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Knaus-Ogino-Verhütungsmethode

Knaus-Ogino-Verhütungsmethode

Die Knaus-Ogino-Methode, auch Kalendermethode genannt, ist die älteste wissenschaftlich fundierte Methode der natürlichen Familienplanung. (Pearl-Index 15-38) Sie ist benannt nach dem Österreicher Hermann Knaus und dem Japaner Kjasaku Ogino, die diese Methode auf dem Gynäkologenkongress in Leipzig im Mai 1928 zum ersten Mal vorstellten. Bei der Knaus-Ogino-Methode wird die Zykluslänge erfasst und daraus der Tag des voraussichtlichen Follikelsprungs berechnet.

Allgemeine Annahmen

Die Lebensdauer der Spermien beträgt 3 Tage, die Befruchtungsfähigkeit der Eizelle beträgt 6-12 Stunden. Es sollten die Zykluslängen der letzten zwölf Monate bekannt sein. Hieraus ergibt sich

Berechnung nach Knaus

: erster fruchtbarer Tag = kürzester Zyklus - 17 Tage : letzter fruchtbarer Tag = längster Zyklus - 13 Tage Bemerkung: Der 1. Tag des Zyklus ist der Beginn der Monatsblutung

Berechnung nach Ogino

: erster fruchtbarer Tag = kürzester Zyklus - 18 Tage : letzter fruchtbarer Tag = längster Zyklus - 11 Tage

Historisches

Die Methode hat auch den Spitznamen Katholiken-Roulette oder römisches Roulette, da sie sehr unsicher ist, aber von Papst Pius XII. am 29. Oktober 1951 in einer Rede vor Mitgliedern des katholischen italienischen Hebammenverbandes als einzige Methode der Empfängnisverhütung für tolerabel und anwendbar erklärt wurde. Zwar sei grundsätzlicher Zweck der Ehe die Zeugung von Nachkommen und alle Verhütungsmethoden daher von Übel, bei gewichtigen Gründen körperlicher oder seelischer Natur könne diese Methode aber hingenommen werden, da Enthaltsamkeit in der fruchtbaren Zeit nicht in die natürlichen Abläufe eingreife.

Schwächen

Die Schwäche der Methode liegt darin, dass von vergangenen Zyklen auf den aktuellen Zyklus geschlossen wird, der Follikelsprung jedoch 14 Tage vor der nächsten Menstruation erfolgt und die präovulatorische Zyklusphase z.B. durch Stress, Ortsveränderungen und Erkrankungen variieren kann, so dass die Berechnung oft fehlerhaft ist. Bei der Knaus-Ogino-Methode werden keine körperlichen Veränderungen wie die des Muttermundschleims oder der Basaltemperatur beachtet, die weitere Hinweise auf die Fruchtbarkeit im aktuellen Zyklus geben. Daher kann sie nicht zur Empfängnisverhütung, sondern eher umgekehrt bei Kinderwunsch zur "Eingrenzung" des Empfängniszeitraums empfohlen werden. Seit den 90ern erscheinen Weiterentwicklungen der Knaus-Ogino-Methode, die die Sicherheit entscheidend verbessern, z.B. die Standard Days Method™ oder noch ausgefeilter Perimon. Nachteile dieser sichereren Methoden sind, dass die als eindeutig unfruchtbar erkannten Tage weniger werden. Im Gegensatz zur Kalendermethode stehen die modernen Beobachtungsmethoden der natürlichen Familienplanung: Sie beziehen die Körperzeichen der Fruchtbarkeit im aktuellen Zyklus mit ein. Siehe auch: symptothermale Methode

Weblinks


- [http://www.m-ww.de/sexualitaet_fortpflanzung/verhuetung/knaus_ogino.html weiterführendes zu Knaus-Ogino]
- [http://www.perimon.com/ Perimon - Weiterentwicklung der Knaus-Ogino-Methode] Kategorie:Verhütung Kategorie:Gynäkologie

Natürliche Familienplanung

Es gibt unterschiedliche Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP). Der Begriff Familienplanung wird meist als Euphemismus für Empfängnisverhütung verwendet, hier speziell als synonyme Bezeichnung der symptothermalen Methode. Ebenso kann damit die Familienplanung mit Kinderwunsch bezeichnet werden, weiteres siehe bitte im Artikel Familienplanung. Das gemeinsame Ziel der Methoden ist es, die sich aus der Überlebensdauer der Spermien und des Zeitpunkts der Ovulation ergebende fruchtbare Zeit eines Paares einzugrenzen. Alle Methoden eignen sich für Paare mit Kinderwunsch, um die fruchtbare Zeit einzugrenzen.

Kinderwunsch

Zu den empfängnisfördernden Verhaltensweisen zählt regelmäßiger vaginaler Geschlechtsverkehr während der fertilen Phase des weiblichen Ovarialzyklusses. Dieser beginnt 2-3 Tage vor dem Follikelsprung und endet wenige Stunden danach. Der Eisprung findet in der Regel 12-16 Tage vor der folgenden Menstruation statt und ist also bei einem 28-tägigen Zyklus zwischen dem 12. bis 16. Tag zu erwarten, bei einem längeren oder kürzeren Zyklus entsprechend später oder früher. Zur genaueren Vorhersage und Bestimmung des Ovulationstermins gibt es folgende Methoden:
- Messung des Anstiegs des Luteinisierenden Hormons (LH) mittels eines Schnelltests mit Farbumschlag.
- Bestimmung der Zervixschleimbildung nach der Billings-Methode: Ein klarer, Faden ziehender Schleim zeigt den Zeitpunkt des Follikelsprungs an

Empfängnisverhütung

Unter NFP zur Verhütung wird insbesondere im anglophonen Raum (dort: Natural Family Planning), aber auch in Deutschland, die äußerst sichere symptothermale Methode verstanden, bei der Ansätze der Kalender-, Temperatur- und Ovulations-(Billings-)methode kombiniert werden. Von der Sicherheit ist die NFP zwischen Pille und Hormonspirale einzuordnen (Pearl-Index 0,3). Obwohl es zur Konvention geworden ist, mit NFP die symptothermale Methode zu bezeichnen, wird der Name auch für natürliche Methoden allgemein verwendet. Dies kann zu Missverständnissen führen, da somit Methoden sehr unterschiedlicher Sicherheit unter einer Bezeichnung zusammengefasst werden. Neben den genannten einzelnen Komponenten der symptothermalen Methode (Kalender-, Temperatur, Ovulationsmethode) können beispielsweise auch wenig zu empfehlende Methoden wie Coitus Interruptus dazugezählt werden. Verschiedene Verhütungscomputer stützen sich je nach Modell auf die Basaltemperatur oder auf hormonelle Messungen im Morgenurin. Daneben gibt es auch symptothermal auswertende Computer, bei denen die Eingabe des Zervixschleims möglich ist. Studien der Universität Düsseldorf haben jedoch gezeigt, dass die Handauswertung mit Thermometer und Zyklusblatt den Verhütungscomputern nach wie vor überlegen ist. Siehe auch: Schwangerschaft

Literatur


- Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): "Natürlich und sicher." 17. Auflage 2004. ISBN 3830431627.
- Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): "Natürlich und sicher." (Arbeitsheft). 7. durchges. Auflage 2004. ISBN 3830432518.
- Josef Rötzer: "Natürliche Empfängnisregelung." 22. Auflage. ISBN 3451239833.
- Raith, Frank, Freundl: "Natürliche Familienplanung heute." 1999. ISBN 3540657444.

Weblinks


- [http://www.uni-duesseldorf.de/NFP/ Natürliche Familienplanung an der Uni Düsseldorf]
- [http://www.nfp-online.de Die Arbeitsgruppe NFP der Malteser] Kategorie:Verhütung

Gynäkologe

Die Gynäkologie (griech.: gyne = Frau, logos = Lehre) ist die Lehre von der Frauenheilkunde bzw. den Krankheiten der weiblichen Sexual- und Fortpflanzungsorgane. Das entsprechende Fachgebiet für männliche Patienten ist die Andrologie, zum Teil die Urologie. Allerdings beschäftigen sich Urologen auch mit weiblichen Patienten, wenn es um Erkrankungen der Nieren, der Harnblase und der Harnröhre geht. Im engeren Sinne befasst sich die Gynäkologie mit den Erkrankungen der nicht schwangeren Frau im Gegensatz zur Geburtshilfe. Die Frauenheilkunde ist eines von etwa 30 Teilgebieten der Humanmedizin. Die Facharzt-Ausbildung erfolgt meist gemeinsam mit der Geburtshilfe. Untersuchungsmethoden der Gynäkologie sind Ultraschall (siehe Sonografie) zur Abbildung der inneren Organe (vor allem der Gebärmutter), sowie die Tastuntersuchung (Eierstöcke) und visuelle Begutachtung mittels Spekulum zur Untersuchung von Scheide und Muttermund, wobei Gewebeproben (Knipsbiopsie) und Zellen von der Schleimhautoberfläche (Abstrich) zur Untersuchung entnommen werden können. Für Untersuchungen und Behandlungen im Bereich des Unterleibs wird die Patientin im Regelfall auf einem gynäkologischen Stuhl gelagert, damit die Geschlechtsorgane gut zugänglich sind. Zu den Aufgaben der Gynäkologie gehört auch die Untersuchung der weiblichen Brust (Vorsorgemedizin; siehe auch Mammografie). Viele Gynäkologinnen und Gynäkologen sind auch operativ tätig. Ein weiteres Tätigkeitsfeld der Gynäkologie ist die Fortpflanzungsmedizin.

Siehe auch


- Wikipedia-Reader zum Thema Gynäkologie

Literatur


- Maier, Barbara: Ethik in Gynäkologie und Geburtshilfe. Entscheidungen anhand klinischer Fallbeispiele (2000)

Weblinks


- [http://www.medizin-online.de/cda/DisplayHome.do?wid=107862 www.medizin-online.de] - Fachportal Gynäkologie von Medizin-Online
- [http://www.ueberleben-mit-brustkrebs.de www.ueberleben-mit-brustkrebs.de] - Informationen zum Thema Brustkrebs für Betroffene und Angehörige
- [http://www.scheidenpilz.com www.scheidenpilz.com] - Umfangreiche Informationen zum Thema Scheidenpilze für Betroffene
- [http://www.frauenarztbesuch.de www.frauenarztbesuch.de] - Umfassende Homepage
- [http://www.frauenklinik-maistrasse.de www.frauenklinik-maistrasse.de] - Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität München
- [http://www.endogyn.com www.endogyn.com] - Institut für endoskopische Gynäkologie
- [http://www.gynonko.at www.gynonko.at] - Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, AKH Wien
- [http://www.gynweb.de www.gynweb.de] - Informationen zu gynäkologischen Operation, Krankheiten und Frauenarztsuche ! Kategorie:Pränatalmedizin

Leipzig

Leipzig ist die größte Stadt in Sachsen sowie eines der sechs Oberzentren dieses Bundeslandes. Zusammen mit Halle bildet Leipzig den Ballungsraum Leipzig-Halle. Leipzig ist Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“. Der Name der Stadt leitet sich vom slawischen Lipsk (Linden-Ort) - so die bis heute im Sorbischen übliche Bezeichnung - ab. Poetisch spricht man seit Goethe von „Klein-Paris“ oder auch „Pleiß-Athen“ (nach dem Fluss Pleiße). Im Jahre 1165 verlieh Markgraf Otto der Reiche von Meißen Leipzig das Stadtrecht und das Marktprivileg. Heute hat Leipzig den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz eines der drei Regierungsbezirke des Freistaates Sachsen. Nächstgrößere Städte sind Berlin, etwa 145 km nordöstlich; Prag, etwa 195 km südöstlich und Frankfurt am Main, etwa 295 km südwestlich von Leipzig. Die Einwohnerzahl Leipzigs überschritt etwa 1870 die Grenze von 100.000, wodurch sie offiziell zur Großstadt wurde. Heute hat Leipzig knapp eine halbe Million Einwohner.

Geografie

Großstadt Leipzig liegt im Zentrum der Leipziger Tieflandsbucht einem Teil der Norddeutschen Tiefebene und fast im Schwerpunkt der drei benachbarten Landeshauptstädte Dresden, Magdeburg und Erfurt. Durch die Stadt fließt die Weiße Elster, in die hier die Pleiße, die Luppe und die Parthe münden. Mit Leipzig wird vor allem die Pleiße in Verbindung gebracht, die unmittelbar am Stadtzentrum vorbeifließt. Anfang der 1950er Jahre wurden die Pleiße und ein Teil des Elstermühlgrabens wegen der Wasserverschmutzung durch die Braunkohleverarbeitung südlich von Leipzig verrohrt und teilweise auch zugeschüttet, sodass Leipzig seinen Charakter als Flussstadt verlor. Seit den 1990er Jahren werden die Flussläufe nach und nach wieder freigelegt. Die höchsten Erhebungen sind der Monarchenhügel (159 m), der Fockeberg (153 m) sowie der Galgenberg (163 m, knapp außerhalb der Stadtgrenze). Leipzig zählt aktuell nach umfangreichen Eingemeindungen (Ende der 1990er Jahre) zu den flächengrößten Städten Deutschlands. Vorher war es, im Gegensatz dazu, eine der kompaktesten Großstädte. Die heutige Bevölkerungszahl hatte Leipzig bereits vor 1914 erreicht; vor Beginn des Zweiten Weltkriegs sogar über 700.000. Nach kriegsbedingtem Rückgang hat Leipzig vor allem seit Ende der 1980er Jahre erheblichen Bevölkerungsschwund zu verzeichnen, sodass heute die halbe Million Einwohner knapp unterschritten wurde, obwohl die kürzlichen Eingemeindungen die Fläche der Stadt etwa verdoppelten und mehrere große Industriegemeinden hinzukamen. Momentan steigt die Einwohnerzahl Leipzigs aber wieder langsam an.

Natur

Entlang der Flüsse zieht sich ein ausgedehntes Auwaldgebiet mitten durch die Stadt. Durch den Braunkohlentagebau wurde südlich von Leipzig ein Teil davon zerstört. Nach 1989 wurde der weitere Abbau gestoppt und mit der Rekultivierung der Tagebaurestlöcher begonnen. Inzwischen sind aus den gefluteten Tagebauen mehrere Seen als Leipziger Neuseenland entstanden, die eine gute Wasserqualität haben und der Naherholung dienen. Weitere Tagebaue befinden sich noch in der Flutung. Der Cospudener See liegt dem Leipziger Stadtzentrum am nächsten und dient schon gegenwärtig als Naherholungsgebiet.

Nachbargemeinden

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Leipzig. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
- im Muldentalkreis (MTL): Borsdorf, Stadt Brandis und Stadt Naunhof
- im Leipziger Landkreis (L): Großpösna, Stadt Markkleeberg, Stadt Zwenkau, Kitzen und Stadt Markranstädt
- im Landkreis Delitzsch (DZ): Stadt Schkeuditz, Rackwitz, Krostitz, Jesewitz und Stadt Taucha

Stadtgliederung

Leipzig besteht aus 10 Stadtbezirken mit 63 Ortsteilen, siehe Liste der Ortsteile Leipzigs.

Stadtökologie

Die zu DDR-Zeiten betriebene Energiepolitik setzte sehr stark auf Braunkohle – so bezog Leipzig über 75% seines Stromverbrauchs aus dem „braunen Gold“. Als Teil der mitteldeutschen Straße der Braunkohle gab es gerade im Süden von Leipzig viele Tagebaue, der Grundwasserspiegel wurde abgesenkt und Biotope wurden zerstört. Doch auch die Fabrikabwässer hatten eine verheerende Wirkung für die Leipziger Umwelt. So wurde die Pleiße in den 1950er Jahren quasi für „tot“ erklärt, wenngleich heutzutage eine leichte Wiederbelebung des Flusses festzustellen ist. Doch dies waren nicht die einzigen Gründe dafür, dass die Region Leipzig-Halle zu den schmutzigsten Regionen der ehemaligen DDR gehörte. Die Altindustrie führte ebenso wie die Braunkohlekraftwerke zu einer enorm hohen Luftverschmutzung. Unsanierte Altbauwohnungen schluckten Energie ohne Ende und auch die Fernheizsysteme waren energetisch nicht sonderlich effektiv. Altlasten beeinflussten die Bodenqualität negativ - auch gab es wenige geordnete Mülldeponien. Das Grünfläche-je-Einwohner-Verhältnis ist 1990 sehr gering, ebenso wie der Pflegegrad der Wälder. Es gab kaum Nachpflanzungen für abgeholzte Bäume und großflächige Bodenversiegelungen vertrieben ganze Tierarten. Nach der Wende entstanden große Einkaufsparks auf der grünen Wiese und der Autoverkehr nahm stark zu. Doch auch die Arbeitslosigkeit stieg stark an, wobei die vielen Fabrikschließungen der Umwelt eine kleine Erholung gönnten. Ebenso wirkten sich die Abwanderungen in den Westen und die Umstellung von Kohle auf Erdgas positiv aus. Die Leipziger Wirtschaft stellt sich von Industrie auf Handel und Dienstleistung um, was wiederum zu einem Bauboom, gerade in der Innenstadt, führt. Die Verkehrsnetze werden ausgebaut, die Bodenversiegelung nimmt zu und auch die Lärmbelästigung steigt an. Dennoch kehren einige Tierarten zurück, so wurden 2001 bspw. 175 Käferarten in der Innenstadt entdeckt. Auch die grünen Innenhöfe der Großsiedlungen bilden wieder wichtige Stadtbiotope, da sie den Tieren Wärme und Futter bieten. Das Kleinklima der Stadt sollte aber auch durch Gebäudebegrünungen verbessert werden – jedoch machten die neuen Parkplatzmassen viele Erfolge wieder kaputt. Da bleibt es fast unnötig zu sagen, dass trotzdem 50 % der Stadtfläche Grünflächen sind. Allerdings ist ein Drittel auf Kleingartenvereine zurückzuführen (ca. 26% waren als Mitglied in einem Kleingartenverein aktiv). In den letzten Jahren setzt auch Leipzig verstärkt auf erneuerbare Energien – Schulen haben Solaranlagen auf dem Dach und Bauern stellen sich Windräder aufs Feld.

Geschichte und Religionen in Leipzig

Hauptartikel: Geschichte Leipzigs Als Gründungsjahr des Ortes an der Kreuzung der Via Imperii und der Via Regia gilt das Jahr 1165.

Wappen

Das Wappen der Stadt Leipzig zeigt in gespaltenem Schild, vorn in Gold einen rot gezungten und bewehrten schwarzen Löwen; hinten in Gold zwei blaue Pfähle. Der Löwe der Markgrafen zu Meißen und die sogenannten "Landsberger Pfähle" des Grafen von Landsberg sind alte wettinische Wappenbilder, die auf die Einbindung der Stadt Leipzig ins mittelalterliche Kursachsen verweisen. Nachweisen lässt sich das heutige Wappen erstmals 1468 als Siegel, auf denen vorher (um 1287) nur eine Burg bzw. eine Burg mit dem Löwen der Markgrafen zu sehen war. Der Unterschied zum Dresdner Wappen besteht lediglich in der Tingierung der Landsberger Pfähle, der zum Chemnitzer und DelitzscherWappen in der Anordnung der Schilde - beim Wappen des Leipziger Lands wurde dem Leipziger Wappen noch ein Fluss hinzugefügt. Die Stadtfarben sind blau-gelb.

Namensentwicklung

Einwohnerentwicklung

¹ Quelle: [http://www.statistik.sachsen.de/ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen]

Politik

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das zunächst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst der Stadtpräsident: (1990-1994) Friedrich Magirius (parteilos). Seit 1994 ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister jedoch direkt vom Volk gewählt. In den letzten Jahren wurde die Leipziger Kommunalpolitik von einer informellen Koalition der großen Parteien CDU und SPD geprägt, in die fallweise auch die PDS einbezogen wurde (so genanntes Leipziger Modell). Dadurch wurde die Kontrollfunktion des gewählten Stadtrats weitgehend ausgehebelt. Es kam deshalb zum überraschenden Konkurs städtischer Unternehmen und verschiedenen Korruptionsfällen, die 2004 zur Beurlaubung des Stadtkämmerers und 2005 zur Beurlaubung eines beigeordneten Bürgermeisters führten.

Ergebnis der Stadtratswahl vom 13. Juni 2004

1994 Die Wahlbeteiligung sank von 42,3 auf 38,6 %.

Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl vom 10. April 2005

Die Wahlbeteiligung betrug 43,9 % gegenüber 50,6 % im Jahr 1998.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister von Leipzig seit 1778

Siehe Hauptartikel: Bürgermeister der Stadt Leipzig Die Stadt Leipzig hatte seit 1778 26 Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister. Letzter gewählter Oberbürgermeister war von 1998 bis zum 22. November 2005, dem Tag seiner Vereidigung zum Bundesverkehrsminister, Wolfgang Tiefensee. Seitdem ist der Posten des Oberbürgermeisters vakant. Ein neues Stadtoberhaupt wird erst im Februar 2006 gewählt. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten derzeit Burkard Jung (SPD) und Robert Clemen (CDU).

Städtepartnerschaften

Leipzig unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

Nach Leipzig benannte Ortschaften

In der kanadischen Provinz Saskatchewan gibt es eine Kleinstadt namens Leipzig. Außerdem befinden sich mehrere nach Leipzig benannte Ortschaften in den USA. So tragen zwei Orte, in Delaware (203 Einwohner; Stand: 2000) und in Ohio (2.236 Einwohner; Stand: 2000), den der englische Aussprache angepassten Namen Leipsic. Außerdem gründeten Russlanddeutsche im Jahre 1901 in North Dakota ein New Leipzig , welches heute 326 Einwohner zählt.

Wirtschaft und Infrastruktur

North Dakota Die Stadt Leipzig ist über die Grenzen Deutschlands hinaus vor allem durch die Leipziger Messe bekannt. Zu den wichtigsten Messen des Jahres zählen die Automobil International, die Leipziger Buchmesse, die Games Convention Leipzig und die Touristikmesse.

Ansässige Unternehmen

In Leipzig befinden sich auch große Industrieansiedlungen, darunter Siemens, Porsche und BMW. Auch Unternehmen der Kommunikations- und Informationstechnologien, wie Tochterunternehmen der Telekom (T-Systems) oder die PC-Ware AG sitzen in Leipzig. Das umsatzstärkste ostdeutsche Unternehmen (2003: 3,3 Mrd. Euro), der Energieversorger Verbundnetz Gas AG, hat hier ebenfalls seinen Sitz. Neben Frankfurt am Main, München und Stuttgart gilt Leipzig als überregional bedeutsamer Bankenstandort. Stuttgart Mit der Ansiedlung von einem BMW- und einem Porschewerk gelang es der Stadt, sich als Automobilstandort zu etablieren. Ab 2008 geht dort das internationale Luftdrehkreuz der Post-Frachttochter DHL in Betrieb, das bisher in Brüssel beheimatet war. Damit sollen 3500 Arbeitsplätze direkt am Flughafen entstehen und schätzungsweise 7000 in der näheren Umgebung.

Medien

Leipzig ist Hauptsitz des Mitteldeutschen Rundfunks. Die Media City, ein Studiokomplex für Fernseh- und Filmproduktionen, an der der MDR beteiligt ist, befindet sich in unmittelbarer Nähe. Die Privatsender Radio PSR, Energy Sachsen, Radio Sachsen und Leipzig 91.3, das Lokalradio der Universität Mephisto 97.6 und das Freie Radio Radio BLAU produzieren hier ihr Programm. Auch einen lokalen Fernsehsender hat die Stadt - Leipzig Fernsehen sendet rund um die Uhr ein lokales Fernsehprogramm für die Messestadt. Die Leipziger Volkszeitung erscheint als einzige regionale Tageszeitung, produziert und gedruckt von der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft. Das bedeutendste Leipziger Stadtmagazin ist der Kreuzer. Außerdem erscheint vierteljährlich REGJO- Das Regionaljournal für den Wirtschaftsraum Leipzig/Halle. Weiterhin ist Leipzig traditionell Sitz vieler Verlage, darunter unter anderem Reclam, Gustav Kiepenheuer, die Evangelische Verlagsanstalt oder Benedictus Gotthelf Teubner, sowie Niederlassungen des Auer Verlag, von R. Brockhaus Verlag GmbH & Co.KG und Insel-Verlag.

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt Leipzig ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Bundesverwaltungsgericht, im Reichsgerichtsgebäude (vorher in Berlin, 1997 Umzugsgesetz, 26. August 2002 offizieller Sitzwechsel)
- 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs
- Bundesvermögensamt Leipzig
- Sächsische Akademie der Wissenschaften
- Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank für die Freistaaten Sachsen und Thüringen
- Sächsische Landesbank - Girozentrale (Sachsen LB)
- Sparkasse Leipzig (für die Stadt Leipzig und die Landkreise Delitzsch, Leipziger Land und Torgau-Oschatz)
- Handwerkskammer zu Leipzig
- Hauptzollamt Leipzig
- IHK zu Leipzig
- Kreiswehrersatzamt Leipzig

Architektur

Die kompakten Bauviertel der Gründerzeit wurden zu DDR-Zeiten vernachlässigt und verfielen. Stattdessen setzte man zwischen 1960 und 1980 auf Großsiedlungen, wie bspw. Leipzig-Grünau, die ca. 40 % der nach 1945 in Leipzig entstandenen Wohnungen darstellten. Nach der Wende wurden viele Gründerzeithäuser aufwendig wiederbelebt und auch in den Großsiedlungen begannen Rückbau und Sanierung.

Bildung und Forschung

1945

Universität


- Universität Leipzig; Die 1409 gegründete Universität ist eine der ältesten Universitäten Deutschlands. Hier studierten unter anderem Georgius Agricola, Tycho Brahe, Johann Gottlieb Fichte, Johann Wolfgang Goethe, Ulrich von Hutten, Erich Kästner, Gottfried Wilhelm Leibniz, Gotthold Ephraim Lessing, Karl Liebknecht, Thomas Müntzer, Friedrich Nietzsche, Novalis, Robert Schumann, Johann Gottfried Seume, Georg Philipp Telemann, Edvard Grieg und Richard Wagner. 1953 wurde sie in Karl-Marx-Universität umbenannt, doch erhielt sie 1991 wieder ihren alten Namen (Alma mater lipsiensis). Anfang der 1990er Jahre wurde ihr die ehemalige Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) und die ehemalige Pädagogische Hochschule Clara Zetkin angeschlossen. 1991

Hochschulen


- Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; die traditionsreiche Hochschule wurde bereits 1764 als Akademie für Malen, Zeichnen und Architektur gegründet. Einer ihrer berühmtesten Studenten war Johann Wolfgang Goethe. 1901 wurde die Akademie in "Königliche Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe" umbenannt und 1947 erhielt sie ihre heutige Ausprägung. Sie zählt zu den renommiertesten Kunsthochschulen Deutschlands.
- Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig; die Hochschule wurde als erste höhere musikalische Bildungsstätte in Deutschland im Jahre 1843 als "Leipziger Konservatorium" gegründet. Einer ihrer Mitbegründer war Felix Mendelssohn Bartholdy. 1992 wurde die damalige Theaterhochschule "Hans Otto" eingegliedert. Ferner entstanden neue Studiengänge.

Fachhochschulen und Institute


- Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK); Die HTWK Leipzig trägt seit 1992 ihren heutigen Namen und entstand aus der Technischen Hochschule Leipzig (gegründet 1977 aus der Hochschule für Bauwesen Leipzig und der Ingenieurhochschule Leipzig), der Fachschule für Bibliothekare und Buchhändler Leipzig, der Fachschule für wissenschaftliches Bibliothekswesen sowie dem Institut für Museologie.
- Handelshochschule Leipzig (HHL); Die Handelshochschule wurde am 25. April 1898 gegründet. Sie ist die älteste Wirtschaftshochschule Deutschlands.
- Deutsche Telekom Fachhochschule Leipzig; Die Fachhochschule in privater Trägerschaft der Deutschen Telekom AG wurde 1991 als "Fachhochschule der Deutschen Bundespost TELEKOM" durch den Freistaat Sachsen staatlich anerkannt.
- AKAD Fachhochschule Leipzig
- Hochschule für Kreativitätspädagogik (HfK), private Hochschule gegründet von der Mehlhorn-Stiftung
- Studienakademie Leipzig (Zweigstelle der Berufsakademie Sachsen)
- UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle
- Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
- Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften
- Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (dieses hat in München einen weiteren Sitz)
- Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie
- Leibniz-Institut für Troposphärenforschung Leibniz-Institut für Troposphärenforschung

Sonstige


- Deutsches Literaturinstitut Leipzig; gegründet 1991 als Teil der Universität Leipzig. Vorgängereinrichtung war das 1955 gegründete Literaturinstitut, das 1958 Hochschulstatus erhielt und 1959 unter dem Namen "Johannes R. Becher" geführt wurde.
- Deutsche Bücherei Leipzig; gegründet 1912, seit 1990 Teil der "Deutschen Bibliothek", zu der neben der Deutschen Bücherei Leipzig die 1947 gegründete Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main und das 1970 gegründete Deutsche Musikarchiv Berlin gehört. Die 3 Standorte erfüllen gemeinsam die gesetzlich festgelegten Aufgaben (Sammeln, Erschließen und bibliografisches Verzeichnen der deutschen und deutschsprachigen Literatur ab 1913).
- Stadtbibliothek

Verkehr

Leipzig war schon immer durch die Lage an der Kreuzung der Fernstraßen Via Regia und Via Imperii ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die erste deutsche Fernbahnstrecke führte von Leipzig nach Dresden.

Öffentlicher Verkehr

Dresden Der 1915 eröffnete Leipziger Hauptbahnhof ist der flächenmäßig größte Kopfbahnhof Europas und ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt für den Personenverkehr. Seit 2003 wird der Citytunnel vom Hauptbahnhof zum Bayerischen Bahnhof gebaut (vorgesehene Kosten: 571 Millionen Euro). Mit dem Bau wird erstmals eine durchgängige Nord-Süd-Achse hergestellt, die durch den nach Norden ausgerichteten Kopfbahnhof bisher nicht existiert. Die Anbindung an den Südraum von Leipzig wird dadurch stark verbessert. Eine erhebliche Zeitersparnis für den Zugverkehr Richtung Südsachsen und Bayern ist damit verbunden, da die Züge keine Umwege um ganz Leipzig mehr fahren müssen. Neben der S-Bahn haben besonders Straßenbahnen und Busse der Leipziger Verkehrsbetriebe eine große Bedeutung für den Leipziger Nahverkehr. Für den Güterverkehr gibt es Güterbahnhöfe in den Stadtteilen Wahren und Engelsdorf. Außerdem wurde in der nähe des Schkeuditzer Kreuz für den Warenumschlag zwischen Straße und Bahn ein großes Güterverkehrszentrum eingerichtet.

Autobahnen und Bundesstraßen

An Leipzig führen mehrere Autobahnen vorbei: im Norden die A 14 (Dresden - Magdeburg), im Westen die A 9 (München - Berlin) und die A 38 (im Bau) (Leipzig - Göttingen) (Mitteldeutsche Schleife). Im Süden ist außerdem die A 72 (Leipzig - Chemnitz) teilweise im Bau beziehungsweise Planung. Durch die Stadt führen die Bundesstraßen B 2, B 6, B 87, B 95, B 181, B 184 und B 186.

Flughafen

Im Einzugsgebiet von Leipzig befinden sich 2 Flughäfen. Zum einen der Interkontinentalflughafen Leipzig/Halle nordwestlich der Stadt am Schkeuditzer Kreuz, der über eine direkte Eisenbahn- und Autobahnanbindung verfügt. Außerdem befindet sich der Flughafen Altenburg-Nobitz (Thüringen) ca. eine Autostunde südlich der Stadt. Hier startet und landet zur Zeit einmal täglich eine Maschine des Billigfliegers Ryanair.

Wasserwege

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert wurde der Bau des Elster-Saale-Kanals, der Weiße Elster und Saale verbinden sollte, begonnen, um Leipzig an das Wasserstraßennetz anzuschließen. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges unterbrach die Arbeiten, die bis jetzt nicht wieder aufgenommen wurden.

Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten

Das alltägliche kulturelle Leben spielt sich vor allem in der Innenstadt, der Südvorstadt (Südmeile) und im Stadtteil Connewitz ab. Die Stadt hat ein bemerkenswertes und reges Nachtleben. Über Pfingsten ist Leipzig jährlich Austragungsort eines der größten Gothik-Veranstaltungen, dem Wave-Gotik-Treffen (WGT).

Sprache

In Leipzig wird vorwiegend osterländisch gesprochen. Dieser Dialekt gehört zur thüringisch-obersächsischen Dialektgruppe und stellte vor einigen hundert Jahren, als Sprache Martin Luthers, den Vorreiter für das spätere Hochdeutsch dar.

Theater

Hochdeutsch)]] Hochdeutsch

Orchester und Chöre

Hochdeutsch
- Gewandhausorchester Leipzig - Das Orchester wurde 1781 gegründet und führt im Gewandhaus seine Konzerte auf. Es gehört zu den berühmtesten Orchestern der Welt. Chefdirigenten waren unter anderem Felix Mendelssohn Bartholdy, Wilhelm Furtwängler, Václav Neumann und Kurt Masur.
- MDR Sinfonieorchester - Das 1924 als Leipziger Sinfonieorchester gegründete Orchester wurde 1925 von der damaligen Mitteldeutschen Rundfunk AG übernommen und als Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig weithin bekannt. Es trat die Nachfolge des seit 1915 existierenden Orchesters des Konzertvereins an. Chefdirigent war unter anderem Herbert Kegel. Nach Gründung des MDR in den 1990er Jahren erhielt es seinen heutigen Namen.
- Neues Bachisches Collegium Musicum zu Leipzig - Das 1979 aus dem Gewandhaus heraus gegründete "historische Bachorchester" kombiniert moderne Instrumente und "historische" Spielweise. Seit 2003 wird das NBCM von Prof. Albrecht Winter geleitet.
- Capella Fidicinia am Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig - Das von Hans Grüß 1957 gegründete Kammerorchester spielt Werke alter Meister auf Originalinstrumenten.
- Akademisches Orchester Leipzig - 1954 von Dr. Horst Förster an der Universität Leipzig gegründet, das er bis heute leitet. Es gibt jährlich 6 "Akademische Konzerte" im großen Saal des Gewandhauses.
- Jugendsinfonieorchester der Musikschule Johann Sebastian Bach Leipzig - 1985 von Iwan Iwanow an der damaligen Landesmusikschule Johann Sebastian Bach gegründet. Derzeitiger Leiter ist Ron-Dirk Entleutner.
- Thomanerchor Leipzig - Der Chor wurde 1212 zusammen mit einer Schule für 12 Knaben gegründet und 1519 vom Stadtrat übernommen. Er ist einer der weltberühmtesten Chöre. Thomaskantor war unter anderem Johann Sebastian Bach.
- Gewandhauschor Leipzig - Der Chor wurde 1869 aus Anlass der Uraufführung des "Deutschen Requiems" von Johannes Brahms gegründet und wurde 1920 in den 1875 gegründeten Bach-Verein integriert. Seither trägt er seinen heutigen Namen.
- MDR Rundfunkchor Leipzig - Der 1946 gegründete Chor ist Nachfolger des Leipziger Rundfunkchores.
- MDR Kinderchor - Der 1948 von Hans Sandig gegründete Chor zählt zu den bekanntesten Kinderchören Deutschlands und ist heute der einzige Kinderchor der ARD. Derzeitiger Leiter ist Gunter Berger.
- Leipziger Universitätsorchester - 2003 als Leipziger studentisches Orchester gegründet und studentisch besetzt, gibt es ein großes Sinfoniekonzert pro Semester und auch Kammermusikabende.
- Leipziger Universitätschor - 1926 aus dem Madrigalkreis Leipziger Studenten hervorgegangen, Leiter Universitätsmusikdirektor David Timm, 1987 - 2004 unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Wolfgang Unger. Der Chor erhielt im Jahr 2001 den von der Deutschen Phono-Akademie vergebenen Echo-Klassik-Preis. Ab 2005 wird der Chor von dem neu ernannten Universitätsmusikdirektor David Timm geleitet.
- Pauliner Kammerorchester - 1992 gegründet und bis 2004 unter der Leitung von Wolfgang Unger steht es dem Universitätschor mit modernen Instrumenten zur Verfügung.
- Pauliner Barockensemble - 1994 aus dem Pauliner Kammerorchester herausgegründet, musiziert es ausschließlich auf historischem Instrumentarium.
- Max-Klinger-Chöre - als Schulchöre der Max-Klinger-Schule (Gymnasium) von Frank Hirsch gegründet.
- Leipziger Streichquartett - 1988 von damaligen Studenten der Leipziger Musikhochschule und späteren Mitgliedern des Gewandhausorchesters gegründet, ist es ein heute international anerkannter Bestandteil der Kammermusikszene.
- Friedenskantorei Leipzig - Chor der Michaelis-Friedens Gemeinde Leipzig, Leiter Veit-Stephan Budig

Nachtleben (Clubs, Bars, Discos)

Museen

Friedenskantorei
- Ägyptisches Museum der Universität Leipzig
- Antikenmuseum und Abgußsammlung der Universität Leipzig
- Automatik-Museum der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK)
- Bach-Museum im Bach-Archiv Leipzig
- Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Bücherei Leipzig
- Deutsches Kleingärtnermuseum
- Galerie für Zeitgenössische Kunst
- Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" mit dem Museum im Stasi-Bunker Machern, ehemalige Ausweichführungsstelle
- Kamera- und Fotomuseum Leipzig-Mölkau
- Museum an und für sich
- Museum der bildenden Künste mit einer der bedeutendsten Bildersammlungen Deutschlands
- Museum für Druckkunst
- Museum für Kunsthandwerk (ab 2005 wieder im Grassimuseum)
- Museum für Völkerkunde zu Leipzig (Teil der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen und ab 2005 wieder im Grassimuseum)
- Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig (ab 2005 wieder im Grassimuseum)
- Naturkundemuseum Leipzig
- Sammlung Sächsisches Psychiatriemuseum
- Sächsisches Apothekenmuseum Leipzig
- Schulmuseum und Werkstatt für Schulgeschichte
- Stadtgeschichtliches Museum Leipzig mit Nebenstellen
  - Museum Zum Arabischen Coffe Baum
  - Schillerhaus
  - Sportmuseum Leipzig (gegründet 1977)
  - Völkerschlachtdenkmal
- Zeitgeschichtliches Forum Leipzig der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (insbesondere mit Darstellung der Geschichte der DDR und der Teilung Deutschlands)

Sportanlagen


- Das Leipziger Sportforum umfasst das Leipziger Zentralstadion, die Arena Leipzig und die Festwiese.
- Das Bruno-Plache-Stadion ist das Stadion des 1. FC Lokomotive Leipzig (vormals VfB Leipzig).
- Der Alfred-Kunze-Sportpark ist das Heimstadion des FC Sachsen Leipzig (vormals BSG Chemie Leipzig), die Spiele der ersten Mannschaft werden jedoch im Leipziger Zentralstadion ausgetragen.
- Das Stadion der Freundschaft liegt im Stadtteil Gohlis.

Sportvereine

Bauwerke

Leipziger Zentralstadion Leipziger Zentralstadion Leipziger Zentralstadion Leipziger Zentralstadion
- Auerbachs Keller in der Mädlerpassage
- Specks Hof
- Barthels Hof
- Opernhaus am Augustusplatz
- Neues Gewandhaus
- Thomaskirche
- Nikolaikirche und Alte Nikolaischule
- Völkerschlachtdenkmal, ein Wahrzeichen der Stadt
- Altes Rathaus am Markt
- Alte Börse mit Goethe-Denkmal am Naschmarkt
- Alte Waage
- Bosehaus
- City-Hochhaus Leipzig
- Fregehaus
- Krochhochhaus, erstes Hochhaus Leipzigs
- Neues Rathaus
- Deutsche Bücherei Leipzig
- Universitätsbibliothek Albertina
- Haus des Buches
- Gohliser Schlösschen
- Hauptbahnhof, einer der größten Kopfbahnhöfe Europas, zugleich Einkaufszentrum Promenaden Hauptbahnhof
- Bayerischer Bahnhof, der älteste erhaltene Kopfbahnhof Deutschlands
- Reichsgerichtsgebäude (Sitz des Bundesverwaltungsgerichts)
- Russische Gedächtniskirche
- Städtisches Kaufhaus, erstes Mustermessehaus der Stadt, Kaiser Maximilian-Statue
- Mendebrunnen
- Mendelssohn-Haus
- Schillerhaus
- Romanushaus
- Ringbauten
- Kongresshaus am Zoo
- Leipziger Großmarkthallen, auch Kohlrabizirkus genannt (beherbergen jetzt eine Eislaufanlage)

Kinos


- CineStar (Petersbogen, Zentrum)
- Regina Filmpalast (Reudnitz)
- Passage Kinos (Zentrum)
- Filmpalast Leipzig (Allee-Center, Grünau)
- UT Connewitz (Connewitz)
- Kinobar Prager Frühling (Connewitz)
- naTo (Südvorstadt)
- Cineding (Plagwitz)
- Schaubühne Lindenfels (Plagwitz)
- Schauburg (Plagwitz)
- Cinenova (Plagwitz)

Sonstige Sehenswürdigkeiten


- Zoo mit größter Primatenanlage der Welt (s.a. Michael Tomasello)
- Wildpark Leipzig
- Große Sporttraditionen zum Beispiel im Fußball (Zentralstadion, Gründungsort des DFB, des ersten Deutschen Fußballmeisters VfB Leipzig, des Zonenmeisters Chemie Leipzig)
- Straße der Stars, Ausstellung von Handabgüssen und Devotionalien prominenter Personen, im Städtischen Kaufhaus, Eintritt frei
- Alte Fachdrogerie im Zentrum Leipzigs: Drogerie Linke

Regelmäßige Veranstaltungen

Regelmäßige Sportveranstaltungen

Kulinarische Spezialitäten


- Leipziger Allerlei
- Leipziger Lerche
- Gose

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Leipzig hat seit 1945 folgenden Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- Denis Nowell Pritt, Kronanwalt (1957)
- German Titow, Kosmonaut (1961)
- Bruno Apitz, Schriftsteller (1975)
- Nikolai Iwanowitsch Trufanow, 1. Stadtkommandant nach dem Zweiten Weltkrieg (1975)
- Kurt Masur, Dirigent, ehem. Gewandhauskapellmeister (1989)
- Erich Loest, Schriftsteller (1996)
- Hinrich Lehmann-Grube, ehem. Oberbürgermeister (1999)
- Hans Mayer, Literaturwissenschaftler (2001, posthum) Alle Ehrenbürger seit 1832 siehe Liste der Ehrenbürger von Leipzig

Söhne und Töchter der Stadt Leipzig

Prominente Bewohner

Diese Übersicht zeigt bedeutende Persönlichkeiten, die in Leipzig gelebt und gewirkt haben, jedoch nicht hier geboren sind.
- Johann Sebastian Bach, Komponist, wirkte in Leipzig von 1723 bis 1750 als Thomaskantor
- Tilo Baumgärtel, Maler der "neuen Leipziger Schule".
- Ferdinand Braun, Physiker, 1873-1876 Gymnasiallehrer an der Thomasschule, 1909 Nobelpreis
- Friedrich Arnold Brockhaus, seit 1817 Verleger in Leipzig
- Sethus Calvisius, eigentlich: Seth Kalwitz, 1594-1615 Thomaskantor
- Ulrich Rülein von Calw (Humanist, Arzt, Montanwissenschaftler, Mathematiker, Geodät, Astrologe)
- Hedwig Courths-Mahler, Schriftstellerin, 1867-1950
- Hans Adolf Eduard Driesch, Naturphilosoph, einer der Wegbereiter der Molekularbiologe, von 1921 bis zu seiner von den Nazis erzwungenen vorz. Emeritierung 1933 Professor für Philosophie in Leipzig
- Gustav Theodor Fechner, 1801 - 1887, bedeutender Physiker und Philosoph, erster Direktor eines physikalischen Institutes in Deutschland (Universität Leipzig)
- Christian Fürchtegott Gellert, Dichter, Professor für Philosophie an der Leipziger Universität
- Carl Friedrich Goerdeler, Politiker und Widerstandskämpfer, 1930 Oberbürgermeister von Leipzig
- Johann Wolfgang von Goethe, Dichter, studierte von 1765 bis 1768 in Leipzig
- Kurt Grahl, Komponist und Kirchenmusiker, geboren 1947 in Markneukirchen
- Samuel Hahnemann, von 1789 bis 1821 Arzt in Leipzig, Begründer der Homöopathie
- Samuel Heinicke, "Erfinder" der Deutschen Methode der Gehörlosenpädagogik, von 1778 bis zu seinem Tod 1790 als Pädagoge in Leipzig
- Werner Heisenberg, Physiker, Prof. an der Uni Leipzig im Alter von 26 Jahren 1927, Nobelpreisträger
- Bernhard Heisig, Maler, schuf und lehrte vom 2. Weltkrieg bis 1992 in Leipzig
- Henri Hinrichsen, Verleger, wirkte als Stifter zwischen der Jahrhundertwende bis 1939 in Leipzig
- August Horch, dt. Automobilbauer
- Ludwig Heinrich Ihmels, evangelisch-lutherischer Theologe, Professor, seit 1922 erster Landesbischof Sachsens
- Roland Kirberg, Schriftsteller
- Angela Krauß, Schriftstellerin und Bachmann-Preisträgerin
- Karl Lamprecht, Historiker, Begründer des Instituts für Universalgeschichte an der Universität Leipzig
- Bernd-Lutz Lange, Kabarettist
- Hugo Licht, Architekt und Stadtbaurat in Leipzig (1879–1906)
- Hieronymus Lotter, 1497?-1580, Bedeutender Baumeister der Renaissance in Sachsen (u.a. für "Altes Rathaus" verantwortlich), mehrfacher Bürgermeister von Leipzig
- Heinrich Marschner, Komponist
- Wolfgang Mattheuer, Maler
- Erhard Mauersberger, Organist, von 1961 bis 1972 Thomaskantor
- Wilhelm Maurenbrecher, Reformationshistoriker
- Felix Mendelssohn Bartholdy, Komponist, Gewandhauskapellmeister, Wiederentdecker von Bach
- Herrmann Julius Meyer, Verleger in Leipzig (Bibliographisches Institut)
- August Ferdinand Möbius, Astronom und Mathematiker an der Universität Leizig (1816-1868)
- Friedrich Nietzsche, Philologe und Philosoph, studierte von 1865 bis 1869 in Leipzig bei Ritschl, lernte in Leipzig auch R. Wagner kennen, hält sich auch später des Öfteren dort auf
- Arthur Nikisch, von 1878-1889 Kapellmeister des Leipziger Stadttheaters, dirigierte 1884 die Uraufführung von Bruckners 7. Symphonie
- Adam Friedrich Oeser, Maler, 1. Direktor der Kunstakademie
- Wilhelm Ostwald, Wissenschaftler und Nobelpreisträger. Wirkte von 1887-1906 als Professor für physikalische Chemie an der Leipziger Universität
- Louise Otto-Peters, Frauenrechtlerin
- Johannes Adolph Overbeck, Archäologe, 1863-1895 Professor der Archäologie und Vorstand der archäologischen Sammlung an der Universität Leipzig
- Wilhelm Pfeffer, 1845-1920, bedeutender Botaniker und Pharmakologe, Begründer der modernen Pflanzenphysiologie, Entdecker der Osmose, Professor in Leipzig
- Günther Ramin, Organist, 1939-1956 Thomaskantor
- Friedrich Ratzel, 1844-1904, Bedeutender Geograph, Ordinarius für Geographie an der Universität Leipzig
- Hugo Riemann, Musiktheoretiker, wirkte ab 1895 bis zu seinem Tode 1919 in Leipzig
- Friedrich Wilhelm Ritschl, Philologe, lehrte von 1865 bis 1875 in Leipzig und verstarb dort
- Arwed Rossbach, Architekt, wirkte vornehmlich in Leipzig, gest. daselbst 1904
- Uwe Scholz (1958-2004), Choreograf von internationalem Rang und Direktor des Leipziger Balletts von 1991 bis zu seinem Tod.
- Clara Schumann, geb. Wieck. (1819-1896) Berühmte Pianistin, heiratet 1840 Robert Schumann
- Robert Schumann, Komponist, wirkte von 1828-1844 in Leipzig, unter anderem als Lehrer am Konservatorium
- Daniel Gottlob Moritz Schreber, Arzt und Reformpädagoge, seit 1836 in Leipzig, Begründer der

1928

Ereignisse


- 8. Januar: Rural Grove, New York, USA. Eine FC-2 der Colonial Western Airways machte eine Bruchlandung. 3 Tote
- 10. Februar: erste Funksprechverbindung von Deutschland in die USA
- 24. Mai: Umberto Nobile überfliegt mit seinem Luftschiff „Italia“ zum zweiten Mal den Nordpol. Auf dem Rückflug wird das Luftschiff am 25. Mai auf das Packeis gedrückt, Nobile und weitere neun Expeditionsmitglieder werden auf eine Eisscholle geschleudert. Das geleichterte Luftschiff steigt mit 6 Mann wieder auf und wird nicht wiedergefunden. Bei einer internationalen Rettungsaktion ist Roald Amundsen verschollen. Nobile und die übrigen Expeditionsmitglieder können gerettet werden
- 4. Juni: Gustav Hartmann, der Eiserne Gustav erreicht mit seiner Pferdedroschke Paris
- 2. Juli: In Großbritannien erhalten Frauen ab 21 das Wahlrecht
- 8. Juli: Das Luftschiff LZ 127 wird auf den Namen „Graf Zeppelin“ getauft
- Richard Halliburton durchschwimmt als erster Mensch den Panama-Kanal auf gesamter Länge

Politik


- Staatsbesuch des Afghanenkönigs Amanullha und des äthiopischen Prinzen Tafari (1930 als Haile Selassi, Kaiser von Äthiopien) in Berlin
- 1. Januar: Die Visumpflicht zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien wird aufgehoben
- 1. Januar: Edmund Schulthess wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Sierra Leone wird die Sklaverei per Gesetz abgeschafft
- 14. Juni: Paul Löbe, Sozialdemokratische Partei Deutschlands wird in Berlin erneut zum Reichstagspräsidenten gewählt
- 27. August: In Paris wird der Briand-Kellogg-Pakt unterzeichnet, der Kriege als Mittel der Politik ablehnt

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik

Luftfahrt


- Erstflug der Short S8 Calcutta
- Erstflug der Sikorsky S-38
- Erstflug der Bernard 190T im Frühling
- August: Erstflug der Boeing 80

Wissenschaft


- Alexander Fleming entdeckt durch Zufall das erste Antibiotikum Penicillin
- George Paget Thomson zeigt fast gleichzeitig mit Clinton Davisson und Lester Germer die Welleneigenschaften der Elektronen (veröffentlicht in: Proceedings of the Royal Society London (A) 117 (1928), 600; 119 (1928), 651)
- Edwin Hubble entdeckt die Rotverschiebung weit entfernter Galaxien
- Paul Dirac benutzt den Formalismus der Spinore, um seine Gleichungen für den Spin des Elektrons zu formulieren
- George Gamow und Edward U. Condon wenden die Quantenmechanik auf den Atomkern an und erklären den Alphazerfall als eine Art Tunneleffekt
- Hans Geiger und Walther Müller entwickeln ihr Geiger-Müller-Zählrohr, mit dem sie ionisierende Strahlung nachweisen können. Kurz darauf wendet Walther Bothe das Zählrohr in seiner Koinzidenzmethode zum Nachweis der Elektronenemission durch Röntgenstrahlen an
- Rolf Wideroe schlägt das Prinzip des Betatron vor (seinerzeit als Strahlentransformator bezeichnet)

Kultur


- 1. Januar: In Wien wird die Jazzoper Johnny spielt auf erstmals aufgeführt
- 2. März: Uraufführung der Operette Der Gatte des Fräuleins von Paul Abraham in Budapest
- 31. August: Uraufführung der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill in Berlin
- Eröffnung des 2.Goetheanum in Dornach/Schweiz. Entwurf: Rudolf Steiner. Weltweit eines der ersten Betongebäude in denen der Baustoff bereits künstlerisch-plastisch eingesetzt wurde. Nachfolgebau des abgebrannten 1.Goetheanums aus Holz

Katastrophen


- 6. Januar: London, England. Die Themse tritt durch eine Sturmflut über die Ufer, 14 Menschen sterben
- 12. März: Die Staumauer der St.-Francis-Talsperre in der Nähe von Los Angeles bricht: ca. 400 Tote
- 20. Mai: Giftgasunglück durch austretendes Phosgen auf dem Gelände der Fa. Stolzenberg in Hamburg; 10 Tote, etwa 150 Verletzte
- 6. Juli: Das Transportschiff „Angamos“ (Chile) strandet im Sturm bei Punta Morguillas (Chile) und bricht auseinander. 283 Tote, 8 Überlebende
- 24. Juli: Waalhaven, Rotterdam, Niederlande. eine KLM Fokker F-3 stürzte in die Nordsee
- 6. August: Untergang des U-Bootes F 14 in der Adria nach einer Kollision mit dem Torpedobootzerstörer „Giuseppe Missori“ (beide Italien). Die Rettung der eingeschlossenen Überlebenden scheitert, alle 21 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen ums Leben
- 4. September: Pocatelio, USA. Eine Super U der National Parks Airway macht eine Bruchlandung. 7 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 17. Mai: Eröffnung der IX. Olympische Sommerspiele in Amsterdam
- II. Olympische Winterspiele in St. Moritz

Geboren

1. Halbjahr


- 2. Januar: Daisaku Ikeda, Buddhist, Philosoph, Autor und ein unermüdlicher Botschafter des Friedens
- 4. Januar: Werner Felfe, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR († 1988)
- 5. Januar: Zulfikar Ali Bhutto, Staatspräsident und Premierminister von Pakistan († 1979)
- 5. Januar: Walter Mondale, US-amerikanischer Politiker, 42. Vizepräsident der USA
- 6. Januar: Astrid Gehlhoff-Claes, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
- 7. Januar: Emilio Pericoli, Sänger
- 8. Januar: Rudi Schmitt, deutscher Politiker und MdB
- 9. Januar: Domenico Modugno, italienischer Sänger und Songwriter († 1994)
- 12. Januar: Peter Lerche, deutscher Rechtswissenschaftler
- 14. Januar: Jürgen Weber, deutscher Bildhauer
- 17. Januar: Benno Meyer-Wehlack, deutscher Schriftsteller
- 17. Januar: Jean Barraqué, französischer Komponist († 1973)
- 17. Januar: Vidal Sassoon, Haarstylist und Unternehmer jüdischer Abstammung
- 18. Januar: Alexander Jakowlewitsch Gomelski, russischer Basketballspieler und -trainer († 2005)
- 19. Januar: Christof Krause, Bildhauer († 2005)
- 19. Januar: Hans Georg Wunderlich, deutscher Geologe († 1974)
- 21. Januar: Carol Beach York, Autorin von Jugendliteratur
- 24. Januar: Michel Serrault, französischer Schauspieler
- 24. Januar: Desmond Morris, Zoologe, Verhaltensforscher, Publizist und Künstler
- 25. Januar: Eduard Schewardnadse, sowjetischer Außenminister, georgischer Staatspräsident
- 26. Januar: Heinrich Franke, deutscher Politiker, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit († 2004)
- 26. Januar: Roger Vadim, französischer Filmregisseur († 2000)
- 27. Januar: Hans Modrow, deutscher Politiker, kurzfristig Regierungschef der DDR
- 30. Januar: Ruth Brown, US-amerikanische Rhythm and Blues-Sängerin
- 2. Februar: Ciriaco de Mita, italienischer Politiker
- 4. Februar: Kim Yong-nam, nordkoreanischer Politiker, Vorsitzender der Obersten Volksversammlung Nordkoreas
- 5. Februar: Ernst Eisenmann, deutscher Gewerkschafter
- 5. Februar: Bruno Krupp, deutscher Politiker
- 6. Februar: Sjel de Bruyckere, niederländischer Fußballspieler
- 6. Februar: Arno Esch, Politiker († 1951)
- 7. Februar: Carlo Ross, Schriftsteller jüdischer Herkunft († 2004)
- 8. Februar: Siegfried Fink, deutscher Schlagzeuger und Komponist
- 9. Februar: Rinus Michels, niederländischer Fußballtrainer († 2005)
- 10. Februar: Jean-Luc Lagardère, französischer Unternehmer († 2003)
- 11. Februar: Gotthilf Fischer, deutscher Chorleiter
- 12. Februar: Andreas Erich Beurmann, deutscher Musikwissenschaftler, Komponist und Physiker
- 12. Februar: Jürgen Thormann, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 12. Februar: Heinz Baumann, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 15. Februar: Luis Posada Carriles, exilkubanischer Terrorist
- 16. Februar: Edzard Reuter, Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG (1987–1995)
- 17. Februar: Walther Busse von Colbe, deutscher Betriebswirtschaftler
- 19. Februar: Nicolas Hayek, Unternehmer (Swatch), Physiker und Mathematiker
- 20. Februar: Friedrich Wetter, katholischer Kardinal und Erzbischof der Erzdiözese München und Freising
- 24. Februar: Juan Allende-Blin, chilenischer Komponist
- 24. Februar: Al Lettieri, US-amerikanischer Schauspieler italienischer Abstammung († 1975)
- 25. Februar: Paul Elvstrøm, dänischer Segler
- 25. Februar: Bibiana Zeller, österreichische Schauspielerin
- 25. Februar: Larry Gelbart, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 26. Februar: Fats Domino, Bluesmusiker
- 26. Februar: Odo Marquard, deutscher Philosoph
- 26. Februar: Anatoli Wassiljewitsch Filiptschenko, sowjetischer Kosmonaut
- 27. Februar: Fred Gebhardt, deutscher Politiker († 2000)
- 27. Februar: Klaus Dick, deutscher Weihbischof
- 27. Februar: Ariel Scharon, israelischer Politiker
- 27. Februar: Alfred Hrdlicka, österreichischer Bildhauer, Zeichner, Maler und Grafiker
- 28. Februar: Wolfgang Döbereiner, deutscher Astrologe und Homöopath
- 1. März: Jacques Rivette, französischer Regisseur
- 1. März: Seymour Papert, Mathematiker, Begründer der Artificial Intelligence Lab am MIT
- 3. März: Gudrun Pausewang, deutsche Schriftstellerin
- 3. März: Pierre Michelot, französischer Jazzmusiker und Komponist († 2005)
- 4. März: Alan Sillitoe, englischer Schriftsteller
- 5. März: Willi Bartels, deutscher Rennfahrer († 2005)
- 6. März: Gabriel García Márquez, kolumbianischer Schriftsteller
- 6. März: Georg Eder, österreichischer Erzbischof
- 8. März: Gotthilf Hempel, deutscher Meeresbiologe
- 9. März: Wilhelm Salber, Direktor des Psychologischen Instituts an der Universität zu Köln
- 9. März: Gerald Bull, kanadischer Artilleriewissenschaftler († 1990)
- 10. März: James Earl Ray, US-amerikanischer Attentäter († 1998)
- 11. März: Käthe Recheis, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 11. März: Frederick Stafford, Schauspieler († 1979)
- 12. März: Paul Kuhn, deutscher Pianist, Bandleader und Sänger
- 12. März: Walter Althammer, deutscher Politiker
- 12. März: Philip Jones, englischer Trompeter und Gründer des Philip Jones Brass Ensemble († 2000)
- 12. März: Werner Krolikowski, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR
- 12. März: Edward Albee, US-amerikanischer Schriftsteller
- 14. März: Frank Borman, US-amerikanischer Astronaut
- 15. März: Manfred Bochmann, Minister für Geologie der DDR
- 16. März: Karl Otto Meyer, dänisch-deutscher Politiker
- 16. März: Rudolf Sigl, Direktor des Instituts für Astronomische und Physikalische Geodäsie († 1998)
- 16. März: Wakanohana Kanji I., japanischer Sumo-ringer und 45. Yokozuna
- 18. März: Gustav Peichl, Architekt und Autor
- 18. März: Charlotte von Mahlsdorf, Begründete das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf († 2002)
- 18. März: Alfred Einwag, deutscher Jurist
- 19. März: Patrick McGoohan, Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
- 19. März: Emil Handschin, Schweizer Eishockeyspieler
- 19. März: Hans Küng, Schweizer Theologe
- 21. März: Peter Hacks, deutscher Dramatiker und Schriftsteller († 2003)
- 23. März: Karl-Heinz Tuschel, deutscher Sci-Fi-Autoren, Lyriker und Kabaretttexter († 2005)
- 24. März: Adrian Frutiger, gilt als einer der bedeutendsten Typografen des 20. Jahrhunderts
- 24. März: Byron Janis, US-amerikanischer Pianist, Komponist und Musikwissenschaftler
- 25. März: James A. Lovell, US-amerikanischer Astronaut
- 27. März: Hellmuth Klauhs, österreichischer Bankdirektor († 1990)
- 28. März: Alexander Grothendieck, Mathematiker
- 28. März: Henk van Lijnschooten, niederländischer Komponist und Dirigent
- 28. März: Zbigniew Brzeziński, polnisch-US-amerikanischer Politikwissenschaftler
- 28. März: Hans Jochen Boecker, protestantischer deutscher Theologe
- 29. März: Hans Georg Zambona, deutscher Komponist, Pianist und Schriftsteller
- 30. März: Tom Sharpe, südafrikanisch/britischer Autor
- 31. März: Karl Haehser, deutscher Politiker
- 31. März: Gordie Howe, Eishockeyspieler (NHL)
- 31. März: Lefty Frizzell, US-amerikanischer Country-Sänger († 1975)
- 2. April: Joseph Louis Bernardin, Erzbischof von Chicago und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1996)
- 2. April: Serge Gainsbourg, französischer Chansonnier († 1991)
- 2. April: Alain Vanzo, französischer Opernsänger (Tenor) († 2002)
- 2. April: Dolly Rathebe, südafrikanische Jazz- und Blues-Sängerin und Schauspielerin († 2004)
- 3. April: Earl Lloyd, US-amerikanischer Basketballspieler, erster Afroamerikaner in der NBA
- 3. April: Don Gibson, US-amerikanischer Country-Sänger und Songschreiber († 2003)
- 3. April: Kevin Hagen, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 4. April: Maya Angelou, US-amerikanische Schriftstellerin, Professorin und Menschenrechtlerin
- 5. April: Hansrudi Wäscher, Comiczeichner und Comicautor
- 6. April: Paul-Werner Scheele, emeritierter Bischof von Würzburg
- 6. April: James Watson, US-amerikanischer Biochemiker
- 7. April: James White, Autor († 1999)
- 7. April: Francis Haskell, englischer Kunsthistoriker († 2000)
- 7. April: Alan J. Pakula, US-amerikanischer Filmemacher († 1998)
- 9. April: Iris Wittig, Die erste und vermutlich einzige Militärpilotin der DDR († 1978)
- 9. April: Erling Norvik, norwegischer Politiker und Journalist († 1998)
- 9. April: Paul Arizin, US-amerikanischer Basketballspieler
- 9. April: Tom Lehrer, US-amerikanischer Sänger, Liedermacher, Satiriker und Mathematiker
- 11. April: Ethel Skakel-Kennedy, Ehefrau von Robert F. Kennedy
- 11. April: Johann Staber, österreichischer Architekt
- 13. April: José Agustín Goytisolo, spanischer Dichter († 1999)
- 15. April: Hanna-Renate Laurien, deutsche Politikerin
- 18. April: Otto Piene, deutscher Künstler
- 18. April: Jürgen Seifert, deutscher Politikwissenschaftler und Bürgerrechtler († 2005)
- 19. April: Alexis Korner, englischer Blues-Musiker († 1984)
- 19. April: Karlheinz Kaske, Siemens Manager, Ingenieur, Honorarprofessor († 1998)
- 20. April: Hans Werner Kettenbach, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 20. April: Heinz Melkus, deutscher Rennfahrer und Konstrukteur von Rennwagen († 2005)
- 21. April: Georg Kronawitter, deutscher Politiker
- 23. April: Shirley Temple, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. April: Cy Twombly, Vertreter der zeitgenössischen amerikanischen Malerei
- 25. April: Richard Anders, Schriftsteller
- 26. April: Hertha Kräftner, österreichische Schriftstellerin († 1951)
- 28. April: Jan Schotte, belgischer Kardinal († 2005)
- 28. April: Yves Klein, französischer Maler, Bildhauer und Performancekünstler († 1962)
- 28. April: Leah Rabin, israelische Politikerin und Ehefrau von Yitzhak Rabin († 2000)
- 28. April: Frank Horvat (Fotograf), italienischer Photograph
- 28. April: Carolyn Jones, US-amerikanische Schauspielerin († 1983)
- 28. April: Eugene Shoemaker, US-amerikanischer Astronom († 1997)
- 2. Mai: Rolf Heyne, deutscher Verleger († 2000)
- 2. Mai: Georges-Arthur Goldschmidt, Übersetzer und französisch-deutscher Schriftsteller
- 3. Mai: Dave Dudley, US-amerikanischer Country-Sänger († 2003)
- 4. Mai: Wolfgang Graf Berghe von Trips, deutscher Autorennfahrer († 1961)
- 4. Mai: Maynard Ferguson, kanadischer Jazz-Trompeter und Flügelhornist
- 4. Mai: Muhammad Husni Mubarak, Staatspräsident von Ägypten
- 7. Mai: Michael Croissant, deutscher Bildhauer und Künstler († 2002)
- 8. Mai: Manfred Gerlach, deutscher Politiker
- 9. Mai: Colin Chapman, britischer Rennwagen-Kontrukteur († 1982)
- 9. Mai: Peter Merseburger, deutscher Journalist und Autor
- 9. Mai: Ricardo González, US-amerikanischer Tennisspieler († 1995)
- 10. Mai: Lothar Schmid, deutscher Verleger und Schachspieler
- 10. Mai: Arnold Rüütel, estnischer Politiker und Präsident
- 11. Mai: Christopher Bird, US-amerikanischer Botaniker und Schriftsteller († 1996)
- 12. Mai: Burt Bacharach, US-amerikanischer Pianist und Komponist
- 13. Mai: Enrique Bolaños Geyer, Präsident der Republik Nicaragua
- 14. Mai: Ernst Cincera, Schweizer Politiker (FDP) († 2004)
- 16. Mai: Günter Ferdinand Ris, deutscher Bildhauer († 2005)
- 17. Mai: Idi Amin, ugandischer Diktator († 2003)
- 18. Mai: Jo Schlesser, Formel 1 Rennfahrer († 1968) beim GP Frankreich/Rouen
- 18. Mai: Pernell Roberts, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. Mai: Pol Pot, kambodschanischer Politiker, Bruder Nr. 1" der Roten Khmer († 1998)
- 19. Mai: Dolph Schayes, US-amerikanischer Basketballspieler
- 20. Mai: Werner Büdeler, deutscher Journalist und Autor († 2004)
- 20. Mai: Al Aronowitz, US-amerikanischer Musikjournalist († 2005)
- 21. Mai: António Ribeiro, Patriarch von Lissabon und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1998)
- 23. Mai: Hans Blum (Komponist), deutscher Komponist, Texter, Musikproduzent und Sänger
- 23. Mai: Rosemary Clooney, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin († 2002)
- 30. Mai: Agnès Varda, belgische Filmregisseurin
- 30. Mai: Gustav Leonhardt, niederländischer Musiker
- 1. Juni: Georgi Timofejewitsch Dobrowolski, sowjetischer Kosmonaut († 1971)
- 3. Juni: Donald Judd, US-amerikanischer Maler, Bildhauer und Architekt († 1994)
- 5. Juni: Tony Richardson, englischer Regisseur († 1991)
- 5. Juni: Umberto Maglioli, italienischer Rennfahrer († 1999)
- 5. Juni: Otto F. Walter, Schweizer Schriftsteller († 1994)
- 7. Juni: Bernard Flood Burke, US-amerikanischer Astronom
- 7. Juni: James Ivory, US-amerikanischer Filmregisseur
- 8. Juni: Lothar Curdt, deutscher Politiker und MdB († 2005)
- 9. Juni: Erwin Scheuch, deutscher Soziologe († 2003)
- 9. Juni: Federico Bahamontes, spanischer Profi-Radsportler. Sieger der Tour de France
- 10. Juni: Carl Dahlhaus, deutscher Musikwissenschaftler († 1989)
- 10. Juni: Maurice Sendak, US-amerikanischer Illustrator und Kinderbuchautor
- 12. Juni: Petros Molyviatis, griechischer Politiker und Außenminister
- 13. Juni: Giacomo Biffi, italienischer Erzbischof von Bologna und Kardinal
- 13. Juni: John Forbes Nash Jr., US-amerikanischer Mathematiker
- 14. Juni: Ernes