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Enduro

Enduro

Als Enduro (von englisch : endurance = Ausdauer), deutsch: Geländemotorrad, wird ein geländegängiges (grobstolliges Reifenprofil, lange Federwege) Motorrad mit Straßenzulassung und den dafür notwendigen Sicherheitseinrichtungen bezeichnet. Die Sitzposition ist aufrecht mit bequemem Kniewinkel, wobei Motorradfahrer mit geringer Körpergröße aufgrund der hohen Sitzposition Probleme mit dem sicheren Stand haben. Die Enduro besitzt eine vergleichbare Fahrwerksgeometrie wie Motocrossmaschinen, ist jedoch von der Leistungscharakteristik her stärker auf Langstrecke bzw. Ausdauer ausgelegt als auf Geschwindigkeit und Leistung.
Ursprünglich entstanden die Enduros durch einfache Umbauten von Straßenmotorrädern. Durch eine hochgelegte Auspuffanlage und stärker profilierten Reifen wurde die notwendige Geländegängigkeit erzielt. Aufgrund des Wettbewerbes im Endurosport und im verwandten Motocross wurden die Maschinen immer spezieller an die Anforderungen auch des härtesten Geländes (Steilauf- und abfahrten, Fluss- und Schlammdurchfahrten) angepasst. Neben den speziell für den Endurosport angepassten Wettkampfmotorrädern (z. B. KTM 525 EXC Racing, Husqvarna TE 510) entstanden durch die Motorradhersteller weitere Abarten von Enduromaschinen, die mehr oder weniger für Fahrten im Gelände geeignet sind. Als Meldefahrzeuge werden Enduros auch militärisch eingesetzt. Eine dieselbetriebene Enduro wird auf der Basis der Kawasaki KLR 650 angeboten.

Arten von Enduros


- Sportenduro/Hardenduro entsprechen weitestgehend den Wettkampfmotorrädern und sind meist durch geringere Veränderungen an eine alltägliche Nutzung angepasst (z. B. Elektrostarter) (z.B. Yamaha WR 450 F, KTM LC 4 640 Enduro)
- Reiseenduros sind an längere Motorradtouren angepasste Enduros, meist mit größerem Tank, geringerem Federweg, geänderte (längere) Getriebeübersetztung (ausgelegt für Langstrecken) mit 5. und 6. Gang, Anbaumöglichkeit von Koffern, Windschutz, etc., haben dadurch aber auch ein höheres Fahrgewicht. Dazu zählen u.a. Aprilia ETV1000 Caponord, BMW R100 GS bis R1200 GS, KTM LC8 950 Adventure, KTM LC4 640 Adventure, Honda Varadero 1000, Suzuki V-Strom 650 und 1000, Triumph Tiger, Yamaha XTZ 660 Ténéré, usw. Viele heutzutage angebotenen Reiseenduros sind nur noch eingeschränkt geländetauglich, da bei diesen mehr Wert auf Komfort und Straßenverhalten gelegt wurde. Damit wurde dem Trend Rechnung getragen, dass die Straßenenduros überwiegend auf Straßen und in seltenen Fällen auf unbefestigten Wegen eingesetzt werden.
- Rallyeenduros sind Wettkampfenduros, die speziell für Langstreckenrallyes (z. B. Paris-Dakar) entwickelt wurden. Sie besitzen das entsprechend verstärktes und modifiziertes Fahrwerk einer Sportenduro, ein großes Tankvolumen, Windschutz und Navigationssystem.

Weblinks


- [http://www.endurist.at/ Endurosport in Österreich] siehe auch: Endurosport Kategorie:Motorrad-Typ

Motorrad

Das Motorrad (Schweizerisch: Töff), auch Krad (Kurzwort für Kraftrad), Mopped (eine Art Kosename mit Doppel-P) oder Moto ist ein motorisiertes, nicht an Schienen gebundenes, einspuriges Landfahrzeug mit Verbrennungsmotor. Sonderformen mit drei (Gespann, Trike) und vier Rädern (Quad / ATV´s) (mehrspurige Fahrzeuge) werden meist trotz unterschiedlichem Aussehen den Motorrädern zugeordnet, da zu deren Betrieb in den meisten Ländern die gleiche Klasse der Fahrerlaubnis benötigt wird. Quads werden in Deutschland allerdings den PKW´s zugeordnet. Trotzdem ist im klassischen Sinne ein Motorrad ein einspuriges Fahrzeug, das ohne Fremdeinwirkung umkippen würde, wenn man es nicht festhalten würde. Mofas (= Motorfahrrad) und Mopeds (= Motorpedalfahrzeug) sind motorisierte Zweiräder, die eine geringere Leistung haben und deshalb z.T. auch ohne Motorrad-Führerschein (Klasse A) gefahren werden dürfen. Moped von 1885 (Nachbau)]] Moped Moped Moped Moped

Geschichte

Als erstes Serien-Motorrad bezeichnet man die Hildebrand und Wolfmüller von 1894. Zwar gab es von Gottlieb Daimler bereits 1885 den sog. Reitwagen, doch dieser blieb als Versuchsträger nur ein Einzelstück. Erst mit weiteren Erfindungen im Motorenbereich:
- Spritzdüsenvergaser von Wilhelm Maybach (Patent von 1893), und der
- Magnetzündung (Patent von Robert Bosch 1901), war das Motorrad wirklich "fahrbar". Wesentliche Entwicklungen gingen aus von
- Frankreich - durch den Motoreinbau im Rahmen durch die Gebrüder Werner (1899),
- Belgien - durch das Vierzylindermotorrad und die Kardanwelle der Firma F.N. von 1904,
- England - durch den Kickstarter, Bremse sowie Zweitaktmotor von Scott (1908),
- USA - durch den elektrischen Anlasser und die elektrische Beleuchtung von Indian (1914) und
- Deutschland (NSU, BMW). Bis zum Ersten Weltkrieg war Indian die größte Motorradfabrik weltweit. Danach wurde dieser "Titel" weitergegeben an Harley Davidson, ab 1928 an DKW und nach dem Zweiten Weltkrieg an NSU. Anfang der 1970er Jahre kam dann mit Honda ein japanischer Hersteller zu diesen Ehren (bis heute). Honda stellte 1969 mit der CB 750 four ein richtungsweisendes Motorrad mit einem quer eingebauten Vierzylinder-Viertaktmotor vor, nachdem bereits Gilera seit den 1930er Jahren mit einer Rennmaschine dieses Konzept sehr erfolgreich durchführte. Auch MV Agusta konnte sich mit dieser Bauweise seit 1966 nicht richtig durchsetzen und blieb ein Kleinserienanbieter auf hohem Preisniveau. Als mächtigste für die Öffentlichkeit gebauten Motorräder können die U.S. amerikanischen Boss Hoss Modelle gelten, mit V-8 Automotoren, über 5 Litern Hubraum und mehr als 300 PS, als längstes die Böhmerland. Nach den schlechten Verkaufszahlen der 1960er wurde Motorradfahren in den 1980ern als Freizeittrend wiederentdeckt. Motorradhersteller wie Triumph und MV Agusta erlebten ihre Wiederauferstehung.

Technik

Der Antriebsmotor ist meist ein Verbrennungsmotor nach dem Zwei- oder Viertaktprinzip. Selten wurde auch ein Wankelmotor (Hercules W 2000, Suzuki RE 5, Van Veen OCR, Norton Commander und TT), noch seltener wurde/wird ein Dieselmotor (Taurus 325/Centaurus 851, Enfield Diesel aus Indien) eingesetzt. Die Motorleistung wird mittels einer Kette, einer Kardanwelle oder durch einen Zahnriemen auf das Hinterrad übertragen. Ein Motorrad zeichnet sich durch ein im Verhältnis zum PKW niedrigeres Leistungsgewicht aus, das heißt die Motorleistung muss weniger Masse beschleunigen. Hier gilt die Formel Masse/Leistung. Diese Tatsache ermöglicht relativ hohe Beschleunigungswerte (z.B.: 0-100 km/h < 3 Sekunden). Die leistungsstärksten serienmäßigen Straßenmotorräder können bedingt durch den gegenüber Pkw geringeren Luftwiderstand (das Verhältnis aus Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) mal der Stirnfläche (m²)) höhere Geschwindigkeiten als PKWs von bis zu 300 km/h erreichen. (In Deutschland haben sich die Importeure und Hersteller 2002 eine freiwillige Geschwindigkeitsobergrenze von 299 km/h auferlegt, um dem Entstehen einer gesetzlichen Regelung entgegenzuwirken.)

Typen

Entsprechend ihres Einsatzes und ihrer Charakteristik werden Motorräder in Typen unterteilt:
- Motorroller ("Scooter")
- Straßenmotorräder
  - Chopper
  - Cruiser
  - Naked Bike
  - Cafe-Racer
  - Ratbike
  - Tourer
  - Sporttourer
  - Streetfighter
  - Supersportler
  - SuperMoto
- Geländemotorräder
  - Enduro
  - Motocross
  - Trial
  - Speedway
- Sonderformen
  - Gespann
  - Trike
  - Quad / ATV´s
  - Dragster
  - Kettenkrad
  - Forstwirtschaftliches Motorrad
  - Dieselmotorrad
  - Lastenmotorrad
  - Tuk-Tuk
  - Steherrennen-Motorrad
  - Steilwand-Motorrad
  - Pocket Bike

Motorradfahren

Nach dem 2. Weltkrieg heimkehrende amerikanische Flugzeugbesatzungen, Bomber und Piloten, die keine Arbeitsplätze und oft auch ihre Frauen nicht mehr hatten, schlossen sich zu Motorradgangs zusammen (in Kalifornien die "Hells Angels"), um gegen die etablierte Gesellschaft zu protestieren. (vgl. Rocker) Im Film "Easy Rider" von 1969 schließlich wird dieses gesellschaftliche Aussenseitertum romantisch verklärt. Motorradfahrer schließen sich häufig in lose oder organisierte Gruppen (Clubs) zusammen. Motorradreisen (Touren) sind eine beliebte Tätigkeit der Motorradfahrer. Weit verbreitet sind Motorradreisen mit mehreren Fahrzeugen (auch mit Sozius/Sozia). Sie werden meistens selbst organisiert; es werden auch organisierte Motorradreisen angeboten. Typischerweise wird das Gepäck selbst mitgeführt und auf Campingplätzen übernachtet. Speziell für Motorradreisen existieren spezielle Motorradarten: Der Tourer ("Tourenmaschine") und der "Cruiser". Im Jargon wird Motorradfahren als "Ausritt" bezeichnet, daher auch die Bezeichnung "Reitwagen" für ein Motorrad. Es gibt Sonntagsfahrer (Genußfahrer), Sportfahrer und Motorradfahrer, die jeden Weg mit dem Motorrad zu jedem Wetter zurücklegen. Seit den 1980er Jahren finden in vielen Städten auch große Motorradgottesdienste (MOGO) statt, die mit einer gemeinsamen Konvoifahrt ins Umland endet. Motorradfahrer (ugs. "Biker", oftmals auch abfällig für "Sonntagsfahrer" im Ggs. zu "richtigen Motorradfahrern") grüßen sich auf Landstraßen mit Handzeichen seltener mit Lichthupe. In Ländern mit Linksverkehr erfolgt der Gruß üblicherweise durch Kopfnicken, da hier sonst die linke Hand vom Gasgriff genommen werden müßte. Zum Motorradfahren auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen ist eine ausreichende Fahrerlaubnis (je nach Motorleistung) erforderlich. In Deutschland sind es die Klassen A (offen, ab dem 25. Lebensjahr oder nach 2 Jahren, wenn dieser als A (begrenzt) erworben wird) , A (begrenzt, ab dem 18. Lebensjahr; max. 25 kW) oder A1 (ab dem 16. Lebensjahr; max. 11 kW). Motorradfahren lernt man zwar in den Grundzügen in einer Fahrschule - richtiges Beherrschen des Fahrzeuges aber erst durch genügend Fahrpraxis unter Anleitung von erfahrenen Fahrern. Der Besuch eines Fahrtrainings ist daher sehr empfehlenswert ! Die Motorradindustrie klagt in Deutschland und Europa heute über rückläufige Absatzzahlen. Gründe liegen in den hohen Kosten des Hobbys, die Motorradfahren für junge Fahrer oft unerschwinglich machen. Auch hat das Hobby den Ruf des oben beschriebenen Aussteigertums längst verloren, ist nicht mehr "in", muss sich auch gegen viele andere Freizeitaktivitäten behaupten. In Folge steigt das Alter der Biker und Motorradkäufer und die Industrie hat ein echtes Nachwuchsproblem. Positiver Nebeneffekt der "reiferen" Fahrer und der sicheren und gut gewarteten Maschinen sind stark rückgängige Unfallzahlen, was sich auch durch rückläufige Versicherungsprämien bemerkbar macht. siehe auch: Artikel Motorrad fahren

Literatur


- Bernt Spiegel: Die obere Hälfte des Motorrads. Motorbuch Verlag, München 2002 ISBN 3-613022-68-0. (Wichtig für den mentalen Hintergrund - hier erklärt ein Verhaltensforscher, Motorradfahrer und Instruktor die Grundlagen, Hilfen und Techniken des Fahrens)
- Harry Niemann: "Der Kniff mit dem Knie" Motorbuch Verlag, ISBN 3-613-01737-7.
- Keith Code: Der richtige Dreh II. 1. Aufl. California Superbike Verlag, Schuld 1995 (Band 2) ISBN 3-924662-01-0. (Standardwerk zu den Grundlagen des Motorradfahrens); Amerikanische Originalausgabe: A Twist of the Wrist II. Acrobat Books, Venice 1993 ISBN 0-918226-31-7.
- Jürgen Stoffregen: Motorradtechnik. Vieweg Verlag, Braunschweig 2004 ISBN 3-528449-40-3. (Technisches Fachbuch auf dem neuesten Stand)
- Nepomuck/Janneck: "Das Schrauberhandbuch" Moby Dick Verlag ISBN 3-89595-101-3. (laienverständliche Darstellung von Technik, Wartung, Instandsetzung)
- Hugo Wilson: Das Lexikon vom Motorrad. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2001 ISBN 3-613017-19-9. (Gute Übersicht)
- Thomas Krens and Matthew Drutt (Hrsg.): The Art of the Motorcycle. 2003 ISBN 0-810991-06-3 (Kompendium der Motorradgeschichte, -kultur, und -technik, und des Designs)
- Erwom Tragatsch: Motorräder - Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei 1894 - 1976 Motorbuch Verlag, Stuttgart 1985 ISBN 3-87943-213-9 (Das Buch stellt nahezu 500 Firmen vor, die Deutschland Motorräder gebaut haben)

Siehe auch


- Motorradhersteller
- Themenliste Straßenverkehr
- Motorradsport
- Motorradfahrerjargon
- Technische Checkliste (Motorrad)
- Motorrad fahren Kategorie:Motorrad ja:オートバイ

Fahrwerksgeometrie

Unter Fahrwerksgeometrie versteht man beim Motorrad das Verhältnis von Lenkkopfwinkel, Nachlauf und Radstand zueinander. Je nach Einsatzzweck eines Motorrades werden die unterschiedlichen Parameter selbst und im Verhältnis zueinander festgelegt. Ein großer Lenkkopfwinkel bewirkt eine "steile" Gabel und macht ein Motorrad leicht lenkbar in der Kurve, jedoch "kippelig" beim Geradeauslauf. Ein kurzer Nachlauf erhöht die Kurvengängigkeit, ein langer die Stabilität beim Geradeauslauf. Ein kurzer Radstand macht ein Motorrad wendig. Kategorie:Kraftfahrzeugtechnik Kategorie:Motorrad

Auspuffanlage

Als Auspuff wird das Rohrleitungssystem der Abgasanlage des Verbrennungsmotors in Kraftfahrzeugen bezeichnet. Kraftfahrzeug Zwei Hauptaufgaben des Auspuffs sind die Ausleitung der Verbrennungsabgase aus dem Fahrzeug und die Dämpfung der Druckstöße, die bei der explosionsartigen Verbrennung in den Brennräumen entstehen, um die Schallemission zu reduzieren. Die Bestandteile eines gängigen Pkw mit Ottomotor sind in Richtung des Abgasstroms: Abgaskrümmer - Hosenrohr - Vorschalldämpfer / Katalysator - Mittelschalldämpfer - Endschalldämpfer - Endrohr. Bei kleineren Motoren wie zum Beispiel bei Mofas mündet der Krümmer direkt in den Endschalldämpfer. Bei genauerer Betrachtung der Vorgänge, welche beim Betrieb eines Verbrennungsmotors stattfinden, kommt dem Auspuff eine nicht unerhebliche Bedeutung zu. Im Motorsport, wo die Leistungs- und Kraftentfaltung im Vordergrund steht, ist der Auspuff ein Teil, welcher einen deutlichen Einfluss auf das zur Verfügung stehende Drehmoment im nutzbaren Drehzahlbereich des Antriebsaggregates hat. Der Auspuff ist passiv am Geschehen beim Gaswechsel beteiligt, indem seine Form die in ihm stattfindenden Schwingungen der Auspuffgase bestimmt. Diese Schwingungen können das Ausströmen der Verbrennungsgase aus dem Brennraum bei geöffneten Auslassventil(en) unterstützen, ihnen aber auch entgegenwirken. Der postive Effekt kann dabei so stark sein, daß selbst das Einströmen der Frischgase bei gleichzeitig geöffneten Einlassventil(en) unterstützt wird, etwas, was bei leistungsstarken Motoren wegen der dort verwendeten großen Ventilüberschneidung mit einkalkuliert wird. Durch entsprechende Auslegung des Auspuffsystems und Abstimmung anderer Komponenten wie Steuerzeiten lässt sich aber auch die Füllung der Brennräume erhöhen, und gleichzeitig der Verbrauch senken, indem die Spülverluste gering gehalten werden. Der Gasfluß wird dabei durch den negativen Teil der Gasschwingung erst unterstützt, um dann beim darauffolgenden positiven Teil die Gase zurückzudrücken, bevor das Ventil (die Ventile) schließen. Dieses Prinzip bildet auch die Basis, um einen Zweitaktmotor überhaupt vernünftig betreiben zu können, da bei ihm der Gaswechsel hauptsächlich durch strömungstechnische Vorgänge bestimmt wird. Es gibt keine Ventile, und der Kolben kann das Ausströmen der verbrannten Gase durch seine Hubbewegung nicht oder nur sehr wenig unterstützen.

Siehe auch:


- Abgasnorm, Auspuffkrümmer, Auspuffrohr, Auspufftopf, Auspuffventil, Lambdasonde, Themenliste Fahrzeugtechnik Kategorie:Abgasanlage (Verbrennungsmotor)

Motocross

Geschichte Motocross wurde um 1920 erfunden, anfangs wurden Wettbewerbe auf handelsüblichen Straßenmotorrädern ausgefahren. Später nahmen zunächst die Fahrer Modifizierungen an ihren Motorrädern vor, wie zum Beispiel die Verlängerung der Federwege. Es folgten speziell für den Motocross-Sport gefertigte Motorräder der Industrie, die in der Folgezeit immer weiter verbessert wurden und werden. Definition Beim Motocross handelt es sich um eine Motorrad-Sportart. Gefahren wird auf einem geländetauglichen Motocross-Motorrad, d.h. ein Motorrad mit langen Federwegen und grobstolligen Reifen. Ein solches Motorrad hat keine Straßenzulassung, da es für den Wettbewerb ausgelegt ist, und keine Anbauteile wie Batterie, Blinker, Licht, Ständer, Kennzeichenhalter usw. hat. Es gilt im Sinne der StVZO als Sportgerät und ist nur für den Wettbewerbsbetrieb bestimmt. Die Fahrer sind mit einer umfangreichen Schutzausrüstung ausgestattet. Sie tragen Helme, Stiefel, Handschuhe, Knieprotektoren und Rücken- sowie Brustprotektoren. Es wird ausschließlich auf dafür vorgesehenen Strecken gefahren, die sich meist abgelegen von Wohngebieten befinden. Motocross-Rennen werden in unterschiedlichsten Modi ausgeführt. Es ist generell zwischen In- und Outdoor-Rennen zu unterscheiden. Indoor-Rennen werden gewöhnlich als Supercross und Outdoor-Rennen als Motocross bezeichnet. Supercross wird meistens in der Winterzeit ausgetragen, da dann ein befahren der Motocross-Strecken kaum bis nicht mehr möglich ist. Somit ist es für die Fahrer möglich, beides zu betreiben, da sich die Veranstaltungen dann nicht überschneiden. Die Wichtigsten Austragungsebenen sind die WM (an der qualifizierte Fahrer aus allen Ländern teilnehmen können) und die AMA – American Motocross Association (eine nationale Rennserie den Amerikaner). Unterscheidung Motocross - Supercross 1. Supercross (SX) Die Rennen werden meist in Hallen bzw. Stadien ausgetragen und speziell für die jeweiligen Veranstaltungen präperiert, d.h. Erde oder Lehm aufgefüllt. Der Boden im Supercross ist meist hart. Da in einer Halle nur begrenzter Raum zur Verfügung steht ist das Streckenlayout technisch sehr anspruchsvoll und spektakulär. Es sind verhältnismäßig viele Sprünge vorhanden und es bleibt kaum Zeit für den Fahrer zur Ruhe zu kommen. Deshalb werden Supercross Rennen meist über kurze Distanz (etwa 15 Min pro Rennen) ausgetragen. Es werden pro Veranstaltung viele Läufe gezeigt, da nicht sehr viele Fahrer gleichzeitig auf einmal fahren können. Es wird über Qualifikations-Läufe, später dann Achtel-, Viertel- und Halbfinale selektiert, wer schliesslich im "Main-Event", dem sogenannten Finale und gleichzeitig Höhepunkt der Veranstaltung, antreten darf. Supercross-Veranstaltungen zeichnen sich nicht nur durch die Rennen an sich, sondern auch durch ein großes Rahmenprogramm aus, indem mit Musik und Freesytle-Shows dem Publikum ordentlich eingeheizt wird. In Deutschland fassen die Hallen meist ca. 3.000 Zuschauer, da es sich hierbei auch wirklich um Hallen handelt. Anders ist dies z.B. in Amerika. Dort werden die Rennen in großen (meist überdachten) Football-Stadien ausgetragen, die bis zu 100.000 Zuschauer fassen. Der große Vorteil für den Zuschauer ist die Möglichkeit, die gesamte Strecke zu überblicken. 2. Motocross (MX, Moto-X) Motocross Rennen werden ausschließlich in freiem Gelände ausgetragen. Die Länge der Strecken variiert zwischen 1.500 m und 4.000 m. Die so genannten "Outdoor"- Strecken sind zunächst technisch nicht ganz so anspruchsvoll wie die oben beschriebenen Supercross- Strecken. Die Strecken sind meist breiter und länger, so dass die Sprünge nicht so nah aneinander liegen, daher ist es möglich eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Da dieser Sport jedoch im freien ausgetragen wird, besteht immer die Möglichkeit, dass die Strecke durch verschiedene Witterungsverhältnisse ihren Zustand und ihre Beschaffenheit ändert. So kann es an heißen Tagen sein, dass man mangels Feuchtigkeit eine eingeschränkte Sicht hat, da der Boden staubt, oder im anderen Extrem, dass der Boden völlig durchnässt ist, und man auf einer schlammigen und rutschigen Strecke zurechtkommen muss. Die Beschaffenheit des jeweiligen Untergrundes variiert von Strecke zu Strecke, teilweise sogar von Streckenabschnitt zu Streckenabschnitt. Die Strecken können aus Sand, Lehm oder Erde bestehen. Strecken aus Lehm sind meistens eher hart, stellenweise fast wie Asphalt. Strecken aus Sand oder Erde mittelweich bis weich. Hier ist es wie in jedem anderen Rennsport auch der Fall, dass für jede Beschaffenheit das Sportgerät angepasst werden muss, d.h. das Fahrwerk sowie die Reifen und viele weitere Dinge müssen den Verhältnissen angepasst werden. Die Rennen werden hier in 2 Läufe unterteilt. Da hier verhältnismäßig viele Fahrer zusammen am Startgatter stehen ist es meist nicht nötig vorher Qualifikationen auszutragen. Nach 40 Minuten + 2 Runden ist jeweils ein Lauf beendet. Nach der Addition der Punkte beider Läufe (wobei hier der 2. Lauf bei Punktgleichheit stärker gewertet wird) steht der Gewinner fest. Motocross ist nicht ganz so ein Publikumsmagnet wie Supercross, da es im Freien ausgetragen wird, und die Zuschauer natürlich auch den Witterungen ausgesetzt sind. Außerdem ist es bei den meisten Strecken für einen Zuschauer nicht möglich die ganze Strecke zu überblicken. Deshalb sind die Zuschauerzahlen hier meist etwas geringer und oft auch vom Wetter abhängig. Stellenwert Speziell in Amerika sind Supercross und Motocross sehr beliebt und ein richtiger Publikumsmagnet. Die Stadien und Strecken sind immer ausverkauft und die Rennen werden regelmäßig und ausgiebig im TV übertragen. Die Top- Fahrer werden dort teilweise wie Pop-Stars gefeiert, und die Industrie scheut keine Kosten. Doch auch in Belgien, einer Talentschmiede was WM Fahrer betrifft, wird der Sport hoch gelobt. Es gibt dort eine schier unbegrenzte Anzahl an Strecken und sogar Förderungsprojekte an den Schulen. Leider ist der Stellenwert in Deutschland eher gering, da die Jugend einfach kaum Förderung findet, und die Industrie keinen Nutzen in der Förderung sieht.

Siehe auch


- Stefan Everts ( belg.Weltmeister )
- Joel Smets ( belg.Weltmeister )

Weblinks


- [http://www.damcv.de Deutscher Amateur Moto Cross Verband]
- [http://www.MX-Treff24.de deutsches Motocross Portal]
- [http://people.freenet.de/mx-pictures/start.html MX-Pictures] Kategorie:Motorsport

Endurosport

Endurosport (von englisch endurance = Ausdauer) ist die international gebräuchliche Bezeichnung für den Motorrad-Geländesport. Im Endurosport ist weniger die Geschwindigkeit entscheidend, sondern die Ausdauer und Zuverlässigkeit von Motorrad und Fahrer.

Geschichte

Die ersten veranstalteten Geländefahrten fanden bereits 1903 statt, als der britische Verband der Motorradfahrer eine 1.000-Meilen Geländefahrt veranstaltete. Ab 1909 wurde eine jährliche Geländefahrt durch das schottische Hochland “The Scottish” durchgeführt. 1912 wurde die "Britische Sechstageprüfung für Motorräder" durch geführt. Auf den täglich rund 270 km langen Etappen, waren Prüfungstrecken auf Straßen mit Zeit- und Durchfahrtskontrollen, Geländeabschnitte und Bergrennen eingebaut. 1913 wurden dann unter der Regie des damaligen Weltverbandes FICM die ersten Six Days, damals noch unter dem Namen International Six Days Trail durchgeführt. Trotz Unterbrechungen durch die beiden Weltkriege sind die Six Days der Höhepunkt im Endurosport. Die Entwicklung und Popularität der Six Days ist auch wegweisend für die Entwicklung des Endurosportes. Bis in die 1960er Jahre wurden in der Regel nur wenig modifizierte Motorräder gefahren. Mit der Einführung von Spezialprüfungen (u.a. Moto-Cross) wurden die bei den Moto-Cross-Motorrädern sich entwickelnde Spezialisierungen auch bei den Enduromotorrädern übernommen. So wurden die Motorräder durch längere Federwege, höher Bodenfreiheit, hohe Schutzbleche hochgelegte Auspuffanlagen immer geländegängiger. Dieser Entwicklung folgend wurden auch die Strecken immer anspruchsvoller. Mit der Einbeziehung von Steilauf- und abfahrten, Felspassagen wurden auch dem Trial ähnliche Passagen gesucht. Aufgrund von Auflagen bezüglich des Umweltschutzes und von Grundstückseigentümern kam es in Westeruopa, insbesonders in der Bundesrepublik Deutschland zu vielen Einschränkungen. So waren viele Veranstaltungen geprägt durch Sonderprüfungen in Sandgruben oder ähnlich abgesperrtem Gelände und dann anschließenden Überbrückungsfahrten auf öffentlichen Straßen. Dies Entwicklung hat dazu geführt, dass das Interesse am enduro Sport iM Westen Deutschlands zurückging. In der DDR gab es durch die staatliche Reglementierung keinerlei solcher Einschränkungen. Nach der Wiedervereinigung bemühten sich deshalb die Ausrichter die Sportveranstalter trotz entsprechender Umweltschutzauflagen anspruchsvoll zu gestalten. Vorbildlich ist hierbei das Endurorennen Rund um Zschopau. Mit der Nutzung von Ölsperren, Beseitigung von Schäden nach dem Rennen und ein integriertes Umweltmanagement wird versucht, eventuell entstehende Beeinträchtigungen der Umwelt zu reduzieren. Populär ist der Endurosport heute in den skandinavischen Ländern (Schweden, Finnland), Frankreich, Italien, Großbritannien. Großbritannien Bis zur Krise im Motorradbau in den 1960er Jahre waren die meisten Motorradhersteller im Geländesport vertreten. Danach waren stellten nur noch wenige Hersteller entsprechende Motorräder her. Die Motorräder von MZ, Jawa und Simson waren jedoch nicht frei verkäuflich sondern waren in der Regel nur für die Werksmannschaften bestimmt. In Westeuropa waren die Hersteller Husqvarna, Maico, KTM, Puch, SWM und Zündapp über viele Jahre erfolgreiche Wettbewerber. Erst seit den 1990er Jahren dringen auch die japanischen Hersteller Yamaha, Honda und Suzuki in den Sport. Aber auch neue spezialisierte Hersteller wie MotoTM, Husaberg und GasGas von Enduromotorräder konnten im Endurosport Fuß fassen.

Austragungsarten

Enduro-Rennen werden in zwei verschiedenen Modi ausgetragen. In der klassischen Form des Enduro wird ein vorgegebener Kurs, eine Rundstrecke von 50 - 80 km meist 3 bis 4 mal zu durchfahren. Die Strecke ist in einer bestimmten vorgesehenen Zeit zu absolvieren ist. Wird dieses Zeitlimit nicht geschafft, kommt es zu Strafzeiten. Um einen eindeutigen Sieger zu ermitteln, befinden sich auf einer Runde sogenannte Spezialtests. Dies können Motocross- oder Extremtests sein. Die in diesen Test erzielte Zeiten wird addiert und ergibt dann mit den Strafzeiten das Endresultat. Gestartet wird seit 2004 in den Klassen E1 ( 125 2T und 250 4T )E2 ( 250 2T und 450 4T ) und E3 (300 2T und 500 4T ) mit Wartezeit von einer Minute pro drei Fahrer. Bis dahin waren die Klassen bis 80 cm³, bis 125 cm³, bis 250 cm³, bis 500 cm³, bis 350 cm³ Viertakt und über 500 cm³ Viertakt. Diese Klasseneinteilungen wurden im Laufe der Jahre den Anforderungen oder Wünschen der Hersteller angepasst. Bei einem Stunden-Enduro sind möglichst viele Runden auf einem Rundkurs in einer vorgegeben Zeit zu absolvieren. Meist wird dazu eine Moto-Cross-Strecke genutzt. Die gebrächlichsten Formen sind 2 h, 6 h und 12 h.

Siehe auch

Enduro

Weblinks


- [http://www.endurist.at/ Endurosport in Österreich]
- [http://endurosport.baboons.de/ Endurosport]
- [http://endurouk.com/ Englische Seite zum Endurosport] Kategorie:Motorsport

Teorema di Bolzano - Weierstrass

Il teorema di Bolzano-Weierstrass afferma che ogni successione reale limitata ha una sottosuccessione convergente. Il teorema è una conseguenza della seguente proposizione: Ogni successione reale (\ a_n) ha una sottosuccessione (\ a_) con \lim_a_ = \limsup_a_n

Dimostrazione

Si dimostra la proposizione dai cui segue il teorema. Poniamo \ y_n = \sup_a_i e \ y = \inf y_n Dimostriamo la prop. solo nel caso che \ a_n sia limitato. Poniamo \ l_1 = 1. Si può trovare un \ k_1 > l_1 tale che \ 0 < y_ - a_ < 1 Ora possiamo scegliere \ l_2 > k_1 e k_2 > l_2 con 0 < y_ - a_ < \frac \ l_3 > k_2 e k_3 > l_3 con 0 < y_ - a_ < \frac \ l_n > k_ e k_n > l_n con 0 < y_ - a_ < \frac(1) Si nota che \ (y_) è una sottosuccessione di \ (y_n) e \ (a_) è una sottosuccessione di \ (a_n). \ y_\rightarrow y poichè \ y_n\rightarrow y (Si veda la definizione di limite superiore per approfondimenti). \ y_ - a_ \rightarrow 0 (n\rightarrow \infty) per la (1) (Teorema del confronto) Quindi \ a_ \rightarrow y, dimostrando così la proposizione.

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