingering II
  - Puchschachen
  - Schattenberg
- Großlobming
- Kleinlobming
  - Mitterlobming
- Knittelfeld
- Kobenz
  - Hautzenbichl
  - Neuhautzenbichl
  - Oberfarrach
  - Raßnitz
  - Reifersdorf
  - Unterfarrach
- Rachau
  - Glein
  - Mitterbach
- Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
  - Fötschach
  - Gottsbach
  - Leistach
  - Pichl
  - Preg
  - Preggraben
  - Ritzendorf
  - Sankt Benedikten
  - Schütt
  - Untermur
- Sankt Marein bei Knittelfeld
  - Feistritzgraben
  - Fentsch
  - Fressenberg
  - Greith
  - Hof (Gemeinde Sankt Marein
  - Laas
  - Mitterfeld (Gemeinde Sankt Marein
  - Prankh
  - Sankt Martha
  - Wasserleith
  - Kniepaß
- Sankt Margarethen bei Knittelfeld
  - Gobernitz
  - Kroisbach
  - Obermur
  - Ugendorf
- Seckau
  - Dürnberg
  - Hart
  - Neuhofen
  - Sonnwenddorf
- Spielberg bei Knittelfeld
  - Einhörn
  - Ingering I
  - Laing
  - Lind
  - Maßweg
  - Pausendorf
  - Sachendorf
  - Schönberg
  - Spielberg
  - Weyern Knittelfeld

Bezirk Vöcklabruck

Der politische Bezirk Vöcklabruck ist ein Bezirk in Oberösterreich. Er ist Teil des Hausruckviertels.

Verwaltung

Der Bezirk Vöcklabruck gliedert sich in 52 Gemeinden. (alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001) Vöcklabruck

Gaspoltshofen

Gaspoltshofen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 3.609 Einwohnern.

Geografie

Gaspoltshofen liegt auf 455 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,3 km, von West nach Ost 7 km. Die Gesamtfläche beträgt 40,6 km². 18,5 % der Fläche sind bewaldet, 71,2% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Ortsteile der Gemeinde sind: Aferhagen, Altenhof am Hausruck, Aspoltsberg, Bachhäuseln, Baumgarting, Bernhartsdorf, Buchleiten, Bugram, Edt am Stömerberg, Eggerding, Föching, Fading, Farthof, Felling, Gaspoltshofen, Gröming, Gramberg, Grub, Höft, Hörbach, Hörmeting, Hairedt, Hinterleiten, Hofing, Holzing, Hub, Hueb, Jeding, Kirchdorf, Kroißbach, Kronleiten, Leithen, Lenglach, Mösenedt, Mairhof, Moos, Mühlbach, Mühlberg, Niederbauern, Obeltsham, Oberaffnang, Oberbergham, Oberepfenhofen, Obergmain, Obergrünbach, Oberhöftberg, Oberwiesfleck, Ohrenschall, Sölliberg, Salfing, Seiring, Unteraffnang, Unterbergham, Unterepfenhofen, Untergmain, Untergrünbach, Unterhöftberg, Unterwiesfleck, Watzing, Weinberg.

Wappen

Bereits 1967 bemühte sich Gaspoltshofen um ein eigenes Gemeindewappen. Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Grün ein goldener Pfahl; beiderseits je eine vom Schildrand ausgehende, silberne Kirche mit goldenem Zwiebelhelm und Dach, schwarzer Uhrscheibe und zwei ebensolchen Rundbogenfenstern. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Grün. Die Kirchen symbolisieren die beiden im Gemeindegebiet liegenden Pfarren als Charakteristikum dieser Landgemeinde.

Geschichte

Das älteste bekannte Volk in der Gegend um Gaspoltshofen waren die Illyrer, welche von 800 v. Chr bis ca. 400 v. Chr. dieses Land besidelten. Dann wurden sie von den Kelten vertrieben (Königreich Norikum) Friedlich wurde um 15 v. Chr. die nördliche Grenze des Römischen Reichs verschoben, und Gaspoltshofen wurde Teil des römischen Imperiums. Es wurden einige bedeutsame Funde gemacht, die auf die Römerzeit hinweisen (Beispiele: "Der Herkules von Watzing" oder "Die Venus von Watzing"). Nach dem Zerfall des römischen Reichs wurde das Land entlang der Römerstraßen von Bayern besiedelt. Der Ort gehört seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. 1996 wurde Gaspoltshofen in den Rang eines Marktes erhoben, zu diesem Anlass wurde ein Gemeindebuch veröffentlich

Weltkriege

1. Weltkrieg

1914
In ganz Österreich war man erfreut, über die Kriegserklärung an Serbien. Bereits zu Beginn wurden von Gaspoltshofen 350 Mann einberufen. Diese Männer wurden am Bahnhof von vielen Leuten verabschiedet. Weitere Einberufungen aus dem Ort fanden statt am 24. August, 26. September, 15. Oktober und 1. Dezember.
1915
Das zweite Kriegsjahr begann mit der Einberufung der Jahrgänge 1887-1890 am 16. Jänner. Weitere Einberufungen erfolgten am 1., 15. und 24. Februar, 15. März, 15 Mai, 21. Juni, 16. August, 15. Oktober, 16. November und am 16. Dezember Anfang Februar waren aus der Gemeinde Gaspoltshofen 400 Mann im Feld, davon waren bereits 57 tod, verwundet oder gefangen. Die Leute welche zur Stellung mussten, wurden immer älter. So wurden im August bereits 50- jährige aus Gaspoltshofen abgezogen.
1916
Wieder wurde an acht Terminen Leute zur Stellung geschickt. Im April wurde die sogenannte "Neue Zeit" (Sommerzeit) behördlich angeordnet. Zum weiteren Einsparen wurden neben der Zuckerkarte noch die Fettkarte, die Kaffeekarte etc in Gaspoltshofen eingeführt.
1917
Die Männer, die immer wieder zur Musterung ausgeschrieben waren, fehlten auf den Bauernhöfen und darum stellten die Bauern gefangene Russen und Serben ein. Auch Kinder wurden zur Arbeit auf den heimischen Höfen getrieben, dadurch wurde der Schulbesuch vernachlässigt. In diesem schrecklihcem Jahr im April wurden die zwei Glocken der Pfarrkirche abgenommen werden, sie wurden in den "Dienst des Vaterlandes" gestellt. Die beiden Glocken stammen aus dem Jahr 1834 und wiegen zusammen 989 Kilogramm. Auch kleinere Filialkirchen mussten ihre Glocken hergeben. Am 11. Juni bewilligte das Kriegsministerium, dass jeweils die kleinste Glocke verbleiben durfte.
1918
Kriegsende. Aus der Gemeinde waren Wärend des Krieges etwa 1.000 Männer eingezogen worden- 91 davon sind gefallen. Für sie wurde in Altenhof und Gaspoltshofen Kriegerdenkmäler errichtet.

2. Weltkrieg

Nach dem Umbruch rannten etwa 400 Burschen und Mädels durch den Ort mit Nationalsozialistischen Äußerungen. Im März 1938 besuchte Adolf Hitler den Ort. Er wollte damit den Gaspoltshofenern eine Freude machen. Einen Tag später bewachten SA-Männer das Gemeindeamt. Die Gemeindetage wurden aufgelöst und nationalsozialistische Gemeindetage eingesetzt. Nach und nach wurde der Ort mit Hakenkreuzfahnen beflaggt. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Polen am 1. September 1939, begann der 2. Weltkrieg. Die Soldaten aus Gaspoltshofen waren der 45. Inflanterie-Division zugeteilt. Am 3. September war das erste Kriegsopfer der Gemeinde Gaspoltshofen zu beklagen. 1940 Der Winter 1939/1940 war der schneereichste und strengste Winter seit Menschengedenken. Über 100 Tage lang lag Schnee. Da auch Leute aus der Gemeinde als Nazigegner galten, wurden diese in Schutzhaft in eines der Konzentrationslager gesperrt. Deswegen kursierten folgende Sprüche unter der Bevölkerung von Gaspoltshofen.
Schweigen oder sterben! Lieber Herrgott, mach mich blind, Daß ich alles richtig find! Lieber Herrgott, mach mich taub, Daß ich jeden Unsinn glaub! Lieber Herrgott, mach mich stumm, Daß ich nicht nach Dachau kumm! Bin stumm ich, blind und taub zugleich, Dann paß ich in das Dritte Reich.
und
Bei Kronen und Heller, waren voller die Teller. Bei Schilling und mit Groschen, gabs auch noch zu naschen. Bei Mark und Pfennin, pfui, da gibt es sehr wenig.
Der Krieg brachte Gaspoltshofen jenes Unheil, welches über das gesamte deutschen Reich einbrach. Immer wieder wurden Leute zu der Front geschickt. Immer wieder starben welche. Immer wieder bombadierten Flugzeuge der Alliierte die Siedlung.

Das Ende des Krieges

Gaspoltshofen und Altenhof waren bereits besetzt. Hitler bereits tot; und dennoch kam es in Hörbach (ein Ortsteil von Gaspoltshofen) zu einem Gefecht. Denn in Hörbach fand die letzte Kampfhandlung des 2. Weltkrieges auf europäischen Boden statt. Der Hauptschuldirektor Dr. Alois Doppelbauer hat in einem Schulprojekt im Jahr 1980 erst herausgefunden, was bei diesem Gefecht geschah. Am 4. Mai 1945 gegen 11 Uhr wollten die Amerikaner weiter Richtung Hörbach vorrücken. Doch eine größere Anzahl (ca. 200) von Wehrmachtsangehörigen und SS-Männern, die aus Wels angerückt waren, wollten den Amerikanern beim Bahnübergang in Hörbach den Weg versperren. Den Dorfbewohnern in Hörbach wurde verboten die weiße Fahne zu hissen. Die Amerikaner holten später die 21 Toten jenes Gefechts ab und wie sich 45 Jahre später herrausstellte, haben sie die Toten in Nürnberg untergebracht. Wo sie am 8. Mai 1945 im US-Soldatenfriedhof beigesetzt wurden. 7 Gefallene des Gefechts wurden in Gaspoltshofen begraben, ebenfalls am 8. Mai.

Politik

Bürgermeister ist Ing. Wolfgang Klinger von der FPÖ.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3.499 Einwohner, 2001 dann 3.609 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hierzu zählt eindeutig die Pfarrkirche Gaspoltshofen. Welche von Sepp von Seppenburg im Jahr 1735 erbaut. Die Kirche wird Liebevoll "Der Dom vom Landl" genannt. Als einige der wenigen Kirchen Oberösterreichs besitzt diese eine Schiffskanzel. Die Kirche ist im barocken Still erbaut und wurde schon mehrere Malle renoviert.

Ansässige Großunternehmen

GEA: Klimatechnik; Bramac: Dachsysteme; Ford: Autohaus; Raiffeisenbank; Sparkasse; Kategorie:Ort in Oberösterreich

Bezirk Grieskirchen

Der politische Bezirk Grieskirchen ist ein Bezirk im Hausruckviertel in Oberösterreich nordwestlich von Wels.

Verwaltung

Der Bezirk Grieskirchen gliedert sich in 34 Gemeinden. (alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001)

Weblinks


- [http://www.ooe.gv.at/bh_gr/ Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen]
- [http://www.ooe.gv.at/bh_gr/bezirk/geschichte.htm Geschichte] Grieskirchen

Glödnitz

Glödnitz ist eine Gemeinde im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten.

Geografie

Geografische Lage

Das Glödnitztal ist ein Seitental des Gurktals in den Gurktaler Alpen. Glödnitz grenzt an die Steiermark und an die Nachbargemeinden Metnitz, Weitensfeld im Gurktal, Deutsch-Griffen und Albeck.

Gemeindegliederung

Ortschaften: Altenmarkt, Bach, Brenitz, Eden, Flattnitz, Glödnitz, Grai, Hohenwurz, Jauernig, Kleinglödnitz, Laas, Lassenberg, Moos, Rain, Schattseite, Torf, Tschröschen, Weißberg, Zauchwinkel

Geschichte

In der Römerzeit führte ein wichtiger Verkehrsweg durch das Glödnitztal, und in Beliandrum (wahrsch. Altenmarkt) und Tarnasici (Flattnitz) waren Poststationen eingerichtet. Die erste urkundliche Erwähnung des Orts stammt aus dem Jahr 898 (als Glodati). Bis ins 19. Jahrhundert hinein gab es lediglich einige kleine Höfe und Keuschen. 1848 kam es im Gefolge der bürgerlichen Revolution zur Bauernbefreiung. Es entstand erstmals die Ortsgemeinde Glödnitz. Bei der ersten Wahl wurde der Wirt Franz Gasser Bürgermeister. Ab den 1920er Jahren wandte man sich auch des Tourismus zu, der heute eine wirtschaftlich wichtige Rolle in Glödnitz spielt. __NOTOC__ Kategorie: Ort in Kärnten

Bezirk Sankt Veit an der Glan

Verwaltung

Der Bezirk St. Veit a. d. Glan gliedert sich in 20 Gemeinden, darunter 4 Städte. Städte
- Althofen (4.732)
  - Aich, Althofen, Eberdorf, Epritz, Krumfelden, Muraniberg, Rabenstein, Rain, Töscheldorf, Treibach
- Friesach (5.462)
  - Dobritsch, Dobritsch, Dörfl, Engelsdorf, Friesach, Gaisberg, Grafendorf, Guldendorf, Gundersdorf, Gunzenberg, Gwerz, Harold, Hartmannsdorf, Hundsdorf, Ingolsthal, Judendorf, Kräuping, Leimersberg, Mayerhofen, Moserwinkl, Oberdorf I, Oberdorf II, Olsa, Pabenberg, Reisenberg, Roßbach, Sattelbogen, Schratzbach, Schwall, Silbermann, St. Johann, St. Salvator, St. Stefan, Staudachhof, Stegsdorf, Timrian, Wagendorf, Wels, Wiegen, Wiesen, Zeltschach, Zeltschachberg, Zienitzen, Zmuck
- Sankt Veit an der Glan (12.839)
  - Affelsdorf, Aich, Altglandorf, Arndorf, Baardorf, Baiersdorf, Beintratten, Blintendorf, Dellach, Draschelbach, Eberdorf, Galling, Gersdorf, Glandorf, Holz, Hörzendorf, Karlsberg, Karnberg, Laasdorf, Lebmach, Mairist, Milbersdorf, Muraunberg, Niederdorf, Pflugern, Pörtschach am Berg, Preilitz, Projern, Radweg, Raggasaal, Ritzendorf, St. Andrä, St. Donat, St. Veit an der Glan, Streimberg, Tanzenberg, Ulrichsberg, Unterbergen, Untermühlbach, Unterwuhr, Wainz
- Straßburg (2.335)
  - Bachl, Buldorf, Dielach, Dobersberg, Dörfl, Drahtzug, Edling, Gassarest, Glabötsch, Gruschitz, Gundersdorf, Hackl, Hausdorf, Herd, Hohenfeld, Höllein, Kraßnitz, Kreuth, Kreuzen, Kulmitzen, Langwiesen, Lees, Lieding, Machuli, Mannsdorf, Mellach, Mitterdorf, Moschitz, Olschnitz, Olschnitz-Lind, Olschnögg, Pabenberg, Pöckstein-Zwischenwässern, Pölling, Ratschach, Schattseite, Schmaritzen, Schneßnitz, St. Georgen, St. Jakob, St. Johann, St. Magdalen, St. Peter, Straßburg-Stadt, Unteraich, Unterfarcha, Unterrain, Wildbach, Wilpling, Winklern Marktgemeinden
- Brückl (3.110)
  - Brückl, Christofberg, Eppersdorf, Hart, Hausdorf, Johannserberg, Krainberg, Krobathen, Labegg, Michaelerberg, Oberkrähwald, Ochsendorf, Pirkach, Salchendorf, Schmieddorf, Selesen, St. Filippen, St. Filippen, St. Gregorn, St. Ulrich am Johannserberg, Tschutta
- Eberstein (1.505)
  - Baumgarten, Eberstein, Gutschen, Hochfeistritz, Kaltenberg, Kulm, Mirnig, Rüggen, St. Oswald, St. Walburgen
- Gurk (1.311)
  - Dörfl, Finsterdorf, Föbing, Gassarest, Glanz, Gruska, Gurk, Gwadnitz, Hundsdorf, Kreuzberg,Krön, Masternitzen, Niederdorf, Pisweg, Ranitz, Reichenhaus, Straßa, Sutsch, Zabersdorf, Zedl, Zedroß, Zeltschach
- Guttaring (1.565)
  - Baierberg, Dachberg, Deinsberg, Dobritsch, Gobertal, Guttaring, Guttaringberg, Höffern, Höffern, Hollersberg, Maria Hilf, Oberstranach, Rabachboden, Ratteingraben, Schalkendorf, Schelmberg, Schrottenbach, Sonnberg, St. Gertruden, Übersberg, Urtl, Urtlgraben, Verlosnitz, Waitschach, Weindorf
- Hüttenberg (1.804)
  - Andreaskreuz, Gobertal, Gossen, Heft, Hinterberg, Hüttenberg, Hüttenberg Land, Jouschitzen, Knappenberg, Lichtegg, Lölling Graben, Lölling Schattseite, Lölling Sonnseite, Obersemlach, Semlach, St. Johann am Pressen, St. Martin am Silberberg, Stranach, Unterwald, Waitschach, Zosen
- Klein Sankt Paul (2.195)
  - Buch, Drattrum, Dullberg, Filfing, Grünburg, Katschniggraben, Kirchberg, Kitschdorf, Klein St. Paul, Maria Hilf, Mösel, Müllergraben, Oberwietingberg, Prailing, Prailing, Raffelsdorf, Sittenberg, Unterwietingberg, Wietersdorf, Wietersdorf, Wieting
- Liebenfels (3.273)
  - Bärndorf, Beißendorf, Eggen I, Eggen II, Freundsam, Gasmai, Glantschach, Gößeberg, Graben, Gradenegg, Grassendorf, Grund, Hardegg, Hart, Hoch-Liebenfels, Hohenstein, Kraindorf, Kulm, Ladein, Lebmach, Liebenfels, Liemberg, Lorberhof, Mailsberg, Metschach, Miedling, Moos, Pflausach, Pflugern, Pulst, Puppitsch, Radelsdorf, Rasting, Reidenau, Rohnsdorf, Rosenbichl, Sörg, Sörgerberg, St. Leonhard, Tschadam, Waggendorf, Wasai, Weitensfeld, Woitsch, Zmuln, Zojach, Zwattendorf, Zweikirchen
- Metnitz (2.450)
  - Auen, Feistritz, Felfernigthal, Grades, Klachl, Laßnitz, Maria Höfl, Marienheim, Metnitz, Mödring, Oberalpe, Oberhof Schattseite, Oberhof Sonnseite, Preining, Schnatten, Schwarzenbach, Teichl, Unteralpe, Vellach, Wöbring, Zanitzberg, Zwatzhof
- Weitensfeld im Gurktal (2.474)
  - Ading, Aich, Altenmarkt, Bach (Zweinitz), Braunsberg, Brunn (Zweinitz), Dalling, Dielach, Dolz, Edling, Engelsdorf, Grabenig, Grua, Hafendorf, Hardernitzen, Hundsdorf, Kaindorf, Kleinglödnitz, Kötschendorf, Kraßnitz, Lind, Massanig, Mödring, Mödritsch, Nassing, Niederwurz, Oberort, Planitz, Psein, Reinsberg, Sadin, St. Andrä, Steindorf, Traming, Tschriet, Weitensfeld, Wullroß, Wurz, Zammelsberg, Zauchwinkel, Zweinitz Gemeinden

- Deutsch-Griffen (1.023)
  - Albern, Arlsdorf, Bach, Bischofsberg, Brunn, Deutsch Griffen, Faulwinkel, Gantschach, Göschelsberg, Graben, Gray, Hintereggen, Hochrindl, Leßnitz, Meisenberg, Messaneggen, Mitteregg, Oberlamm, Pesseneggen, Ratzendorf, Rauscheggen, Sand, Spitzwiesen, Tanzenberg, Unterlamm
- Frauenstein (3.528)
- Glödnitz (1.004)
  - Altenmarkt, Bach, Brenitz, Eden, Flattnitz, Glödnitz, Grai, Hohenwurz, Jauernig, Kleinglödnitz, Laas, Lassenberg, Moos, Rain, Schattseite, Torf, Tschröschen, Weißberg, Zauchwinkel
- Kappel am Krappfeld (2.107)
  - Boden, Dobranberg, Dürnfeld, Edling, Freiendorf, Garzern, Gasselhof, Geiselsdorf, Gölsach, Grillberg, Gutschen, Haide, Haidkirchen, Kappel am Krappfeld, Krasta, Krasta, Landbrücken, Latschach, Lind, Mannsberg, Mauer, Möriach, Muschk, Oberbruckendorf, Passering, Pölling, Poppenhof, Rattenberg, Schöttlhof, Silberegg, St. Florian, St. Klementen, St. Martin am Krappfeld, St. Willibald, Unterbergen, Unterpassering, Unterstein, Windisch, Zeindorf
- Micheldorf (1.201)
  - Gasteige, Gaudritz, Gulitzen, Hirt, Lorenzenberg, Micheldorf, Ostrog, Ruhsdorf, Schödendorf, Schödendorf
- Mölbling (1.273)
  - Bergwerksgraben, Breitenstein, Brugga, Dielach, Drasenberg, Eixendorf, Gaming, Gerach, Gratschitz, Gunzenberg, Kogl, Mail, Meiselding, Mölbling, Pirka, Rabing, Rastenfeld, Ringberg, St. Kosmas, St. Stefan am Krappfeld, Stein, Stein, Stoberdorf, Straganz, Treffling, Tschatschg, Unterbergen, Unterdeka, Wattein, Welsbach
- Sankt Georgen am Längsee (3.551)
  - Bernaich, Dellach, Drasendorf, Fiming, Fiming, Garzern, Goggerwenig, Goggerwenig, Gösseling, Hochosterwitz, Kreutern, Krottendorf, Labon, Launsdorf, Maigern, Mail-Süd, Niederosterwitz, Pirkfeld, Podeblach, Pölling, Rain, Reipersdorf, Rottenstein, Scheifling, Siebenaich, St. Georgen am Längsee, St. Martin, St. Peter, St. Sebastian, Stammerdorf, Taggenbrunn, Thalsdorf, Töplach, Tschirnig, Unterbruckendorf, Unterlatschach, Weindorf, Wiendorf, Wolschart (alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001) Sankt Veit an der Glan

Gmünd in Kärnten

Gmünd ist eine Stadt im Liesertal in Kärnten, benannt nach der Mündung der Malta in die Lieser.

Geografie

Gemeindegliederung

12 Ortsteile: Gmünd, Karnerau, Landfraß, Moos, Moostratten, Oberbuch, Oberkreuschlach, Perau, Platz, Treffenboden, Unterbuch, Unterkreuschlach

Geschichte

Gmünd entstand als Salzburger Vorposten zum Schutz des Katschbergsattels gegen die Kärntner. Dementsprechend ist die kleine barocke Altstadt für Kärnten ungewöhnlich. Als Relikt dieser Phase wird im schon lange zu Kärnten gehörigen Liesertal noch heute eine Salzburger Mundart gesprochen. Dies trifft vor allem auf das oberste Liesertal, das Katschtal, zu. Erwähnenswert ist, dass Ferdinand Porsche die Produktionsstätte seiner Firma Porsche kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in das wenig betroffene Gmünd verlegte. Hier wurden bis 1950 die ersten Modelle des Porsche 356 gebaut. Daran anknüpfend wurde 1982 ein Porschemuseum eingerichtet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist neben der schmucken Altstadt und dem erwähnten Porschemuseum die Burg. Eine besondere Kuriosität stellt die zweigeteilte Kirche am Kreuzbichl dar: Zwischen Altarraum und Gemeinde verläuft eine befahrbare Straße, die auch während der Gottesdienste benutzt werden kann.

Weblinks


- [http://www.porschemuseum.at/seiten/mainindex.html Porsche-Museum Gmünd] Kategorie:Ort in Kärnten __NOTOC__

Bezirk Spittal an der Drau

Verwaltung

Der Bezirk Spittal an der Drau gliedert sich in 33 Gemeinden, darunter 3 Städte. Städte

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