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Kreativität

Kreativität

Kreativität (von lat. creatio - Schöpfung) ist die Fähigkeit intelligenter Lebewesen, neue und unübliche Kombinationen für bestehende und neue Aufgabenstellungen zu finden. Das Patentrecht bietet die international standardisiertesten Verfahren zur Beurteilung von Kreativität und setzt voraus, dass Kreationen "sinnvoll" seien. Im anderen Bereichen - z.B. in der Kunst - ist dagegen der Zweck kein Maßstab zur Beurteilung der schöpferischen Leistung. Bei der Schaffung von Chindōgus ist sogar das Fehlen kommerzieller Nutzbarkeit ein Qualitätskriterium. Voraussetzung für Kreativität ist die Fähigkeit, Dinge und Vorgehensweisen frei und neu kombinieren und entwickeln zu können. Eine andere, sehr gebräuchliche Definition lautet: Kreativität ist die Fähigkeit, produktiv gegen Regeln zu denken und zu handeln (also: nicht nur zu kombinieren) und damit auch neue Regeln aufzustellen. Allgemein ist Kreativität eine "intelligente" Sonderform der Produktivität. Darum kann Kreativität im Umkehrschritt als ein Indikator für die Intelligenz von Lebewesen dienen. Unter Kreativität kann demnach die schöpferische, Ideen entwickelnde Kraft des Menschens verstanden werden. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass dabei etwas völlig neues auf der Grundlage von bisher Unbekanntem geschaffen wird. Neues entsteht vielmehr dadurch, dass bei dem kreativen Prozess vorhandenes Wissen in "ungewöhnlicher" Weise kombiniert wird. Aus diesem Grund wird der Prozess oft als unlogisch empfunden, das Ergebnis jedoch als im höchsten Maße logisch wahrgenommen. Siehe auch: Kreativitätstechnik, Phasen des kreativen Prozesses, Innovation

Zitate

Neues entsteht an den Grenzen. Und nur dort. Durch achtsames Überschreiten und gekonnte Kombination.Bernhard von Mutius Man kann sagen, Kreativität ist die wichtigste Eigenschaft im Leben. Mit ihr kann man mehr erreichen, glücklicher sein, flexibel und vor allem einfallsreich sein. Probleme lassen sich durch wahre Blitzgedanken sofort lösen, ohne darüber lange und verzweifelt nachzudenken. Kreativität spielt oftmals auch im Beruf und den damit verbundenen Anforderungsprofilen eine wichtige Rolle. z.B. braucht man in der Fotografie Kreativität um sein gestalterisches Talent zu verwirklichen. Auch in Bereichen wie Malerei, d.h. in künstlerischen Berufen, oder Design, sowie Architektur, ist sie manchmal unausweichlich und ebenso erfolgsabhängig. Doch darf man sie nicht nur auf diese Bereiche beschränken, spielt sie doch in jeden Lebensabschnitten oder Lebensbereichen einen ausschlaggebenen Faktor. Kreativität macht sich z.B oftmals in Gedichten bemerkbar, die einem auf den ersten Blick gar nicht gefallen, da sie wirr und konfus sind. Dann kommt meistens die übliche Frage auf, warum man selbst nicht auf diese Idee, die anfangs so sinnlos verwirklicht schien, gekommen ist. Auch bei Kunstwerken, die auf das Interesse aller Bevölkerungsschichten stoßen sollten, findet man interessant umgesetzte Motive, die nicht zuletzt deshalb so anziehend und schön wirken, weil der Künstler seine eigene Kreativität zum Ausdruck brachte. Sie ist oftmals auch ein Spiegel der Wirklichkeit, erkennt man doch eben durch diese Gabe (Kreativität) den Charakter eines Menschen am besten. Auf welche Art und Weise er Probleme löst, wie er mit Dingen umgeht, wie flexibel er auf Alltagssituationen reagiert oder sogar auf welche Art und Weise er es auch immer schafft an Geld zu kommen. Kreativität ist tief mit der menschliche Seele und dem Unterbewusstsein verankert, sodass Menschen viele einfallsreiche Eigenschaften nie ans Tageslicht bringen können, da sie es gar nicht einmal versuchenn wollen, von ihrem Alltag in einigen Gewohnheiten abzuweichen. Dies soll nicht heißen, dass die meist angeborene und "anerzogene" Einstellung des Menschen die Kreativität eingrenzt, verdrängt oder gar fördert. Man kann sie allerdings auch nicht erlernen. Man muss sie ausleben, da jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise kreativ ist, d.h. in Lebensbereichen, von denen man nie erdacht hätte, dass sie auf kreativer Grundlage basieren. (zitat?)

WebLinks


- [http://www.whyareyoucreative.com/ Why are you creative?]
- [http://www.geistesblitz.de Geistesblitz - Blog mit vielen Artikeln zu den Themen Kreativität und Rhetorik]
- [http://www.akus.at/bildung.html ARGE für Kunsttherapie und Supervision]
- [http://www.creativcoach.com Das Wissensportal rund um Kreativität und Ideenfindung] ! simple:Creativity

Kombination (Verbindung)

Die Kombination stellt die Vereinigung einer Menge M(a,b,c) von Elementen dar, wobei die Reihenfolge der Elemente keine Beachtung findet. In der Kombination sind also 'ab' und 'ba' gleichwertig, da die Reihenfolge von 'b' und 'a' keine Beachtung findet. Die Vereinigung von Elemente nennt man Klasse. Eine Klasse der Menge M währe also z.B. 'ac'. Man unterscheidet zwischen Kombinationen ohne Wiederholung und mit Widerholung. ohne Wiederholung: Kombinationen: ab, ac, bc Anzahl möglicher Kombinationen: C(n,k) = (n über k) mit Wiederholung: Kombinationen: ab, ac, bc, aa, bb, cc Anzahl möglicher Kombinationen: C(n,k) = ( (n+k-1) über k) wobei n=Anzahl der Elemente in M und k=Anzahl der Elemente pro Klasse sind. Ein Beispiel für Kombination ohne Wiederholung ist das Spiel 6 aus 49. Hier ergeben sich 13.983.816 mögliche Kombinationen (ohne Zusatzzahl). Der Begriff Kombination ist ein elementarer Grundbegriff der Stochastik.

Chindōgu

Das Chindōgu (jap. 珍道具, wörtlich: seltenes Gerät) ist eine humoristische Abart einer Erfindung und gleichzeitig auch eine Art Witz. Ein Chindōgu löst bewusst ein Problem so umständlich wie möglich (und nicht so einfach wie möglich). Der Humor der Chindōgus liegt darin, daß der tatsächliche Einsatz der Erfindung mehr Probleme verursachen als lösen würde. Ein Chindōgu ist z.B. eine Regenschirm-Krawatte, bei der sich ein Geschäftsmann statt der Krawatte einen Regenschirm mit Halsband umbindet. Vorgeblicher Zweck: Man ist immer für Regen gerüstet, weil man nie Gefahr läuft, den Regenschirm zu Hause zu vergessen. Chindōgus müssen nicht unbedingt funktionstüchtig sein; das Chindōgu wird nur hergestellt oder auch nur arrangiert, um fotografiert werden zu können. Das Konzept (wie auch der Name) der Chindōgus stammt aus Japan. Der japanische Humor setzt oft auf die Peinlichkeit einer Situation. Daher gehört zum Chindōgu ein Foto, auf dem das Chindōgu tatsächlich in einer Alltagssituation verwendet zu werden scheint. Natürlich wirkt ein Geschäftsmann, der eine Regenschirm-Krawatte umgebunden hat, inmitten anderer Geschäftsleute mit normalen Krawatten lächerlich. Chindōgus sind auch eine Satire auf die Erfindungswut japanischer Firmen, die gemäß dem Kaizen-Konzept dem Verbraucher vorgaukeln müssen, dass er ein Gerät ständig neu kaufen muss, weil eine kleine Funktion hinzugekommen ist, auch wenn das alte Gerät noch funktioniert. Insofern sind die Stereoanlagen mit Karaoke-Funktion und die Mobiltelefone mit eingebautem Fernseher unbeabsichtigte Chindōgus, eine Realsatire. Gelegentlich finden Chindōgu-Produkte sogar kommerzielle Anwendungen – und verlieren damit selbstverständlich sofort ihren Chindōgu-Status. Ein Beispiel sind beidseitig „betretbare“ Toilettenpantoffeln, die im Jahr 2003 im Versandkatalog einer japanischen Landwirtschafts-Kooperative angeboten wurden.

Siehe auch


- Rube Goldberg Kategorie:Kultur (Japan) Kategorie:Humor

Kreativer Prozess

Unter dem kreativen Prozess sind die Schritte zu verstehen, die notwendig sind, um ein Problem kreativ zu lösen. Dabei werden diese Schritte oft mehrfach durchlaufen. :Jeder kreative Prozess findet in einem Ökosystem statt, dessen Chaos und Ordnung, Zufall und Gesetz, Freiheit und Strukturzwang, Spontaneität und Berechnung in vielfältigen, dauernd wechselnden Kombinationen die quantitativen und qualitativen Aspekte dieses Prozesses bestimmen. (Gottlieb Guntern) Im kreativen Prozess geht es also darum ein "stabiles" Ergebnis (real und logisch erfassbar) aus der Kombination von
- Ordnung: Zwang, Gesetz, Berechnung, logisches Denken (linke Hirnhälfte) und
- Chaos: Freiheit, Zufall, Spontaneität, laterales Denken (rechte Hirnhälfte) zu finden. Um dies zu erreichen sind die typische Eigenschaften eines Ökosystems (Kreisläufe, Rückkopplung, Kommunikation, Selbstorganisation) notwendig. Siehe auch: Phasen des kreativen Prozesses, Systemtheorie, Prozess Kategorie:Pädagogische Methode/Lehre Kategorie:Kreativität

Phasen des kreativen Prozesses

Kreative Prozesse vollziehen sich bewusst oder unbewusst in verschiedenen Phasen. Zur systematischen Lösung von Problem-/ Aufgabenstellungen ist die bewusste Vorgehensweise mit Hilfe eines Phasenmodells empfehlenswert. In der Literatur tauchen Phasenmodelle mit unterschiedlichen Anzahlen von Phasen auf. Hier werden zwei dieser Modelle vorgestellt.

Drei-Phasen-Modell

Analytische Phase

Bestehend aus Problemanalyse und Zieldefinition. Sowohl das Problem als auch das Ziel werden zu Anfang eines Ideenfindungsprozesses besprochen, um eine einheitliche Ausgangsbasis herzustellen.

Intuitive Phase

Nach der Festlegung von Problem und Ziel erst beginnt das Suchen nach Ideen zur Problemlösung. Um möglichst viele, originelle Ideen zu finden, können Kreativitätstechniken angewendet werden. In dieser Phase ist jegliche Kritik an Ideen zu unterbinden. Es wird empfohlen, nach einer anstrengenden Denkphase zu entspannen und von dem Problem Abstand zu nehmen, um in der Inkubationszeit dem Unterbewusstsein die Möglichkeit zu geben, Geistesblitze zu entwickeln.

Kritische Phase

Erst nachdem die intuitive Phase beendet ist, werden Ideen in Bezug auf das gesetzte Ziel bewertet und zur weiteren Verfolgung ausgewählt.

Vorteile

Eine Zerlegung des kreativen Prozesses in diese drei Phasen hat entscheidende Vorteile:
- Klarheit/Konsens über Problemstellung und Ziel
- Trennung von Ideenfindung und -bewertung

Vier-Phasen-Modell

Dieses Modell geht zurück auf Beobachtungen des deutschen Physiologen und Physikers Hermann von Helmholtz (1884) und des französischen Mathematikers Henri Poincaré (1908). Graham Wallas hat diese Beobachtungen 1926 zu einer systematischen Theorie des kreativen Denkens zusammengefasst. Heute gelten die von Wallas eingeführten Stichworte als universelle Elemente, die während der Gedankenarbeit fast immer in ähnlicher Weise auftauchten.

Phase der Preparation (Vorbereitung): Das Problem wird als solches erkannt

Die erste Phase ist die Einstimmung auf das Problem. Die Vorbereitungsphase hat einen stark entdeckenden Charakter und wird auch Phase der Exploration oder der Saturation (Helmholtz, Poincaré) genannt. Hier findet das Entdecken und Sammeln von Informationen über das Problem statt und somit wird ein Wissen aufgebaut. Aus diesem angesammelten Rohmaterial werden später kreative Lösungsansätze entwickelt. Es ist von der Situation abhängig, auf welche Weise ein Individuum oder eine Gruppe zu kreativen Leistungen animiert werden kann. Die Literatur führt diesbezüglich hinreichend Beispiele an. So mögen das neue Positionieren des Schreibtisches, Auf-und-ab-gehen, autogenes Training, ein morgendlicher Dauerlauf oder ein tägliches trockenes Hautbürsten von den Extremitäten zum Herzen hin einen positiven Einfluss ausüben. Ein Augentraining zur Harmonisierung der Gehirnhälften oder Freudeübungen wie positive Eigenmotivation durch eine freundliche innere Stimme werden ebenso empfohlen, eine inspirierende Atmosphäre zu stimulieren.

Phase der Inkubation: Man glaubt nie eine Lösung zu finden und fühlt sich schlecht

Aus medizinischer Sicht beschreibt der Begriff Inkubation die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch einer Krankheit. Im übertragenen Sinne dominiert während dieser Kreativitätsphase nicht das bewusste geistige Ringen um und mit Rohmaterial sondern ein Reifeprozess. Um diesen Prozess ungestört ablaufen zu lassen, entfernt sich der Kreative bewusst von dem Problem, verneint es und beschäftigt sich mit Themen, die scheinbar nichts mit dem Problem zu tun haben. Diese Abkehr kann einen Ausbruch aus gewohnten Denkmustern ermöglichen. Künstler berichten in dieser Phase beispielsweise von einer Rückwärtsbewegung vom Wort zum Bild, die schöpferische Impulse auslösen kann. Der Autor Schlicksupp empfiehlt, der eigenen unbewussten Kreativität zu vertrauen: Die Inkubation sei die Phase, in der die während der ersten Phase angesammelten Informationen in das Unterbewusstsein absinken und dort schwebend weiterverarbeitet werden.

Phase der Illumination: der Geistesblitz

Als plötzliche „Erleuchtung“ oder auch „Heureka-Erlebnis“ wird der kreative Einfall bewertet. Dabei handelt es sich um eine Einsichtsphase, die das Erlebnis des Richtigseins beschreibt. Bei einem Individuum kann plötzlich ein lang ersehnter Lösungsansatz aus dem Unterbewusstsein auftauchen. In einer Gruppe kann eine zufällige Wahrnehmung eines nebensächlichen Details oder das Verhalten einer anderen Person dieses Erlebnis auslösen.

Phase der Verifikation: Man glaubt nie fertig zu werden und ist immer unzufrieden mit seiner Lösung

Die gefundenen Lösungsansätze bedeuten meist noch nicht die völlige Lösung eines Problems. In der vierten Phase, auch Gestaltungsphase oder Phase der Elaboration genannt, werden die Lösungsansätze systematisch ausgearbeitet und die gewonnenen Einsichten auf Machbarkeit überprüft. In vielen Projekten mündet diese Phase zuerst in der Präsentation einer Idee vor einem Entscheidungsgremium. Hier gibt Helmut Schlicksupp zu beachten, dass je embryonaler eine Idee ist, desto angreifbarer sie gegenüber Kritik und Zweifeln wird. Daher ist eine detaillierte Ausgestaltung der Idee wichtig, die über Funktionen, Nutzen und Wert genau Auskunft gibt. Zuweilen wird von einer fünften Phase gesprochen: Der Elaboration, also der Ausarbeitung des Gedankens. Bei Poincaré finden sich diese fünf Phasen, wenn auch nicht unter den Stichworten, die Wallas eingeführt hat. Systematisch hängen aber Verifikation und Elaboration miteinander zusammen. Poincaré war der Überzeugung, dass die Ausarbeitung Teil der Überprüfung ist. Insofern ist die Beschränkung auf vier Phasen durchaus berechtigt.

Siehe auch


- Ideenfindung
- Kreativität
- Kreative Pause Kategorie:Pädagogische Methode/Lehre Kategorie:Kreativität

Bernhard von Mutius

Bernhard von Mutius (
- 7. Mai 1949 in Heidelberg) ist deutscher Philosoph und Sozialwissenschaftler. Als Leiter des Bergweg-Forums: Denken der Zukunft, als Vermittler zwischen Wissenschaft und Praxis und als unabhängiger Ratgeber für Wirtschaft und Politik arbeitet von Mutius an intellektuellen und sozialen Zukunftsperspektiven für die globale Wissensgesellschaft. Er selbst versteht sich eher als Anreger und hat sich stets jeglicher einfachen Zuordnung zu entziehen versucht. Das Denken "inbetween", die grenzüberschreitende Wissensvernetzung, das systemische "ZusammenFühren" neuer (und alter) Denkansätze hält er mit Blick auf die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts für eine der wichtigsten, innovativen Aufgaben dieser Zeit: An den Grenzen von gestern entstehen die Lösungen von morgen.

Leben

Nach seinem Studium in Philosophie, Geschichte, Politik und Ökonomie führte er zunächst diverse Lehrtätigkeiten mit dem Schwerpunkten europäische Ideengeschichte und Geschichte der Wissenschaften aus. Seit Anfang der achtziger Jahre arbeitet Bernhard von Mutius selbständig: forschend und strategisch beratend an den Schnittstellen von ökonomischen und sozialen Veränderungsprozessen. 1989 gründete er das wissenschaftliche, interdisziplinäre Bergweg-Forum Denken der Zukunft e.V., dessen Vorsitzender er ist. 1995 war er Mitbegründer des Corporate Citizenship Netzwerks "Unternehmen: Partner der Jugend". Im gleichen Jahr rief er - gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger und dem Fraunhofer Institut IAO - die Stuttgarter Management Symposien ins Leben. Seit 1999 konzipiert er als wissenschaftlicher Berater die Johannisberger Gespräche und andere Dialoge zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur sowie Zukunftsforen zur Vermittlung von interdisziplinärem Denken und Führungswissen. Neben seinen Innovations- und Beratungsprojekten sowie ehrenamtlichen Tätigkeiten arbeitet er in verschiedene Beiräten, u.a. für die Zeitschrift "Internationale Politik" der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und ist Verfasser vielbeachteter Publikationen über Erneuerungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft.

Grundlagen

Hält unser Denken Schritt mit den tiefgreifenden Veränderungen in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft? Was müssten wir neu lernen, um mit der zunehmenden Komplexität und Dynamik der Entwicklungen verständiger als bisher umzugehen? Was müssten wir neu oder anders denken, wenn wir Innovations- oder Reformprojekte entwickeln, damit mehr Neues entsteht, das besteht? Das sind die Leitfragen, die das Arbeitsfeld von Bernhard von Mutius begründen. Mit diesen Fragen hat er sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in interdisziplinären Gesprächen zwischen Natur- und Sozialwissenschaften, Hirnforschung und Kognitionswissenschaften, Ökonomie, Kunst und Philosophie] – so u.a. mit [[Heinz von Foerster]], [[Carl Friedrich von Weizsäcker, Francisco Varela, Wolf Singer, Fritz B. Simon, Michael Hutter, Franz Reither – vor allem im Rahmen des Bergweg-Forum Denken der Zukunft intensiv auseinandergesetzt. Dabei ging und geht es ihm darum, methodische Grundlagen eines anderen (systemischen, kybernetischen, ethischen und zugleich ästhetischen) Herangehens an die intellektuellen, sozialen und kulturellen Herausforderungen dieser Zeit zu erforschen und diese im Dialog praxisorientiert weiter zu entwickeln. Mit dieser Grundlagenarbeit verfolgt er das Ziel, die verbindenden Muster eines zukunftsfähigen Alltagsdenkens zu sondieren, die auf einem neuen "Sowohl-als-auch" basieren: Die Muster eines relationalen, wieder einschließenden Denkens einer wohlverstandenen "zweiten Aufklärung"", die Muster einer konstruktiven Intelligenz, die uns neue, zugleich innovative und kooperative Lösungsmöglichkeiten für unser Handeln im 21. Jahrhundert eröffnen könnten. Diese Arbeit mündete u.a. in zwei grenzüberschreitenden Studien: Bernhard von Mutius, Die Verwandlung der Welt. Ein Dialog mit der Zukunft. Klett-Cotta 2001 (2. Auflage) sowie Bernhard von Mutius (Hg.) Die andere Intelligenz. Wie wir morgen denken werden. Klett-Cotta 2004 (2. Auflage).

Werke (Auswahl)


- Die Kunst der Erneuerung, Campus, Frankfurt/New York 1995
- Die Verwandlung der Welt. Ein Dialog mit der Zukunft, Klett-Cotta, Stuttgart 2001
- Rethinking Leadership in the Knowledge Society, in: Bounfour/Edvinsson, "Intellectual Capital for Communities", Elsevier, Burlington (MA) 2004
- Die andere Intelligenz. Wie wir morgen denken werden (Hrg.), Klett-Cotta, Stuttgart 2004
- Deutschland als lernende Nation. Wie Neues entsteht, das besteht in: Internationale Politik 10/2005

Weblinks


- [http://www.vonmutius.de/ http://www.vonmutius.de]
- Mutius, Berhard von Mutius, Berhard von Mutius, Berhard von Mutius, Berhard von

Kategorie:Kreativität

siehe auch Kategorie Erkenntnistheorie Kategorie:Tätigkeit Kategorie:Pädagogik

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